Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 111

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

55 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 107. See the scan on archive.org.

1Dodi. — Modena. Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
2Ein Sohn oder Bruder von Giov. Dodi. Soll gleichfalls als Geigenmacher gelebt haben.
4Dods (Dodds), Edward. — Edinburgh. 1889. 1902
5Seine Geigen sind nicht hervorragend; auch sein Lack ist nicht besonders, obwohl er behauptet, der einzige Geigenbauer zu sein, der wirklich den Cremoneser Lack wiedergefunden habe.
7Dölling, August. — Markneukirchen, Erfurt.
8Geb. 30. Juni 1859 in Markneukirchen
9Er lernte von 1873—1877 bei Ernst Hums und arbeitete dann durch vier Jahre als Gehilfe bei Ernst Gläsel in seiner Vaterstadt, dann bei Louis Noebe in Homburg v. d. H. Im Jahre 1885 machte er sich in Markneukirchen selbständig und verlegte 1910 seine Werkstatt nach Erfurt, wo er jetzt mit gutem Erfolg tätig ist. Er baut nach den alten Meistern, verwendet Öllack und ist ein vielbeschäftigter Reparateur.
10Geigenzettel: August Dölling, Geigenbauer / Erfurt. 19 . . (gedruckt).
12Dölling, Georg Louis. — Markneukirchen.
13Geb. 15. Dez. 1860, † 15. Sept. 1917
14Schüler von Karl Gustav Otto. Von 1877—1878 arbeitete er in Leipzig, 1878—1884 in Breslau, worauf er sich in seinem Geburtsort niederließ. Er kopiert Stradivari, Amati u. a. und gebraucht Spirituslack.
15Geigenzettel: Louis Dölling jun. / Markneukirchen i.S. Anno 18 (gedruckt).
17Dölling. — Markneukirchen
18Heinrich August D., geb. 30. Juni 1859 (jetzt in Erfurt, s. oben.)
19Heinrich Gustav D., geb. 29. Juli 1854, † 25. Juni 1889
20Hermann Moritz D. (sen.), geb. 6. Juni 1839
21Hermann D. (jun.), geb. 24. Okt. 1862
22Sämtlich als Geigenmacher tätig. Max D. gründete 1893 sein Geschäft und Robert D. ist in Adorf als Geigenmacher ansässig.
24Dölling, Hermann. — Markneukirchen
25Geigenfirma der Gegenwart.
27Döpfer s. Dopfer
29Dörffel
30Eine weitverzweigte Geigenmacherfamilie des Vogtlandes, die aus dem Böhmischen eingewandert ist. Die Schreibart des Namens schwankt zwischen Dörffel, Dörfel, Dürfel und Dörffler. Die bevorzugte Schreibart, die die Familie auch heute beibehalten hat, ist jedoch Dörffel.
32Dörffel, Adolph Louis. — Markneukirchen.
33Geb. 24. Okt. 1852
34Geigenmacher, der für den Handel arbeitet.
36Dörffel (Dörfler), (Carl) Gottlieb. — Klingenthal. 1750. 1792
37Erscheint zuerst 1750 in den Innungsbüchern und war 1792 Obermeister der Innung.
39Dörffel (Dörffler), Christian Friedrich. — Klingenthal. 1704. 1749
40Er wurde am 29. Februar 1704 von der (M.)Neukirchener Geigenmacherzunft als Meister aufgenommen und scheint mindestens seit 1717 in Klingenthal ansässig gewesen zu sein.
41Geigenzettel: Christian Friedrich Doerffler / in Klingenthal, Ao. 1749 (gedruckt).
43Dörffel (Dörffler), Christian Gottlieb. — Klingenthal. 1779
44Er scheint seine Geigen sehr selten bezeichnet zu haben, so daß er eigentlich nur aus den Innungslisten als Meister bekannt ist.
46Dörffel (Dorffler), Christoph Heinrich. — Klingenthal. 1716
47Er wird schon 1716 als Geselle bezeichnet und soll dann ausgewandert sein.
49Dörffel (Dörffel), Friedrich Wilhelm. — Klingenthal. † 8. Jan. 1893
50Er war an und für sich nicht ungeschickt, hat aber nur billige Ware hergestellt.
52Dörffel (Dörffler), Johann (Hans) Andreas. — Klingenthal. 1717. 1757
53Er kommt bereits 1717 als Meister vor und soll 1772 noch gelebt haben. Einer der besten Klingenthaler Geigenmacher, dessen Arbeiten heute noch in vielen Sammlungen zu finden sind. Eine elfspänige Theorbe von 1736 besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 719), eine Altviola aus der Boersschen Sammlung das Rijksmuseum in Amsterdam (aus dem Jahre 1754), eine Viola von 1742 und eine Viola d’amore von 1755 das Musikhistorische Museum W. Heyers in Köln, eine zwölfsaitige Viola d’amore die Sammlung Snoeck. Diese Arbeiten zeigen meist ein mittleres Patron, gelben Lack, flachen Boden und Schnecken (seltener Köpfchen). Der 1794 guillotinierte Kriegskommissar Saint Laurent besaß nach Brunis Inventaire eine Violine von ihm. Eine hellgelbe »Viola ass« von ihm vom Jahre 1728 besaß nach dem Inventar von 1773 die ehemalige Köthener Hofkapelle.
54Geigenzettel: Johann Andreas Dörffel violin und / Lautenmacher in Klingenthal 1755 (gedruckt) und Abb. 155.

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