Scan 102
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
55 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 98. See the scan on archive.org.
1Delaine, Jean. — Mirecourt. 1789
2Wird als Bogenmacher erwähnt.
4De L’Air (Marquis) s. Charles II. Claudot
5De La Mothe (Motte), Jacques. — Paris. 1606
6Ein Lauten- und Geigenmacher, der auch unter seinen Landsleuten und Zeitgenossen nur einen dritten Rang einnimmt.
8De La Noue, Matthieu (gen. Mathelin). — Lyon. 1523—1555
9Er war Instrumentenmacher und »Fleustier« und hat wohl nur Holzblasinstrumente gemacht.
11Delanoy, Alexandre. — Bordeaux. Geb. 15. Mai 1850 in Mirecourt
12Schüler von Buthod, arbeitete drei Jahre lang bei Vuillaume und wurde 1880 Nicolas Vaillants Nachfolger in Bordeaux. Er baut nach den Traditionen von J. B. Vuillaumes Werkstatt, den er als seinen eigentlichen Lehrer ansieht, kopiert ein Stradivari-Modell und verwendet Vuillaumeschen Öllack. Seine Arbeit zeichnet sich durch Genauigkeit und künstlerische Durchführung aus, weshalb er auch mehrere goldene Medaillen erhielt. Er ist ein erfahrener Kenner alter Instrumente, mit denen er Handel treibt. Er erfand auch eine den Bedürfnissen der Kolonien entsprechende Geige.
13Geigenzettel: A. Delanoy / Bordeaux / Médailles d’or. 18 . (gedruckt). — A. Delanoy / Elève de J. B. Vuillaume. / Médailles d’or. / Bordeaux 1891 (gedruckt).
15De Lannoy, H. J. — Lille. 1740. 1775
16Er wohnte 1747 Petite Place, au-dessus des Halles und seit 1752 »Dessus les ponts de Comines«. Seine Arbeit ist sehr gut, das Holz schön, der Lack gelb.
17Geigenzettel: H. J. de Lannoy, sur la petite place / au dessus des halles, à Lille 1747 (gedruckt) und Abb. 151.
19De Lannoy, L. — Lille. 1828. 1835
20Wahrscheinlich ein Sohn von H. J. De L. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Ausbessern alter Geigen usw.
21Geigenzettel: Réparé par L Delannoy / à Lille en 1835 (gedruckt).
23Delannoy (De Lannoy), Henri-Joseph. — Brüssel. 1778. 1791
24Wahrscheinlich der Enkel von J. de Lannoy. Seine Geigen und Bratschen werden gelobt. C. Mougenot besitzt ein Alto von ihm aus dem Jahre 1778.
25Geigenzettel: Henricus Josephus de Lannoy / Bruxellensis anno 1778 (gedruckt).
27Delannoy (Delanoix), F. J. »le fils«. — Brüssel. 1760. 1783
28Der Sohn von J. D. und wahrscheinlich Schwiegersohn von Lefèbre. Er war Hoflautenmacher. De Croes schreibt 1783 von ihm, als er ihn als Nachfolger von Michiels vorschlägt: … »seul et unique bon ouvrier dans ce genre d’ouvrages que je connaisse …« Seine Geigen sind gut gearbeitet. Eine sechssaitige Laute von ihm aus der Sammlung Snoeck befindet sich in Berlin.
30Delannoy (De Lannoy), J. — Brüssel. 1744. 1745
31Wahrscheinlich der Stammvater der Brüsseler Familie seines Namens. Er wohnte in der Bourgendaele und baute hübsche Gamben, Violoncelli und Alti.
33Delanoe, Pierre Jean. — Paris (?). 1754
34Er wird nur selten erwähnt und scheint nicht viele Geigen angefertigt zu haben.
36Delany, John. — Dublin. 1808
37Er ahmte zwar die Italiener recht gut nach, doch scheint er ein allzu starkes Selbstbewußtsein gehabt zu haben, denn nach seinem Zettel baute er seine Geigen, um sein Andenken in künftigen Zeiten zu erhalten. In unseren Tagen hätte er sie wohl »ein Dokument irischer Kunst« genannt.
38Geigenzettel: Made by John Delany / No 17 Britain Street / Dublin 1808 (gedruckt). — Made by John Delany / In order to perpetuate his memory in future ages/ Dublin 1808 / Liberty to all the world / black and white (gedruckt).
40Delarche. — Rouen. 1912
41Wenig bekannt.
43Delau (Deleau), Lucien. — Rouen. 1836. 1858
44Er ist nur als Nachfolger Charottes bekannt, dessen Geschäft er in der Rue Beauvoisine Nr. 36 mit Pierre-Napoleon Jeandel und nach 1848 allein fortführte, und hat sich auf das Ausbessern alter Instrumente beschränkt. Nach seinem Tode wurde sein Sohn, der jedoch kein Geigenbauer ist, sein Geschäftsnachfolger.
46Delaunay. — Paris. 1775
47Nach einer hübschen Vielle, die das Pariser Konservatorium (Nr. 213) von ihm besitzt, zu urteilen, war er ein geschickter Meister.
49Delepierre, Jules. — Paris. 1895. 1898
50Er war nicht ungeschickt. Seine Werkstatt übernahm 1898 Léon Leroy.
52Deleplanque, Gérard J. — Lille. 1760. 1790
53Ein sehr geschickter Lauten- und Geigenmacher. Er wohnte erst Marché aux poulets, près le Marché aux poissons, seit 1768 in der Grande Chaussée au coin de celle des Dominicains und gegen 1790 Place de Ribour, près l’Hôtel de Ville. Er war sorgfältig in der Arbeit und fleißig, so daß seine Werke ziemlich häufig vorkommen, freilich häufiger Pandoren, Lauten und Zithern, als Geigen. Verschiedene Instrumente von ihm befinden sich in den Sammlungen der Konservatorien in Paris und Brüssel, sowie bei Snoeck, bei Heuckart und bei W. Heyer in Köln. Das Holz ist meist sehr schön, der Lack rötlichgelb. Er gebrauchte verschiedene Zettel und führte erst in seinen letzten das Schild »Au violon de Crémone« an.
54Geigenzettel: Gérard Deleplanque, luthier, / à Lille (geschrieben) und Abb. 172.
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