Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 117

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 113. See the scan on archive.org.

1Düren, Hermann. — Bonn. 1850
2Er galt als tüchtiger Reparateur, Arbeiten von ihm habe ich nicht kennen gelernt.
4Düren, Wilhelm. — Köln, Bonn. 1870. † nach 1891
5Sohn von Hermann D. Um 1875 siedelte er nach Bonn über, wo er sich zuletzt hauptsächlich auf den Handel verlegte. Seine letzte Arbeit, eine sehr gute Violine aus dem Jahre 1891, besitzt sein Sohn. Sehr ungleich in seiner Arbeit. Er machte sehr viele neue Streichinstrumente, von denen einzelne schön und gut sind, während viele wieder geradezu häßlich genannt werden dürfen.
6Geigenzettel: Wilhelm Düren / fecit, Bonn 1891 (gedr.)
8Dürr (Dier), Johann. — Wien. 1813
9Mitvorsteher der Wiener Lauten- und Geigenmacherinnung. In der Arbeit kommt er manchmal Dalinger nahe. Ein Anton Dier war 1826 Schätzmeister, doch ist es ungewiß, ob er der Familie Dürr oder Thir an gehörte.
11Dürrschmidt, Wilhelm August. — Markneukirchen. Geb. 11. März 1863
12Wenn er auch einzelne Teile seiner Geigen wie fast alle Markneukirchener von anderen vorarbeiten läßt, so gehört er doch zu den geschickteren Meistern seines Wohnorts. Ein Dürrschmidt war auch in Warschau eine Zeitlang ansässig.
14Duff, William. — Dunkeld. Geb. 20. Juni 1810, † 1882 in Pulney Cottage bei Dunkeld
15Er wurde 1839 Jäger bei der schottischen Adelsfamilie Atholl und machte in seinen freien Stunden viele und recht gute Geigen nach dem Stainermodell. Einige Unterweisung mag er von Peter Hardie bekommen haben, mit dem er später bekannt wurde. Seine Geigen sind oft sehr kunstvoll eingelegt und auch seine Bogen waren gut.
16Geigenzettel: Made by Wm. Duff, / Pulney Cottage, / Dunkeld 1860 (gedruckt).
18Dufour. — Mirecourt
19Von dieser Geigenmacherfamilie nennt A. Jacquot:
20Amable D. † 1747
21Charles D. 1751. 1757
22Claude-François D. 1768
23Félix-Charles D. † 20. Febr. 1781
24François D. 1748. 1781
25Jean-Baptiste D. 1784. 1789.
27Duguid. — Aberdeen. 1872
28Wenig hervortretender Geigenmacher.
30Duiffopruggar s. Tieffenbrucker
32Duke, Richard (Vater). — London. 1750. 1780
33Einer der besten englischen Geigenmacher, der auch ein eigenes Modell, das an das Stainersche anklingt, verwendete. Die Wölbung ist hoch, das Patron länglich, Holz und Arbeit sehr sorgfältig und der Ton weich und ansprechend. Weniger geglückt erscheint sein gelber Lack, der manchmal über einer Art Walnußbeize aufgetragen ist. Bei den größeren Violen ersetzt er gern in der Breite, was er an Länge verkürzt. Auch als Kopist hat er sich mehrfach mit Erfolg versucht. Seine Kopien nach Stradivari und Amati sind recht gut, weniger genau dagegen die nach Stainer, zu denen ihm wahrscheinlich kein Original vorgelegen hat. Echte Geigen von ihm sind selten zu haben, doch wurde er leider von Stümpern häufig nachgeahmt und seine Zettel gefälscht, so daß Instrumente, die seinen Namen tragen, erst eingehend auf ihre Echtheit hin geprüft werden müssen. Außer seinen bald geschriebenen, bald gedruckten Zetteln gebrauchte er auch einen Brandstempel mit seinem Namen, dem manchmal noch »London« hinzugefügt wurde. Wenn Vidal die Arbeit Richard Dukes kurzweg als »lutherie inférieure« bezeichnet, so können ihm nur Geigen von der Hand des jüngeren Duke oder die gewöhnlichen Fälschungen vorgelegen haben. Denn R. Duke ist so eifrig nachgeahmt und gefälscht worden, daß man Glück haben muß, wenn man eine echte Arbeit von ihm ausfindig machen will.
34Geigenzettel: Richd Duke / Londini fecit 1767 (geschr.). — Richard Duke / Maker / Holborn London Anno1777 (geschrieben). — Richard Duke maker / near opposite / Great Turn-Stile / Holbourn-London (gedruckt).
36Duke, Richard (Sohn). — London. Anfang des 19. Jahrhunderts
37Seiner Arbeit nach zweifellos ein Schüler seines Vaters. Er verwendete auch den gleichen Brandstempel, hat aber den Namen Duke sehr in Mißkredit gebracht, denn er hatte wenig Talent und kam schließlich so herunter, daß er mit seinen roh gearbeiteten Geigen als Hausierer sein Leben fristen mußte. Ein William Duke soll gleichfalls Geigenmacher gewesen sein.
39Dulac (Du Lac), André. — Viviers. 18. Jahrh.
40Man kennt nur wenige Arbeiten von ihm, einige Geigen, die etwas an Guersan erinnern. Da er jedoch sorglos in der Wahl des Holzes war und einen schlechten, dunklen Lack gebrauchte, sind seine Werke sehr unansehnlich. Der Ton ist laut, aber nicht edel.
41Geigenzettel: Andreas Dulac, Vivarais (gedruckt).
43Dulcken, Jean. — Brüssel. 1750. † vor 1763
44Die Lauten, die mit seinem Namen vorkommen, sind wohl in seiner Werkstatt gemacht, aber schwerlich Werke seiner Hand, da er »facteur de Clavecins« war. Daß er aber alle Sorten von Saiteninstrumenten fertigen ließ, das beweist u. a. das Schreiben seiner Witwe (von 1763), in dem es heißt: »Nous avons eu de tout tems et nous y avons encore des ouvriers en toutes sortes d’instruments.«
46Dulfenn, Alexander. — Livorno. 1689. 1700
47Zwei Geigen, die seinen Zettel enthalten, sehen nicht italienisch aus, sind unkünstlerisch durchgeführt und lassen eher auf einen Dilettanten als einen Geigenmacher schließen. Auch der Zettel erregt Bedenken. Bei Bangel in Frankfurt a. M. wurde Ende Januar 1909 eine Geige von Dulfenn vom Jahre 1689 versteigert.
48Geigenzettel: Allexanter Dulfenn fecit / in Livorno 17.. (gedruckt).

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