Scan 12
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
46 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 8. See the scan on archive.org.
1Achner, Michael. — Wallgau. 1764
2Zur Mittenwalder Schule gehörig, vielleicht ein Bruder von Joseph und Philipp Achner. Wallgau liegt nur wenige Stunden von Mittenwald entfernt. Er hatte ein langes, hochgewölbtes Modell mit schmalem (2 1/2 mm) Rand und sehr dünner Ader. Die Mittelbügel nahm er sehr lang, die Schnecke ist recht gewöhnlich, der Lack braungelb. Für die Decke scheint er hartjähriges Holz, für den Boden kleingeflammt Gebirgsahorn bevorzugt zu haben.
3Geigenzettel: Abb. 1.
5Achner, Philipp. — Mittenwald. 1772. 1798
6Er gehört zu den besten Vertretern der Klotz-Schule, verwendet gutes Holz und braunen Lack. Der Ton seiner Geigen ist oft von besonderer Schönheit, wenn auch zumeist nicht sehr groß. Eine Violine von ihm befindet sich im Musikhist. Museum von W. Heyer in Köln.
7Geigenzettel: Philipp Achner in Mittenwald an der Iser 1798 (geschrieben).
9Achner, Thomas. — Mittenwald. 1789
10Ähnlich wie Philipp und Joseph A. Eine Geige von ihm besitzt Valdrighi, der ihn auch in seiner Nomocheliurografia unter Nr. 3991 aufführt.
12Accoulon, Alfred. — Paris
13Teilhaber der bekannten Firma J. Thibouville-Lamy, Ritter der Ehrenlegion und des belgischen Leopoldordens. Wenn auch hauptsächlich Fabrikant, so hat er doch den Geigenbau regelrecht erlernt und war als Geigenmacher auch auf der Pariser Ausstellung im Jahre 1900 vertreten.
15Ackermann, Anton. — Basel? 1838
16In einer in Basel befindlichen kleinen Geige liest man: »Anton Ackermann, 30. Hornung 1838 in Ordnung gerichtet«.
18Acton, A. W. — Woolwich. 1846. 1870
19Englischer Geigenmacher, dessen Zettel sich in einigen guten Violinen findet.
21Acton, William J. — Woolwich, London (Gipsey Lane). Geb. 12. Dez. 1848 in Woolwich
22Sohn und Schüler von A. W. A. Er begann seine Laufbahn mit einer Kopie nach Stainer und hat seither über 140 Violinen, 12 Violen, 30 Violoncelli und 10 Kontrabässe gebaut. Er verarbeitet vorzügliches Tonholz und bereitet sich seinen Bernsteinöllack selbst. Im Jahre 1898 verlegte er seine Werkstatt nach London. Sein Modell ist dem des Stradivari ähnlich, der Ton seiner Geigen ist edel und voll. Er gilt auch als geschickter Bogenmacher und ist äußerst sorgfältig als Wiederhersteller. Er beschäftigt keine Gehilfen und macht daher alles selbst, auch ist er ein tüchtiger Geiger. Meredith Morris veröffentlichte in »The Strad« Jan. 1900 seine Biographie mit Bildnis usw.
23Geigenzettel: William J. Acton, / Maker / St Mary Street, Woolwich / 188 . . (gedruckt). — William John Acton / Maker / Forest Gate London 1898 (geschrieben).
25Adam, G. Christian. — Halle, Berlin. Geb. um 1835, † 1886 oder 1888
26Ein gewissenhafter Geigenmacher, der es zwar nicht zu besonderer Meisterschaft gebracht hat, aber als Reparateur nicht ohne Bedeutung war. Er war zuerst in Halle a. S. ansässig und siedelte um 1860 nach Berlin über. Seine Geigen sind sauber gearbeitet, meist aber zu schwer im Holz, sein Lack ist undurchsichtig und hart. Er war ein guter Lehrer; sein bester Schüler ist Oswald Möckel. In seinen letzten Jahren mußte er mit Schwierigkeiten kämpfen, weshalb er nur mehr schlechtes Holz verarbeitete, das ihm seine Berliner Fachgenossen für billiges Geld überließen.
27Geigenzettel: Zu Ton verholfen / G. Chr. Adam GtCh Berlin 1883 (gedruckt). — Reparirt von C. Adam / A Halle a. S. 1858 (gedruckt).
29Adam, . . . — Caen, † vor 1783
30Ein wahrscheinlich aus Mirecourt stammender Luthier, dessen Geigen ohne Eigenart sind.
32Adam, Jean. — Mirecourt. 1790. 1820
33Er soll ursprünglich Geigenbauer und als solcher vorübergehend in Valence gewesen sein, ist aber nur als Bogenmacher bekannt geworden, ohne es auch darin zu besonderer Geschicklichkeit gebracht zu haben. Seine Bögen sind in der Regel nur gewöhnliche Handelsware.
35Adam, Jean-Dominique. — Mirecourt. Geb. 30. Dez. 1795 in Mirecourt, † das. 1864
36Schüler und Nachfolger seines Vaters Jean A. und wie dieser nur Bogenfabrikant. Nur die besseren Bögen versah er mit dem Brandstempel: Adam. Er war nicht ungeschickt und konnte auf Bestellung recht gut arbeiten. Namentlich seine Bögen mit achteckiger Stange sind gut gelungen.
38Adam (eigentlich Grandadam). — Mirecourt. Geb. in Mirecourt 26. Febr. 1823, † das. 19. Jan. 1869
39Schüler seines Vaters Jean-Dominique, den er aber, vornehmlich als Bogenmacher, weit überflügelte. Brandmarke: Adam.
41Adam, Johann. — (Mark-)Neukirchen. 1677
42Er wird unter den Geigenmachern genannt, die 1677 von Graslitz nach Neukirchen übersiedelten und hier die Geigenmacherzunft begründeten. Arbeiten von ihm nachzuweisen, ist bis jetzt nicht gelungen. Ich bin sogar geneigt, anzunehmen, daß es sich hier nur um die Vornamen eines Schönfelder(?) handelt, und daß in der Zunftliste der Familienname nur versehentlich weggelassen ist.
44Adams, Cathune. — Garmouth (Schottland). 1775. 1805
45Er hat viele Kits, Violinen und Violoncelli gebaut und diese oft reich mit Perlmutter und Elfenbein eingelegt. Sein Modell erinnert in mancher Hinsicht an N. Amati,
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- Aachner, Philipp
- Achner, Thomas
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- Adam, G. Christian
- Adam
- Adam, Jean
- Adam, Jean-Dominique
- Adam, Johann
- Adams, C.
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