Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 71

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1aber noch bis 1866 fleissig weiter. Einer der geschicktesten französischen Geigenmacher des 19. Jahrhunderts und gründlicher Kenner des Holzes, das er mit grösster Sorgfalt auswählte. Auf der Londoner Ausstellung 1851 stellte man seine Arbeit den Forster’schen gleich, wenn auch sein Cello einen näselnden Ton gehabt haben soll, aber es unterliegt keinem Zweifel, dass er gerade, was Tonschönheit anbelangt, alle englischen Meister übertraf. 1859 verband er sich, wie schon bemerkt, mit seinen Söhnen Ernst August und Gustave Adolf zu der Firma 'Bernardel et fils' und zog sich 1866 vom Geschäft zurück.
3Bernardel, Ernest Auguste. — Paris. Geb. 1828, † 1899 in Paris.
4Sohn von Seb. Phil. B. Seit 1859 Theilhaber der Firma seines Vaters, er verband sich später mit seinem Bruder zusammen mit E. Gand. Ein trefflicher Meister, dem ein gut Theil des Ruhms der Firma zuzuschreiben ist.
6Bernardel, Gustave Adolphe. — Paris. Geb. Paris 1832.
7Schüler seines Vaters Seb. Phil. B. Vielleicht der beste unter den jetzt lebenden französischen Geigenmachern. Seit 1860 Theilhaber der Firma seines Vaters, er verband sich 1866 mit Eug. Gand, mit dem er 26 Jahre in treuer Freundschaft die Firma Gand & Bernardel theilte. Seit 1892 ist Gustave B. alleiniger Inhaber des weltberühmten Geschäftes, das nun die Firma 'Gustave Bernardel, seul successeur de Gand & Bernardel' trägt. Begründer des Geschäftes war bekanntlich Lupot; seine Nachfolger waren Gand, Gand frères, Gand & Bernardel und jetzt Gustave B. Er befolgt die Traditionen Lupot's und baut treffliche Streichinstrumente und versuchte eine gelungene Reconstruction der Viola di Gamba, er macht alle Saiteninstrumente, die Harfe ausgenommen, und verwendete nur Oellack. Seit 1. Juli 1901 sind Albert Caressa und Henri Français seine Nachfolger.
9GUSTAVE BERNARDEL
10Luthier du Conservatoire de Musique
11Paris — 189—
13Bernardel, L. — Amsterdam. Geb. um 1805 in Mirecourt, † 1847.
14Bruder von A. Sebast. B., ein talentvoller Geigenmacher, dessen frühzeitiger Tod verhinderte, dass er zu grösserem Ruhm kam.
16Reparé par L. Bernardel
17Amsterdam 1844.
19Bernardel, Léon. — Paris. Geb. in Paris 22. Aug. 1853.
20Sohn von Ernest Aug. B. Nachdem er von 1869–1870 bei Just Derazey in Mirecourt gelernt hatte, kam er zu Gand et Bernardel frères nach Paris, bei denen er vom 1. Aug. 1870 bis 31. Juli 1898 — also 28 Jahre lang — blieb. Am 1. Oct. 1898 eröffnete er seine eigene Werkstatt und baut nach Stradivari,
22LÉON BERNARDEL, Luthier
2340bis Faubg Poissonnière
24Paris 1899

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