Scan 132
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 128. See the scan on archive.org.
1Faber (Fabricius), Wolf (Wolfgang). — München. 1556. 1563
2Er war Organist und fertigte Musikinstrumente (Orgeln, Flöten, Klavizimbeln, Lauten u. dgl.) an. Vgl. Westenrieders Beiträge III, 74 und Franz Trautmann, »Die Altmünchener Meister«, im I. Jahrgang des Jahrbuchs für Münchener Geschichte.
4Fabian, Julius. — Landeck. Glatz i. Schl. Geb. in Glatz oder Landeck 1826, † 29. Mai 1894 in Glatz
5Er war gelernter Tischler und hat erst in reiferen Jahren, angeblich bei Vincenz Beck, den Geigenbau erlernt. Zunächst ließ er sich in Landeck nieder und übersiedelte erst im Jahre 1862 nach Glatz. Er besaß viel Handgeschicklichkeit und war ein vielbeschäftigter Reparateur. Er hat einen Stimmsatz für die Violine, der sich sehr bewährt hat, erfunden und machte auch Versuche mit einem neuen Baßbalken.
7Fabris (Fabbris), Luigi. — Venedig. † nach 1873
8Seine Violinen sind gute Durchschnittswaren, doch hat er auch einige vorzügliche Geigen und Violoncelli gebaut; auch sein roter Lack ist nicht schlecht. Beim Ausbessern alter Geigen legte er große Sorgfalt an den Tag.
9Geigenzettel: Luigi Fabris fecit. / Venezia, Anno 1838/ Premiato con Medaglia d’argento / all’ Esposizione di Treviso 1872 (gedruckt). — Luigi Fabris fecit / Venetia l’anno 1860 [in Umrahmung] (gedruckt).
11Facini, Fra Agostino. — Bologna. 1732. 1742
12Ein Mönch aus dem Orden Johannis von Gott. Sein Geigen, die an Tononi erinnern, zeichnen sich durch gute Arbeit, reizvolle Form und schönen, gelben oder gelbroten Lack und saubere Einlagen aus. Die F-Löcher sind nach Stradivari geschnitten, der Ton ist weich und edel.
13Geigenzettel: Fr. Augustinus / Facini / Ords. S. Joannis / de Deo / Fecit Bononiae / 1733. (geschrieben).
15Färber s. Oskar Zimmer
17Fagnola, Annibale. — Turin. 1902
18Ein geschickter Geigenmacher, der ganz in der Art von Pressenda und Rocca arbeitet. Er verwendet einen roten Lack. In einer Violine mit ganzem Boden, nach Guarneri, die Ränder der Schnecke schwarz gestrichen, fand sich sein Name (zweimal) mit Tinte geschrieben im Innern der Decke. Er imitiert Pressenda so genau, daß viele seiner Arbeiten als echte »Pressenda« im Handel sind.
19Geigenzettel: Annibale Fagnola fece Torino 1902 (gedruckt) und Abb. 227.
21Faillita, Antonio. — ? 1761. 1791
22In englischen Geigenverzeichnissen findet sich wiederholt dieser etwas fragwürdige Name als der eines italienischen Geigenmachers.
24Falaise (Falaire?). — (Paris?)
25Französischer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts. Er steht Pique nahe, ist gut in der Arbeit, verwendet schönes Holz und baut nach Amati und Stradivari. Sein Lack ist von gelber Farbe und nur dünn aufgetragen. Jacquot erwähnt einen 1774—1789 in Mirecourt vorkommenden Joseph Fallaire.
27Falco, Paolo. — Cremona. 1750. 1752
28Seiner Arbeit nach kann er als ein Schüler der Bergonzi (vielleicht B. Bergonzis) gelten.
30Falisse, Auguste. — Brüssel. 1912
31Ein talentvoller Geigenmacher, dessen Arbeit bei einem Vergleichsspiel mit alten Meistergeigen den ersten Preis erhielt.
33Falke, Wilhelm. — Hannover-Linden
34Ein Tischler, der sich aus Liebhaberei mit dem Geigenbau beschäftigt.
36Fallet, Alfred. — Dombresson. Geb. 11. Mai 1846 in Dombresson (Neuchâtel, Schweiz)
37Nach einer fünfjährigen Lehrzeit, und nachdem er in verschiedenen fremden Werkstätten gearbeitet hatte, machte er sich 1891 in seiner Vaterstadt selbständig als Geigenmacher und Kunsttischler, fertigte nach Stradivari Violinen, Violoncelli und Bässe und verwendete Spiritus- und Öllack. Seine Geigen haben einen lauten Ton. Auf der Genfer Ausstellung 1896 erhielt er eine Bronzemedaille.
38Geigenzettel: Alfred Fallet / Dombresson-Neuchâtel (Manchmal mit Datum) (gedruckt).
40Farinato, Paolo. — Venedig. 1695. 1725
41Seine Geigen haben manche Ähnlichkeit mit denen Serafino Santos. Er verwendet ein hübsches Modell und einen gelblich-rötlichen Lack. Besonders gut sind seine Violen, in deren Umrissen er manchmal recht originell ist.
43Faron, Achilles. — ? 1701
44Vidal erwähnt ohne nähere Angaben einen Geigenmacher dieses Namens und nennt als Wohnort »Ratisbonne«. In Regensburg sowohl als im Königl. Kreisarchiv Amberg ist keine Spur zu finden, Mettenleiter erwähnt ihn nicht, und der Klang des Namens läßt auch auf keinen Deutschen schließen. Vidal muß schlecht gelesen haben. — Auch in Ratibor habe ich vergeblich nachgeforscht.
46Farotti, Celeste. — Mailand. Geb. 1864
47Durch Selbststudium erlernte er den Geigenbau und hat schon recht gute Instrumente gemacht. Sein gedruckter Zettel zeigt auf der einen Seite das Mailänder Wappen, auf der andern eine Blume und hat den folgenden Wortlaut.
48Geigenzettel: Farotti Celeste / da San Germano di Casale / Fece in Milano nell’ anno 1901 / C. Farotti (handschr.) (gedruckt).
Makers on this page
- Faber, Wolf (Wolfgang)
- Fabian, Julius
- Fagnola, Annibale
- Faillita, Antonio
- Falisse, Auguste
- Farotti, Celeste
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