Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 109

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 105. See the scan on archive.org.

1Dietz, Christian. — Emmerich. Geb. 1801
2Sohn des Johann Christian D. Ein wenig hervorgetretener Geigenmacher, den übrigens auch Valdrighi (855) erwähnt.
4Dietz, Johann Christian. — Darmstadt. 1800. 1805
5Es ist fraglich, ob er je eine Geige gemacht hat, dagegen kommen Gitarren und Harfen von ihm öfters vor. Bekannt ist er nur durch seine Erfindungen, das »Melodion«, eine Klavierharfe, und das »Trochleon«.
7Dietzel, Hermann Theodor. — Markneukirchen. Berlin
8Geboren 1866 in Markneukirchen, Schüler von Ernst Gläsel, ging nach beendetem Lehrzeit 1884 nach Breslau zu Liebich und machte sich 1888 in seiner Vaterstadt selbständig, verlegte von 1892—1897 sein Geschäft nach Berlin, kehrte dann aber nach Markneukirchen zurück, wo er sich außer mit dem Neubau (Stradivari-Modell) auch mit der Reparatur, sowie einem Handel mit alten Streichinstrumenten beschäftigte. Im Jahre 1900 siedelte er dann wieder nach Berlin über. Er verwendet sowohl Spiritus- als Öllack.
10Dieulafait. — Paris. 1720
11Im Museum des Par. Cons. (Nr. 172) befindet sich eine schöne Baßviola, von ihm repariert. Valdrighi fragt, ob dieser Name nicht vielleicht fingiert sei, was ich jedoch nicht annehmen möchte.
13Dillenz, Fridolin. — Ulm a. D. Geb. 6. März 1853 in Fischbach b. Biberach
14Er trat im Jahre 1867 als Schüler bei Anton Sprenger ein und siedelte 1873 mit ihm nach Stuttgart über. Nachdem er sieben Jahre lang bei seinem ersten Lehrmeister gearbeitet hatte, kam er zu Lorenz Kriner und machte sich nach Beendigung seiner Militärzeit im Jahre 1878 in Ulm selbständig. Er ist ein sehr tüchtiger, kenntnisreicher Geigenmacher, baut nach Stradivari und verwendet einen rötlichgelben feurigen Lack. Vielseitige Anerkennung findet er auch für seine trefflichen Wiederherstellungsarbeiten.
15Geigenzettel: Fridolin Dillenz, Geigenmacher / in Ulm. anno 18 . . (gedruckt). — Fridolin Dillenz / Geigenmacher in Ulm a. D. 19 (gedruckt).
17Dinacci, Antonio. — Neapel. 19. Jahrhundert
18Er baute Mandolinen, Lauten und Gitarren und wird von Valdrighi (860) aufgezählt.
20Dinelli, Carlo. — Fanano. 1887
21Ich kenne nur Violoncelli von handwerksmäßiger, roher Arbeit von ihm.
23Dini, Giovanni Battista. — Lucignano. 1700. 1707
24Ein noch wenig bekannter, aber ungewöhnlich geschickter Meister, von dem Jul. Heinr. Zimmermann in Leipzig eine prachtvolle, 14saitige Viola d’amore vom Jahre 1700 besitzt. Die Umrißlinien sind reizvoll geschweift, die Decke schön gewölbt, der Boden flach und alles hübsch eingelegt. Die Schalllöcher in Schlangenlinien sind zweiteilig, unter dem Griffbrett befindet sich eine prachtvolle Rosette, der reich verzierte Wirbelkasten endigt mit einem anmutigen Engelsköpfchen. Der Ton ist von großem Wohllaut, und auch der hellgelbe, feurige Lack ist bemerkenswert. In W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln befindet sich ein guter Kontrabaß mit auffällig hochgewölbtem Boden aus dem Jahre 1707 von ihm.
25Geigenzettel: Gio. Ba Dini Fece 1700 / in Lucignano (gedruckt).
27Dinis, Felis Antonio. — Lissabon. 1807
28Mittelmäßiger portugiesischer Geigenmacher, von dem sich eine Violine in der Sammlung A. Keil in Lissabon befindet.
30Dinumerabo, Johannes. — Padua. 1661
31Ein Lautenmacher, dessen sonderbaren Namen Valdrighi (9130) mitteilt.
33Dionelli, Gaetano. — Mantua. 1865. 1869
34Wenig hervorragender Geigenmacher des 19. Jahrhunderts; am besten waren noch seine Violoncelli.
36Dionigi, Alessandro. — Syrakus. 18. Jahrh.
37Ein sizilianischer Lautenmacher, der sich auch als Geigenmacher versuchte, ohne etwas Bemerkenswertes zu leisten.
38Geigenzettel: Alessandro Dionigi di Siracusa / 17 . . (gedruckt).
40Diotallevi, Michelangelo. — Rimini. 1820
41Es soll einige Geigen geben, die diesen — wahrscheinlich falsch gelesenen — Namen tragen.
43Dischka (Dížka). — Fünfkirchen. 1895
44Er wird als Geigenmacher bezeichnet, scheint aber nur Händler und Reparateur gewesen zu sein.
46Diter, Justin. — Marseille. Geb. 16. Febr. 1866 in Mirecourt
47Er lernte bei Bailly, betrachtet sich aber als Schüler von Paul Blanchard in Lyon. Im Jahre 1896 machte er sich in Lyon selbständig1) und verlegte seine Werkstatt am 1. April 1897 nach Marseille, wo er M. Richelmes Nachfolger wurde. Er baut nach Stradivari, Guarneri und Amati und ist als Reparateur geschätzt. Sein Lack (fetter Öllack) ist nach dem Rezept J. B. Vuillaume zusammengesetzt. Auf seinem Zettel ist u. a. das Wappen von Marseille angebracht.
48Geigenzettel: Abb. 181.
50Diter, Paul. — Marseille. Geb. in Mirecourt 27. Mai 1879
51Schüler von Bazin. Er verband sich mit seinem Bruder Justin und ist auch ein guter Bogenmacher. Die Brüder führen den gemeinsamen Zettel: J. & P. Diter, Luthiers / à Marseille l’an 1903 (gedruckt).
531) In Verbindung mit Résuche.

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