Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 122

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 118. See the scan on archive.org.

1käuflich erwarb. Im September 1907 legte er die Meisterprüfung ab und bewährte sich seitdem als würdiger Nachfolger seines trefflichen Vorgängers. Er befaßt sich hauptsächlich mit dem Neubau von Streichinstrumenten nach Stradivari und verwendet einen guten Öllack.
3Geigenzettel: Otto Ebner / Gg. Piegendorfer / fecit Augsburg 1912 (gedruckt). Daneben Emblem mit der Augsburger Stadtmarke und den Buchstaben O. E. und G. P. darunter.
5Ecchio, Giovanni. — Rom. 1610
6Sohn des »Giorgio«. Vermutlich ein Flamländer, der im Anfang des 17. Jahrhunderts in Rom ansässig war und wohl van Eecke, Hecke oder van Eycke hieß. Seine Heimat wird einmal als »Diocesi di Augusta« (Augsburg), das zweitemal aber als Anversa (Antwerpen) angegeben. Dieser Giovanni Ecchio dürfte mit Giov. Hec identisch sein.
8Echinger, Karl. — München. 1861
9Vielleicht ein Sohn des Würzburger Geigenmachers. Seine Gitarren und Zithern sind besser als seine Geigen, wenn diese auch nicht gerade schlecht sind.
11Echinger. — Würzburg. 1840
12Mittelmäßiger Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
14Eckart (Eckert), Heinrich. — Mannheim. Geb. in Mannheim 15. Juni 1811, † nach 1878
15Er war von Hause aus Geiger und als Hofmusiker in Mannheim angestellt, wo er sich schließlich auch mit dem Geigenbau beschäftigte. Als Reparateur scheint er viel Zulauf gehabt zu haben, obwohl seine Arbeit nur als dilettantisch bezeichnet werden kann. Seine Werkstatt übernahm 1879 H. Keßler.
17Geigenzettel: Reparirt von Heinrich Eckart / in Mannheim (gedruckt).
19Ecklid, A. O. — Drontheim (Norwegen). 1880. 1890
20Seine Hardangergeigen sind besser als seine Violinen, obwohl er sauber arbeitet und auf der Internationalen Ausstellung in Liverpool 1886 eine bronzene Medaille erhielt.
22Edel, Gustav. — Saulgau (Württemberg)
23Ein Liebhaber, der als leidenschaftlicher Geiger, nachdem er sich zur Ruhe gesetzt hatte, anfing, selbst Geigen zu bauen. Er erwarb sich durch großen Fleiß und sorgfältiges Studium eine ungewöhnliche Handgeschicklichkeit. Besondere Sorgfalt verwendet er auf die Zusammensetzung des Lackes, wobei ihm sein früherer Beruf als Apotheker sehr zustatten kommt.
25Eder, Hannes. — Hallein. 1667
26Der älteste bis jetzt bekannte Geigenmacher seines Wohnorts. Er zeichnet sich durch gute Arbeit, die unter dem Einfluß der Stainerschen Richtung steht, aus. Eine Geige von ihm besitzt das Chorherrenstift Neustift bei Brixen in Tirol.
27Geigenzettel: Hannes Eder Geigen- / macher in Hallein, 1667 (geschrieben).
29Eder & Gaguin. — Rouen. 1835. 1837
30Eine Geigenmacherfirma, die zwar nichts Hervorragendes hinterlassen hat, aber doch künstlerischen Zielen zustrebte. Guillaume Lebreton arbeitete eine Zeitlang mit ihnen zusammen.
32Edholm, Sv. — Westingby (Schweden). 1834
33Eine schwedische Geige trägt seinen geschriebenen Reparaturzettel.
34Geigenzettel: Repareraf Sv. / Edholm uti / Wesstingby år 1834 (geschrieben).
36Edler, F. Ch. (I). — Frankfurt a. M. Geb. 1820, † 1871
37Gründer der bekannten Firma in Frankfurt a. M. Er erhielt 1864 für gute Instrumente ein Diplom. Sein Sohn:
39Edler, F. Ch. (II). — Geb. 1851, † 6. Dez. 1895
40erhielt 1881 eine silberne Medaille für seine Violinen, doch befaßte er sich hauptsächlich mit dem Handel mit alten Geigen. Sein Sohn und Schüler:
42Edler, F. Ch. (III). — Geb. 1876
43wurde sein Nachfolger. Er ist Großherzoglich Sächsischer und Landgräflich Hessischer Hofgeigenmachermeister und erster Vorsitzender der Meisterprüfungskommission und erhielt auf der Zweiten Musikfachausstellung in Leipzig 1909 »für hervorragende Leistung« die Staatsmedaille des Herzogs von Sachsen-Altenburg. Auch als Kenner alter Geigen erfreut er sich eines großen Ansehens. Er erfand einen T-Balken für Streichinstrumente und eine »Verbesserung am Stimmstock«.
45Edler, Hans. — München. Geb. 16. Jan. 1889 zu Frankfurt a. M.
46Sohn des F. Ch. Edler II. Er besuchte die Oberrealschule bis 1903 und trat dann bei seinem Bruder F. Ch. III in die Lehre, ging später zu J. J. Held nach Bonn und trat dann im Jahre 1907 als Gehilfe bei Adolf Romer in Freiburg i. Br. ein. Nach Beendigung seiner Militärdienstpflicht ging er im Jahre 1911 nach München zu Giuseppe Fiorini, wo er Gelegenheit hatte, sich nach jeder Richtung zu vervollkommnen. Bei Ausbruch des Krieges wieder zu den Waffen gerufen, stand er bis zum November 1918 im Felde und machte sich im darauffolgenden Jahre in München selbständig. Durch sorgfältige Arbeit im Neubau und in der Reparatur, sowie durch sein Geschick, den Ton alter Geigen wirklich zu verbessern, erwarb er sich schnell einen guten Ruf. Er gilt als ein tüchtiger Kenner der alten Meister und besitzt eine hübsche Sammlung wertvoller Geigen. Er ist auch Schriftführer des Landesverbandes der Musikinstrumentenmacher Bayerns.
47Geigenzettel: Hans Edler / Geigenmacher / München 19 , . (gedruckt).

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