Scan 110
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Dittel, Friedrich August. — Hof. 1809
2Mittelmäßiger Geigenmacher, von dem ein Musiker in Eibelstadt eine Violine besitzt.
3Geigenzettel: Friedr. Aug. Dittel / Instr. und Lautenmacher in Hof. 1809 (geschrieben).
5Ditton. — London. 1700. 1720
6Man kennt von ihm bisher nichts als den Namen, der u. a. durch Sir J. Hawkins überliefert ist. Auch Sandys und Forster, Vidal usw. wissen nichts weiter anzugeben. In Thomas Brittons Sammlung war eine gute Violine von Ditton. Valdrighi führt ihn als einen aus Frankreich stammenden Harfenmacher an.
8Dittrich. — Glogau. 19. Jahrhundert
9Ein Militäranwärter, der sich mit Geigenreparaturen einen Nebenverdienst erwarb.
11Diverny, Jean. — Mirecourt. 1741
12Er wird sowohl als Geigen- wie als Bogenmacher bezeichnet.
14Dobriansky, L. — Odessa. 1901
15Ein Liebhaber, der Geigen nach einem eigenen Modell verfertigt und sich, laut seinen Zetteln, auch damit beschäftigt, bei fertigen Geigen den Ton nach einem von ihm erfundenen Verfahren zu »verbessern«. Es ist mir jedoch nicht gelungen, eine Arbeit von ihm kennen zu lernen.
17Dobrucki, Matthäus. — Krakau. † 1602
18Berühmter polnischer Geigen- und Lautenmacher. A. Grabowski1) erwähnt das 1602 aufgestellte Nachlaßinventar dieses Meisters, in dem es u. a. heißt: »Eine Kiste mit Formen für Bässe, in der zweiten Kiste Geigenholz, in der dritten fertige Geigenwirbel. Drei Schock Decken für Lauten, 11 Formen für Lauten, 6 Diskantformen, 3 Tenorformen, 3 Baßformen, 40 unfertige Geigen, 23 Tenorböden, 46 Böden für Diskantgeigen. Ein Werktisch zur Anfertigung von Geigen, 12 Ahornbretter für Geigen, 40 Lautenköpfe etc.«
20Dodd, Edward I. — London. Geb. 1705 in Sheffield, † 1810 zu London
21Er war gelernter Geigenmacher und verlegte sich, als einer der ersten in England, frühzeitig auf das Bogenmachen, worin er es jedoch noch nicht zu bemerkenswerter Geschicklichkeit brachte. Er ist der Begründer der berühmten Geigenmacherfamilie und starb im Alter von 105 Jahren. Er hatte drei Söhne, John, James und Thomas D.
23Dodd, Edward II. — London. † 29. April 1843
24Älterer Sohn von Thomas D. sen. Schüler von B. Fendt. Er wendete sich jedoch ganz dem Bau von Harfen und Klavieren zu. Er ertrank durch einen unglücklichen Zufall.
26Dodd, James (sen.). — London. 1835
27Zweiter Sohn von Edward D. und wie dieser Bogenmacher.
291) »Dawne zabyłki m. Krakowa« (Krakau 1850, S. 174).
31Dodd, James (jun.). — London. † nach 1851
32Sohn von James D. sen., gleichfalls ein guter Bogenmacher.
34Dodd, J. — London. 1851
35Er arbeitete wie E. Dodd und machte auch sehr gute Bogen.
37Dodd, John Kew (Sursey). — London. Geb. in Stirling 1752, † 4. Okt. 1839 zu Richmond
38Dieser ausgezeichnete Bogenmacher, der zuerst Büchsenschlosser und dann Goldwagenmacher war, steht in England in gleichem Ansehen wie Fr. Tourte in Frankreich. Seine Bogen sind ebenso gut wie die seines französischen Rivalen, wenn er auch ihre Eleganz nicht erreicht. Er war der älteste Sohn von Edward D. und Bruder von Thomas D. und wohnte New Street, Covent Garden. Seine Stangen haben vielleicht den einzigen Fehler, nicht immer lang genug zu sein. Trotzdem brachte er es im Leben nicht vorwärts; er war weder an regelmäßiges Leben, noch an regelmäßiges Arbeiten gewöhnt, und obwohl reiche Gönner ihm mehrfach unter die Arme griffen, kam er in seinen Vermögensverhältnissen immer mehr zurück und starb als 87jähriger Greis im Armenasyl (Workhouse) zu Richmond. Er hatte nie einen Schüler, da er seine Geheimnisse des Bogenmachens, vor allem das Zuschneiden der Stange, nicht verraten wollte; er soll sogar, wie behauptet wird, trotz seiner Armut ein Angebot von 1000 Pf. Sterling für die Preisgabe seines Geheimnisses abgelehnt haben. Seine Bogen sind heute noch sehr gesucht und werden gut bezahlt.
40Dodd, Thomas (sen.). — London. 1786. 1820
41Dritter Sohn von Edward D. War zuerst Brauer, dann 1786—1789 Bogenmacher, von 1798 Geigenmacher und -händler und zuletzt noch Harfen- und Klavierbauer. Seinen Ruhm als Geigenmacher verdankt er hauptsächlich seinen Gehilfen Bernhard Fendt und John Lott; er verstand sich aber außerordentlich gut auf das Lackieren, das er als sein Geheimnis behandelte. Er war außerdem ein gewiefter Kenner italienischer Instrumente. Seine Geigen und Violoncelli werden jetzt sehr anständig bezahlt. Eine im Jahre 1820 gebaute Violine von ihm besitzt J. T. Chapman.
43Geigenzettel: Dodd, Maker, 92 St. Martins Lane / Perfect copies of Stradiuarius, Amati, Stainer, etc. / Note: — The only possessor of the recipe for preparing the original Cremona oil varnish. / Instruments improved and repaired (gedruckt) und Abb. 158.
45Dodd, Thomas (jun.). — London
46Jüngerer Sohn von Th. D. sen. † Anfang des 19. Jahrhunderts. Schüler von Bernh. Fendt und Lott. Er war geschickt, starb aber so jung, daß er nicht ausreifen konnte.
48Dodi, Giovanni. — Modena. Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
49Seine Violen und Kontrabässe sollen recht gut sein. Ein Baß aus Valdrighis Besitz befindet sich jetzt im Museo Civico in Modena.
Makers on this page
- Dittel, Friedrich August
- Diverny, Jean
- Dobriansky, L.
- Dobrucki, Matthäus
- Dodd, Edward I.
- Dodd, John Kew (Sursey)
- Dodd, Thomas (sen.)
- Dodd, Thomas (jun.)
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