Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 112

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 108. See the scan on archive.org.

1Doerffel (Dürfel, Dörffell), Joh. Andr. — Altenburg. 1792
2Otto sagt von ihm, daß er weniger Sorgfalt auf das Äußere verwendete, aber doch recht gute Instrumente baute und seinerzeit als einer der besten Baßmacher galt, was auch de Piccolellis wiederholt. Valdrighi gibt dagegen seinen Arbeiten das Prädikat: »ordinarissimo«. Daß ein Dürfel oder Dürfel je in Altenburg ansässig war, ließ sich leider aktenmäßig nicht feststellen. Er soll um 1793 in Untersachsenberg gearbeitet haben und dürfte identisch sein mit Hans Andreas D. in Klingenthal, der sich nur vorübergehend in Altenburg aufgehalten hat.
4Dörffel (Dörffler), Johann Friedrich. — Klingenthal. 1680. † vor 1701
5Er stammte aus Klingenthal und ward am 28. November 1680 als Mitmeister in Markneukirchen in die Zunft aufgenommen. Daß er vor 1701 gestorben ist, geht daraus hervor, daß in diesem Jahre seine Witwe eine zweite Ehe mit Joh. Dengel (Tängel) einging.
7Dörffel (Dörffler), Joh. Friedrich. — (Mark)-Neukirchen. 1704
8Man weiß nur, daß er »eines Meisters Sohn« war und als Geigenmacher der Innung angehörte. Er war wahrscheinlich ein Sohn des gleichnamigen, vor 1701 verstorbenen Meisters.
10Dörffel (Dörffler), Johann Friedrich. — Klingenthal. 1736. 1749
11Er war seit 1736 als Geigenmacher Innungsmeister und vielleicht ein Sohn des Neukirchener Meisters, der 1704 vorkommt.
13Dörffel (Dörffler), Johann (Hans) Georg I. — Schöneck, (Mark)Neukirchen, Klingenthal. 1678. 1716
14Er kam als Exulant aus Graslitz und wurde am 25. Juli 1678 in Neukirchen in die Zunft aufgenommen. Er wohnte erst in Schöneck und kommt seit 1697 bis 1716 in Klingenthal als Geigenmacher vor.
16Dörffel (Dörffler), Johann (Hans) Georg II. — (Mark)Neukirchen. 1697
17Sohn und Schüler von Sebastian D. In Ansehung des Notstandes seiner verwitweten Mutter wurde er auf Antrag seines Vormundes Caspar Hopf nach kurzer Gesellenzeit schon am 25. Juli 1697 als Mitmeister in die Zunft aufgenommen. Zum Unterschied von seinem gleichnamigen jüngeren Bruder nannte er sich gewöhnlich Hans Georg D.
19Dörffel (Dörffler), Johann Georg III. — Klingenthal. 1710
20Sohn von Sebastian D. Nachdem er als Geselle sein Wanderjahr abgedient hatte, wurde er am 8. Dezember 1710 als Meister in die Neukirchener Zunft aufgenommen.
22Dörffel (Dörfel), Johann Gottfried. — Klingenthal. 1754. 1765
23Er galt als tüchtiger Meister und soll auch als Händler von einiger Bedeutung gewesen sein. Auf seinen Zetteln findet sich nur sein Name angegeben.
25Dörffel (Dörfler), Michael. — Graslitz. 1667
26Nach unglaubwürdigen Angaben hat er in Deutschland das Geigenmachen gelernt. Ihm wird die Begründung der Musikindustrie in Graslitz zugeschrieben, in der er seine Brüder und Söhne unterrichtete.
28Dörffel (Dörffler), Sebastian. — Klingenthal, (Mark)Neukirchen. 1688. † um 1697
29Seit 20. März 1688 als Meister von der Geigenmacherzunft in Neukirchen aufgenommen, Bruder von Johann Georg D. und seiner Angabe nach auch dessen Schüler. Er scheint zwei Söhne gehabt zu haben, die beide Johann Georg hießen, der ältere wird allerdings gewöhnlich Hans Georg genannt, oder es hat zwei Sebastian D. gegeben, wofür allerdings jeder Beweis fehlt.
31Döring, Christoph. — Kassel. 1676. 1677
32Vielleicht der Sohn von Hans D. In Kassel selbst ist er heute vergessen und urkundlich nicht nachzuweisen. Eine gute Viola da Gamba von ihm besitzt das Musikhistorische Museum W. Heyers in Köln.
33Geigenzettel: Christoph Döring / Lauthen und Violenmacher / in Cassel / Anno 1676. 7. c. (gedruckt).
35Döring, Hans. — Kassel. 1633
36Er stammte aus Helsa und wurde im Jahre 1633 als Bürger in Kassel aufgenommen und dabei ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet.
38Döring, Wilhelm. — Kassel. 1765
39Wahrscheinlich ein Enkel von Christoph D. Es liegt nahe, zu vermuten, daß auch der Vater Geigenmacher war. Leider aber ist es nicht gelungen, in Kassel irgend etwas über die Familie zu erfahren. Archivalien und gedruckte Bücher sind vergebens durchforscht worden. Eine Tenorviola da Gamba von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
40Geigenzettel: Wilhelm Döring me fecit / Cassellis. Anno 1765 (gedruckt).
42Dötsch, Michael. — Berlin-Wilmersdorf. Geb. 22. Okt. 1874 in Neuenbrand bei Asch (Böhmen)
43Er machte seine erste Lehrzeit bei Michael Kohlbacher in Schönbach durch, ging dann in die Fremde, arbeitete 20 Jahre lang als Gehilfe bei den ersten Meistern, überall seine Kenntnisse bereichernd, und war zuletzt fünf Jahre bei Erich Lachmann tätig. Er verwendete sein Hauptaugenmerk auf das Studium der alten Meister, deren Arbeitsweise er sich zu eigen machte und deren Lackierung er in mustergültiger Weise nachzuahmen versteht. Im Jahre 1914 machte er sich selbständig und arbeitet mit Vorliebe nach Stradivari, G. B. Guadagnini und Nicolaus Gagliano. Da er nur das beste alte Holz verwendet, jedes Stück an seinen

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