Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 100

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

37 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 96. See the scan on archive.org.

1De Andrade, Francisco G., lebt als Saiteninstrumentenmacher in Rio de Janeiro
2Dearlove, Mark. — Leeds. 1812. 1820
3Wenig hervorragender Geigenmacher, dessen Arbeiten höchstens als Schülergeigen gelten können.
4Dearlove, Mark William. — Leeds. Geb. um 1800, † nach 1864
5Sohn und Schüler von Mark D. Er verstand es, das väterliche Geschäft in die Höhe zu bringen, und beschäftigte viele, später angesehene Geigenmacher, so Absam, Gough und auch John Fryer, mit dem er sich um 1828 verband. — Seine Violoncelli sind recht gut.
6Geigenzettel: Dearlove and Fryer / Musical Instrument Manufacturers / Boar Lane Leeds 1828 (gedruckt).
7Deblaye, Albert Joseph. — Mirecourt. Geb. 1874 in Bonzemont
8Er fand seine Ausbildung in Mirecourt, wo er sich dauernd niederließ, als er sich im Jahre 1900 selbständig machte. Seine Arbeit ist gut; er verwendet eine Brandmarke mit seinem Namen.
9De Blosy, Nicolaus. — Neapel. 1793
10Wenn er nicht zu der Familie de Blasio gehört, war er vermutlich ein belgischer oder französischer Lautenmacher, der sich in Neapel niederließ und sich der dortigen Schule anschloß. Eine neapolitanische Gitarre von ihm aus der Sammlung Snoeck besitzt die staatliche Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.
11Geigenzettel: Nicolaus De Blosy fecit Napoli / in rua Catalana al nº 13. A. D. 1793 (gedruckt). one of two readings
12Geigenzettel: Nicolaus De Blosy fecit Napoli / in rua Catalana al no 13. A. D. 1793 (gedruckt). one of two readings
13Debruyn, J. B., lebte im 19. Jahrhundert in Brüssel
14Decaniis, Nunzio. — Florenz. 1789
15Ein reisender Gaukler, der sich Professor der »Mechanik und Optik« nannte, und bei seinen Kunststückchen auch Geigen ruinierte. Vgl. de Piccolellis, S. 26ff.
16Decante, Jacques. — Jenzat. Geb. 14. Jan. 1798 oder 1801, † 5. Nov. 1884
17Er begründete 1820 die von seinem Schwiegersohn Cailhe-Decante noch heute fortgeführte Fabrik und baute gute Leiern im Stile Pajots.
18Dechler s. Tecchler
19Deckert, Beatus Friedrich Christian. — Großbreitenbach. Geb. 17. Okt. 1817, † 9. Juli 1882
20Sohn und Schüler von Georg Nik. D. Er machte, wie sein Vater, Instrumente aller Art, kam ihm aber nicht gleich.
21Deckert, Georg Nikolaus. Großbreitenbach. Geb. 26. Febr. 1772, † 7. Juni 1844
22Ein vielseitiger Instrumentenmacher, der anfangs Geigen, dann Gitarren und zuletzt Klaviere baute. Er erfreute sich eines gewissen Rufs, so daß ihn sowohl de Piccolellis als auch Fétis erwähnen. Seine Klaviere waren sehr billig und dabei gut. Seine erste Frau war eine geb. Schüller, seine zweite eine geborene Meiselbach. Er hatte sechs Töchter und einen Sohn, dieser wurde sein Nachfolger.
23De Clerq, Ch. — Oudenaarde. 1860. 1882
24Ein Bürstenmacher, der aus Liebhaberei auch Geigen gebaut hat, die nicht schlecht sind.
25Décol, Jean-Dominique. — Mirecourt. 1772
26Bisher nur urkundlich nachgewiesen.
27Decombe. — Paris. 1789. 1800
28Er erwarb um 1789 das von der Witwe fortgeführte Geschäft Salomons, in dem er vielleicht vorher schon als Werkführer tätig war. Er verlegte die Werkstatt und den Laden nach dem Quai de l’École Nr. 14 und im Jahre VII an die Ecke der École de Médecine. Er führte nunmehr das Schild: »A l’accord parfait«. Ob er je Geigen selbst gebaut hat, steht nicht fest, doch betrieb er einen ausgedehnten Musikalien- und Instrumentenhandel. — Nicht zu verwechseln mit De Comble.
29De Comble, Ambroise. — Tournay. 1740. 1785
30Einer der berühmtesten vlämischen Geigenbauer, der einer alten Musikerfamilie entstammte1). Er war jedenfalls auch selbst Musiker und ist als solcher in seiner Jugend als Stipendiat möglicherweise nach Italien gekommen. Daß er aber ein Schüler von Stradivari gewesen sei, wie Fétis (der den Namen irrig De Combre schreibt), behauptet, dagegen spricht sowohl die Arbeit De Combles, als auch die Zeit, in der er nachweisbar gelebt hat. Immerhin baute er nach italienischen Vorbildern, aber er war sorglos in der Wahl des Holzes, vernachlässigte alle Nebensachen und war unsauber in der Arbeit; dagegen war sein Lack meist gut. Er gab der Decke gerne einen gelben und dem Boden und den Zargen einen roten Lack. Sein Patron ist eher groß als klein, die Wölbung flach, der Rand dick und die Einlage ungewöhnlich dünn. Der Ton ist fast immer voll und gut. Im Selhofschen Auktionsverzeichnis(Haag 1759) werden Geigen und Violoncelli von ihm aufgezählt; ein Violoncell aus der Snoeckschen Sammlung (Nr. 587) befindet sich in Berlin. Ein Streichquartett von ihm besaß der Prinz Caraman-Chimay.
31Geigenzettel: Abb. 170.
32Deconetti (Deconet), Giov. Battista. — Venedig. 1720. 1742
33Der Name wird gewöhnlich Deconet geschrieben. Vielleicht war er der Vater des bekannteren Michele Deconet.
34Er wendet ähnliche Formen wie Nic. Amati an; nur zieht er eine höhere Wölbung vor.
35Geigenzettel: Gio. Bapt. Deconet fecit Venezia 17 . . (gedruckt).
361) Schon 1505 kommt ein Pieter de Comble als Trompeter vor.

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