Scan 118
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Dumenil (Dumesnil?), N. — Paris? 1786
2Wie Brunis Inventaire (herausgegeben von Gallay), S. 159 berichtet, wurde während der Schreckensherrschaft dem Marschall d'Ecquevilly eine Violine von N. Dumenil konfisziert. Diesen sonst nicht bekannten Geigenbauer mit Jacques Du Mesnil zu identifizieren, verbietet schon, abgesehen von dem Vornamen, die angegebene Jahreszahl.
4Du Mesnil, Jacques. — Paris. 1655. 1662
5Das beste Werk, das man von ihm kennt, ist die hübsche, mit Elfenbein und Silber eingelegte Tanzmeistergeige, die das Pariser Konservatorium bewahrt. Die F-Löcher zeigen den Stil Amatis, das Holz ist sehr schön und der rotbraune Lack vortrefflich. Am Wirbelkasten ist ein Frauenköpfcchen angebracht. Eine Taschengeige von 1662 ist in der Sammlung Savoye in Paris.
6Geigenzettel: Abb. 174.
8Duncan, George. — Glasgow. Geb. 17. Jan. 1855 in Kingston-on-Spey
9Er war zuerst Tischler und eröffnete 1875 in Glasgow seine Werkstatt als Geigenmacher. Er arbeitete nach verschiedenen Modellen und verwandte einen guten Öllack. Seine Geigen sind sehr gut und tadellos gemacht. 1885 erhielt er auf der Inventions Exhibition in London eine goldene Medaille; eine silberne, die er 1886 in Edinburgh zuerkannt erhielt, wies er zurück. 1892 wanderte er nach Amerika aus.
10Geigenzettel: No 31 / Made by / George Duncan. / Glasgow, 1883 (gedruckt).
12Duncan, Robert. — Aberdeen. 1740. 1762
13Er soll ursprünglich Tischler und Holzschnitzer gewesen sein, weshalb auch die Schnecken und die Beiwerte an seinen Geigen leidlich gut aussehen; Arbeit, Holz, Lack und Ton sind sehr gewöhnlich, sein Modell ist hochgewölbt und geht auf Stainer zurück.
14Geigenzettel: Abb. 179.
16Duparge, Nicolas-Rémi. — Mirecourt. 1767. 1768
17Bisher nur dem Namen nach bekannt.
19Dupont, François. — Mirecourt. 1761. † 18. Febr. 1780
20Er war Geigen- und Bogenmacher. Auch ein Charles-Félix D. kommt gleichzeitig vor.
22Durand, François. — Mirecourt. 1751. 1753
23Bis jetzt das älteste bekannte Mitglied der Familie, zu der wohl auch jener Pierre D. gehört haben dürfte, dessen Name gewöhnlich Duvand gelesen wird.
25Durand. — Marseille. 1868. 1870
26Seiner Arbeit nach gehört er der Mirecourter Schule an. Seine wenigen Geigen sind sehr sauber durchgeführt und klingen gut. Er war nur kurze Zeit in Marseille ansässig und scheint jung gestorben zu sein.
28Durand, Victor, genannt Bazil. — Mirecourt.
29Mitte des 19. Jahrhunderts
30Vielleicht der Vater des Marseiller Meisters oder identisch mit diesem. Ein Durand hatte in Rouen, 4 place St. Éloi seine Werkstatt.
32Du Riez, Nicolas. — Abbeville. 1663
33Man kennt ihn bisher nur nach einer Baßviola aus der Sammlung Snoeck (Nr. 986), die sich in Berlin befindet.
34Geigenzettel: Nicolas Du Riez à Abbeville 1663 (gedr.).
36Duval, Germain. — Rouen. 1708. † 23. März 1733
37Er wird als »Faiseur d'instruments de musique« bezeichnet und wohnte in der Rue St. Laurent (Pfarrei St. Ló). Im Jahre 1708 wurde er von der Zunft verklagt, daß er, ohne einen Meisterbrief zu besitzen, in seinem Laden Musikinstrumente feilhielt.
39Duvrard s. Ouvrard
41Duwar (Duwaer), Hermanus Gerardus. — Utrecht. Geb. 10. Juni 1842 in Utrecht, † 10. Nov. 1909
42Sohn des Klaviermachers Pieter D. und der Maria Kukenbömer, Schüler von Hampe, bei dem er seit seinem zwölften Jahre fünf Jahre lang gelernt hat. Später zwangen ihn besondere Umstände, sich einem anderen Wirkungskreis anzuschließen, und erst im reifen Mannesalter konnte er (im Jahre 1878) zu seinem ersten Berufe zurückkehren. Bei Hampe war er eigentlich nur zum Reparateur ausgebildet worden. Durch einen Zufall entdeckte er prachtvolles altes Geigenholz, was ihn veranlaßte, seine ersten eigenen Geigen zu machen. Da er die alten Meister eingehend studiert hatte, gelangen schon seine ersten Versuche gut, und er galt als tüchtiger Geigenmacher. Er ahmte das Stradivari-Modell nach und verwendete selbstbereiteten Spirituslack.
43Geigenzettel: Hermanus Gerardus Duwaer / 1895 / Utrecht / (geschrieben).
45Dvořák, Jaroslav Anton. — Prag. Geb. 19. April 1861 in Prag-Neustadt
46Nachdem er zuerst das Gymnasium besucht hatte, wurde er Schüler seines Vaters J. B. Dv., bei dem er, von einigen Reisen abgesehen, über 10 Jahre tätig war. Am 4. Mai 1885 eröffnete er seine eigene Werkstatt, und es gelang ihm bald, Anerkennung zu finden. Er baut nach Stradivari und Guarneri, ist ein geschickter Reparateur und besitzt bereits verschiedene Staatsmedaillen und andere Auszeichnungen. Er arbeitet sauber und verwendet das beste Holz. Auch bei seinen Fachgenossen steht er in Ansehen und wurde 1895 in den Vorstand der Prager Musikinstrumentenmacher-Genossenschaft gewählt.
47Geigenzettel: Jaroslav Dvořák / fecit Pragae 1899 (gedruckt).
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