Scan 126
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Wölbung flacher. Das Holz ist sorgfältig gewählt, der Lack gelbrot bis braun und die Schnecke sehr schwungvoll und tief gestochen. Der Ton gut, jedoch klein.
2Geigenzettel: Franciscus Emilianus Roma (gedruckt). — Abb. 183.
4Enderes (Endres), Andreas. — Füssen. 1622
5Er wurde am 18. Dezember 1622 in die Füssener Lautenmacherzunft als Meister aufgenommen.
7Enders. — Großbreitenbach
8Mehrere Mitglieder dieser Familie haben um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert handwerksmäßige Musikinstrumente, darunter auch Geigen, hergestellt.
10Énel, Charles. — Paris. Geb. 14. Juli 1880 in Mirecourt
11Schüler von G. Bazin und L. Mougenot, arbeitete bei Silvestre und Maucotel, dann in der Schweiz und in Deutschland, ging dann nach Paris zurück, wo er sich selbständig machte und mit Felix Bolleker verband.
12Geigenzettel: Charles Enel / Paris 19.. No.. [und Monogramm] (gedruckt).
14Engelfried, Franz. — Rottenburg a. Neckar
15Ein Orgelbauer, der gelegentlich auch Geigen repariert hat.
17Engelhard. — ? 1742
18Eine Leier (Vielle) im Musée de Cluny in Paris trägt die Inschrift: »Engelhard fecit 1742«.
20Enger, Gulbrand. — Kopenhagen. Geb. 1822 in Norwegen, † 1886 in Kopenhagen
21Schüler von Th. Jacobsen und Vuillaume. Nach Jacobsens Tod führte er dessen Geschäft eine Zeitlang für die Witwe fort und eröffnete später seine eigene Werkstatt in der Svaldergade. Er baute sehr gute Violinen und Violoncelli von kräftigem und gesundem Ton und war auch gewissenhaft und sorgfältig im Wiederherstellen.
22Geigenzettel: Gulbrand Enger / Kjøbenhavn. 1854 (gedruckt).
24Enger, Hagbart. — Kopenhagen. Geb. 1860
25Sohn und Schüler von Gulbrand E. Er machte größere Reisen, arbeitete bei D. Bittner in Wien und Rieger in München und ließ sich dann in seiner Vaterstadt nieder.
27Engl, Adalbert. — Berlin. Um 1900
28Seine Arbeit wurde mir gelobt, doch hatte ich keine Gelegenheit, eine Geige von ihm selbst zu sehen.
30Engl, Julius. — Wien 1921
31Einer der vielen Erfinder, die den Ton der Geige verbessern wollten. Er sucht sein Ziel dadurch zu erreichen, daß er im Innern der Decke die Jahresringe durchschneidet und acht bis zehn dünne Querstäbchen einleimt,
33Engleder, Alois (aus Großberg bei Regensburg). — Budapest (Ofen.) Geb. um 1812, † um 1883
34Schüler von Fischer in Regensburg (dessen Frau seine Tante war), Bruder von Andreas, Ludwig und Joseph E. Er war wenig begabt, machte mittelmäßige Geigen nach Stradivari, hauptsächlich aber nach Nic. Amati. Auch als Reparateur war er ohne Bedeutung. Er verwendete meist spröden Spirituslack.
35Geigenzettel: Aloys Engleder / reparavit Budae 1862 (gedruckt).
37Engleder, Andreas. — München. Geb. um 1810, † nach 1860
38Er stammt aus Großberg bei Regensburg und war Schüler von Fischer in Regensburg, dessen Neffe er war, und von Vauchel. Er war einer der besten Geigenmacher Münchens um die Mitte des 19. Jahrhunderts und damals wohl der gesuchteste Reparateur Bayerns. Über seine Versuche, neue Formen für den Geigenbau zu finden, schreibt u. a. Prof. Dr. Schafhäutl: »Bei seinem Saitenquintett versuchte der Künstler eine neue Form. Die oberen Backen der Violine waren beinahe schräg abgestutzt, so daß sie ohne Ecken ganz leicht in die Brust übergingen; auch die Enden der Unterbacken waren weggefallen; dagegen waren diese Unterbacken beinahe in eben dem Verhältnisse vergrößert, als die oberen Backen in Fläche vermindert wurden, so daß ein birnenähnlicher Umriß entstand. Schubert schlug im Jahre 1803 die Gitarreform für die Geige vor, Galbusera in Mailand führte 1813 diesen Vorschlag aus, Engleder veränderte nun auch das Verhältnis der Backen. Er erzielte nur einen einseitigen Erfolg, denn gegen den brillant klingenden Diskant fiel der Baß ungemein ab.« Prachtvolles Holz, tadellose Arbeit. 1854 Medaille.
39Geigenzettel: Abb. 196.
41Engleder, Johann Ulrich. — Kelheim. 1865
42Wohl ein Bruder von Joseph E., wenn nicht ein Sohn. Auch er soll in Regensburg gelernt haben. Er war recht tüchtig, baute auch viele Zithern, am besten blieben aber doch seine Violinen, da er sich stets gutes Tonholz zu verschaffen wußte.
44Engleder, Josef. — Kelheim. Geb. 31. Dez. 1815, † um 1860
45Er war zuerst in Rainhausen bei Regensburg ansässig und verheiratete sich am 15. Oktober 1838 in Kelheim mit Maria Anna Fichs aus München (geb. 31. Oktober 1814). Er dürfte in Engelstadt oder in Schierling gestorben sein, wo je einer seiner Söhne verheiratet ist. Sein Sohn Franz ist Lehrer in München. — Der Name »Josef Engleder« findet sich in seinen Arbeiten öfter eingebrannt, so auch in einer schönen, dunkelrot lackierten Viola d’amore in W. Heyers Musikhistorischem Museum, woselbst sich auch noch ein Violoncello mit Löwenkopf und eine fünfsaitige Viola befinden. Eine sehr sauber gearbeitete Zither von ihm besitzt X. Kerschensteiner.
46Geigenzettel: Reparavit Jos. Engleder Instru / mentenmacher in Kelheim 1840 (gedruckt).
Makers on this page
- Enger, Gulbrand
- Enger, Hagbart
- Engl, Adalbert
- Engl, Julius
- Engleder, Alois (aus Grossberg bei Regensburg)
- Engleder, Johann Ulrich
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