Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 748

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

29 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 724. See the scan on archive.org.

1Zesserini soll der Name eines am Anfang des XIX. Jahrh. geschätzten italienischen Geigenmachers gewesen sein, bei dem u. A. auch Lorenz Küntzel gelernt haben will.
3Zettler, wird in Schubert’s Lexikon als tüchtiger Geigenmacher hervorgehoben, doch gelang es mir nicht einmal, seinen Wohnort ausfindig zu machen.
5Zeyden, Willem van der, ein vlämischer Geigenmacher, der nach Amati arbeitete.
7Zharski, Ignatz. — Lemberg 1847.
8Ist mir nur durch einen Rep. Zettel bekannt geworden.
10Zianni, Pietro. — Bologna. 1750.
11Er hatte ein schmales und flaches Patron, verarbeitete gutes Holz, war aber kein grosser Künstler.
13Zieliński, Polikarp. — Warschau. 1850.
14Der Arbeit nach könnte er ein Schüler Kanigowski’s gewesen sein.
16Zillioli, Domenico. — Parma. 1792.
17Es giebt einige gute Geigen mit diesem Namen, den auch Valdrighi (4478) aufzählt.
19Zimbelmann, Filippo. — Florenz. 1661.
20Ein Deutscher, der, wie zu seiner Zeit Viele, in Italien als Geigen- und Lautenmacher ansässig war.
22Zimmer, Albin Oskar, geb. 17. Mai 1870, arbeitet als Geigenmacher in Markneukirchen.
24Zimmer, Karl. — Erlbach i./S. Geb. 1848, † 1882.
25Ein talentvoller Geigenmacher, der als Gehilfe in den ersten deutschen Werkstätten gearbeitet hat. Da er nur wenige Jahre selbstständig war und jung starb, hat er nicht sehr viel Geigen gemacht; die wenigen, die seinen Namen tragen, werden jedoch sowohl wegen ihrer Arbeit als wegen ihres Tons geschätzt.
27Zimmer, K. Otto. — Budapest. Geb. 20. Déc. 1865 in Erlbach i./S.
28Schüler seines Bruders Karl Z. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er zunächst nach Dresden, wo er bei Jühling und Weichold arbeitete, später nach Leipzig und Ostpreussen, von wo er 1892 nach Budapest gerufen wurde. Schon in Dresden machte er 1887 selbstständig einige Geigen, die von Kennern gelobt wurden, so dass er nichts unversucht liess, was ihm die Möglichkeit gewährte, seine Fähigkeiten besser zu entwickeln. Im Jahre 1896 eröffnete er in Budapest seine eigene Werkstatt und macht, zumeist nach Stradivari, sowohl Geigen als Violoncelli. Besondere Sorgfalt verwendet er auf die Ausarbeitung seiner Instrumente, die er mit einem von ihm selbst hergestellten Bernstein-Oellack in Roth, Gelb oder Braun lackirt, der sich bewährt hat. Er hat auf der Millenniums-Ausstellung in Budapest schon als Gehilfe einen ersten Preis, auf der Pariser Welt-Ausstellung 1900 die silberne Medaille erhalten.

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