Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 131

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

38 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 127. See the scan on archive.org.

1Evert, Caspar. — Lübeck. 1657
2Man weiß nur, daß er Instrumentenmacher war und am 17. Oktober 1657 in der Marienkirche einen Sohn taufen ließ.
4Ewan, David. — Cowdenbeath. Geb. 4. März 1839 in Stoneyhill bei Musselburgh (Schottland)
5Er ist Musiklehrer, Komponist und Leiter einer Tanzkapelle und hat über 100 Violinen gemacht. In seiner ersten Zeit nahm er die Wölbung sehr hoch und gebrauchte einen Spirituslack. Später näherte er sich dem Stradivariomodell, nahm aber die Wölbung höher als üblich und verwendete Bernsteinlack.
7Geigenzettel: Dd. Ewan / Cowdenbeath / August 1889 (geschrieben). — Dd. Ewan. / Teacher of music, / Violinmaker and repairer / Cowdenbeath (gedruckt).
9Eylenstein, Adam. — Weimar. Geb. 11. Mai 1705 in Weimar, † ?
10Er trat 1724 bei J. H. Ruppert in Erfurt in die Lehre und wurde bereits 1731 zum Hofinstrumentenmacher in Weimar ernannt. Er war sehr vielseitig und machte nicht nur alle Arten von Geigen und Bässen, sondern auch Lauten, Mandolinen und Zithern und selbst Harfen und Klaviere; in allem aber war er nur ein geschickter Handwerker. Eine Violine von ihm aus dem Jahre 1726 führt das am 9. Dezember 1773 aufgestellte Inventar der damaligen Köthener Hofkapelle an. Ein Violoncello vom Jahre 1731 ist in London in Privatbesitz.
12Eyles, Charles. — Harpenden. 1910
13Er war ursprünglich Maler und hat als solcher seine Ausbildung in Paris genossen. Später verlegte er sich auf den Geigenbau und fand bald Anerkennung in weiten Kreisen.
15Fabbricatore. — Neapel
16Mehrere neapolitanische Lauten- und Mandolinenmacher führen zwischen 1770—1830 den Namen »Fabbricatore«. Ich glaube nicht, daß dies der eigentliche Familienname ist; wahrscheinlich bezeichnete der Stammvater nur seinen Beruf damit, und die Söhne und Enkel behielten die Sitte bei, nachdem die Firma zu Ruf gekommen war. Daß die verschiedenen »Fabbri catori« zusammengehören, ist nach ihrer Arbeit, die vorzugsweise im Empirestil reich verziert ist, als zweifellos anzunehmen. Sie gehörten vielleicht einem Zweig der zahlreichen Familie Vinaccia an.
18Fabbricatore, Gennaro I u. II. — Neapel. 1773. 1832
19Gennaro I war wahrscheinlich der Sohn, jedenfalls der Schüler von Giov. Battista F. Er machte fast nur Lauten, Mandolinen und Gitarren, diese aber sind prachtvoll gearbeitet und kunstreich eingelegt. Er wohnte immer in der Strada S. Giacomo, und zwar 1773—1793 im Haus Nr. 37, von 1802—1808 Nr. 26, von 1808 an wieder Nr. 37 und von 1816 an Nr. 42. Arbeiten von ihm kommen häufig vor und sind in vielen Sammlungen zu finden, so eine Gitarre von 1810 bei C. Claudius in Kopenhagen und zwei solche von 1820 und 1823 im Musikhistorischen Museum in Stockholm (Nr. 30, 194). Eine Gitarre in Lyraform mit einem geschnitzten Männerkopf und einem Boden aus Wurzelahorn besitzt Großfürst Nikolai Nikolajewitsch und J. H. Zimmermann in St. Petersburg eine mit Ebenholz eingelegte sechssaitige Gitarre aus dem Jahre 1815. In seinen letzten Jahren machte er nur noch auf Bestellung Gitarren und Mandolinen, er scheint sich damals mehr dem Geigenbau zugewendet zu haben. Violinen von ihm kenne ich nicht, aber ein Violoncello vom Jahre 1826 mit seinem geschriebenen Zettel besitzt Sekretär G. Endres in Fürth. — Es gab übrigens um 1826 zwei Mitglieder der Familie mit dem Taufnamen Gennaro.
21Geigenzettel: Gennaro fabricatore / Napoli A. 1805 (gedruckt). — Gennaro fabricatore / Anno 1820 Napoli/ Strada S. Giacomo No 42 (gedruckt). — Abb. 220.
23Fabbricatore, Giovanni Battista. — Neapel. 1780. 1811
24Trefflicher Lautenmacher, von dem ebenfalls in vielen Museen bemerkenswerte Arbeiten aufbewahrt werden, so eine Mandure im Germanischen Museum in Nürnberg, ein Mandorone im Museum des Pariser Kon servatoriums (Nr. 1369), eine neapolitanische Mandoline (das Wort »Fabbricatore« fehlt hier) in der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 752), ein gleiches Instrument im Gothenburger Museum, ein solches von 1782 im Städtischen Museum zu Braunschweig; auch bei der Auktion des Malers Ferd. Wagner in München kam eine Laute von ihm von 1782 zur Versteigerung. Eine Apollo- oder Lyragitarre von ihm aus dem Jahre 1805 besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Nr. 38).
26Geigenzettel: Gio Battista Fabricatore fecit / An. 1793 in S. M. dell Ajuto No 32 / Napoli (gedruckt). — Abb. 230.
28Fabbricatore, Pietro. — Neapel. 1780. 1799
29Der am wenigsten Bekannte der Familie; auch er machte fast nur Mandolinen und Gitarren. Eine Mandoline von ihm besitzt die Sammlung Crosby Brown in New York (Nr. 1065).
31Geigenzettel: Abb. 221.
33Fabbricatore, Vincenzo. — Neapel. 1770
34Wahrscheinlich der Vater von Giov. Battista, Gennaro und Pietro. Seine Arbeiten, hauptsächlich Mandolinen und Lauten, sind gewöhnlich nicht so reich eingelegt wie die der jüngeren Mitglieder der Familie.
36Faber, Josef. — Augsburg. 1588
37Ein Musikinstrumentenmacher, der 1588 ein nicht näher bezeichnetes Instrument ins Stipendium nach Tübingen lieferte. Er war wahrscheinlich ein Ver wandter von Wolfgang Faber.

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