Scan 72
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Lupot und Gand und verwendet nur Oellack. 1900 erhielt er das Diplom eines Officiers der Akademie und auf der Weltausstellung eine Broncemedaille. Seine Geigen sind gut und werden von Musikern sehr geschätzt, so ist er u. A. Lieferant des Lamoureux'schen Concerts etc.
3Bernardelle, Roussel. — Paris. 1837.
4Baute nach Stradivarius, seine Arbeit ist nicht schlecht, kommt aber nur selten vor.
6Bernardus. — Udine.
7Ein englischer Händler bietet eine Geige mit diesem Namen, der wohl nur zur Hälfte gelesen ist, an.
9Berner, Samuel. — Brixen. 1754.
10Gute Arbeit. Ein Violoncello von ihm wurde 1890 von Heberle in Nürnberg versteigert. Eine Viola und ein Cello von ihm besitzt Kaufmann Fallmereyer (Eisenhandlung) in Brixen.
12Bernhard, August. — Fleissen. 1884. 1895.
13Einer der besseren Geigenmacher seines Heimathsorts. der auch als guter Lehrer geschätzt war.
15Bernhard, Carl. — Stadthagen. Geb. 22. Nov. 1857.
16Ursprünglich Musiker, brachte ihn der Wunsch, den Ton seiner Streichinstrumente zu verbessern, schon frühzeitig auf den Gedanken, den Geigenbau zu studiren. Meister Weber in Möllenbeck bei Rinteln war der erste, der ihm einige Anleitungen gab. Als Sohn eines Tischlers mit der Holzbearbeitung gut vertraut, versuchte er zunächst, ein Violoncell zu bauen. Der Erfolg spornete ihn zu weiterem eifrigen Studium an, und Weber gab ihm ausser praktischer Anleitung auch Bagatella's Schrift und ähnliche Bücher. Er machte jetzt rasche Fortschritte und baute 1885 seine erste neue Geige. Hierauf ging er noch nach Markneukirchen, um seine Ausbildung abzuschliessen. Wenn er dort auch nicht Alles fand, was er hauptsächlich suchte, so nutzte er doch jede Gelegenheit, die Werke alter Meister kennen zu lernen, mit Eifer aus. Er hat bis jetzt 178 neue Violinen, 31 Violen, 17 Violoncelli und 58 Bässe gebaut. Er ahmt vorzugsweise das Stainermodell nach, wobei er die Schallkreise elliptisch anordnet, da sonst bei der schnell abfallenden Wölbung die gerade laufenden Fasern des Holzes nach seiner Ansicht zu kurz abgeschnitten würden. Bei flacher Wölbung nimmt er die Schallkreise dagegen rund, wie Bagatella dies vorschreibt. Seine Arbeit ist sorgfältig, der Ton voll und weich; auch als Reparateur wird er geschätzt und erhielt durch Professor Sahle die Arbeiten für die Bückeburger Hofkapelle übertragen.
18Carl Bernhard
19Geigenmacher
20Stadthagen Ao. 19..
22Bernhard, Johann Georg. — Mark-Biberbach. 1743.
23Schwäbischer Geigenmacher, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts lebte und sehr mittelmässig arbeitete. Sein Holz ist unschön, zur unrechten Zeit geschlagen, daher jetzt sehr wurmstichig, der Lack schlecht und dementsprechend der Ton armselig. Im Modell ahmt er die Tyroler Schule nach.
25Johann Georg Bernhard / Lauten- und Geigenmacher in Mark-Biberbach. Anno 1743.
27Berro, Ambrosius. — ? 1766.
28Nach einer Mittheilung des Propstes von St. Florian in Ob.-Oesterreich befindet sich im Besitze des Stiftes eine gute Viola mit dem räthselhaften (vielleicht schlecht gelesenen) Zettel:
30Ambrosius Berro zu Barris 1766
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- Bernardelle, Roussel
- Berner, Samuel
- Bernhard, August
- Bernhard, Carl
- Bernhard, Johann Georg
- Berro, Ambrosius
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