Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 141

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 137. See the scan on archive.org.

1Field, T. — 1815
2Englischer Geigenmacher aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts.
4Fifo del Pagliaro. — Rolo (Modena). 1840
5Ein fleißiger Meister von handwerksmäßiger Tüchtigkeit, der Geigen und Bässe in großer Zahl gemacht hat.
7Filano, Antonio. — Neapel. 1787
8Reich eingelegte Mandolinen tragen seinen Namen.
10Filano, Donato. — Neapel. 1763. 1783
11Es gibt nur sehr wenige Geigen von ihm, und diese sind unbedeutend; auch ihr brauner Lack ist nicht zu loben. Dagegen sind seine Mandolinen und Pandoren gut. Eine reich und geschmackvoll eingelegte neapolitanische Mandoline von ihm besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 750), eine ähnliche C. Claudius in Kopenhagen, zwei die Sammlung Loup und eine das Musikhistorische Museum in Stockholm. Eine sehr sorgfältig gearbeitete, überreich mit Schildpatt, Perlmutter und Elfenbein eingelegte Mandoline von ihm mit der Jahreszahl 1774 befindet sich in der Sammlung Fritz Wildhagen in Halensee bei Berlin. Eine aus der Sammlung des † Charles Gimbel stammende italienische Laute, mit Schildpatt und Perlmutter eingelegt, besitzt das Großherzoglich Badische Museum für Altertümer in Karlsruhe mit einer französischen (!) Wohnungsangabe: »Donatus Filano Fecit/ Anno Dni 1773 / Av. Rue de la Sainte Claire«. Valdrighi schreibt den Namen Fileno.
12Geigenzettel: Donato Filano fecit alla rua / di s. Chiara A. D. 1782, Napoli (geschrieben). — Donatus Filano fecit anno D. 1770 / Neap. alla Rua de Tafettanari (gedruckt).
14Filano, Giuseppe. — Neapel. 1785. 1797
15Ein Sohn von Donato F. und wohl auch dessen Schüler. Eine Gitarre von ihm befand sich in der Sammlung Loup.
16Geigenzettel: Joseph Filano, Filius Donati fecit Neap. / Alla Rua di S. Chiara / Anno 1787 (gedruckt).
18Filano, Luigi. — Neapel. 1821. 1832
19Sohn oder Enkel von Donato F. Er hat wie dieser fast ausschließlich Gitarren und Mandolinen gemacht.
20Geigenzettel: Abb. 204.
22Filipp, Hans. — Markneukirchen. Geb. 1858 in Schönbach i. B.
23Schüler von Johann Fischer in Schönbach. Er arbeitete als Gehilfe an verschiedenen Orten und ließ sich 1883 in Markneukirchen nieder. Durch seine besondere Handfertigkeit, die er u. a. beim Bau von niedlichen Miniaturinstrumenten (Violoncello, Stockgeige usw.) bewies, hat er sich einen Namen gemacht. Er erfand auch einen recht praktischen und sicher anzuwendenden Wirbel für Streichinstrumente. Da er fast ausschließlich für Händler arbeitet, kommen nur wenig Instrumente mit seinem Namen vor.
25Filippi, Filippo. — Rom
26Unbedeutender Musikinstrumentenmacher des 19. Jahrhunderts.
28Filippo s. Orazio
30Fillion, Georges-Charles. — Straßburg. Geb. in Seloncourt (Doubs, Frankreich) 19. Febr. 1869
31Schüler von Arnould in Mirecourt und Methfessel in Bern. Nachdem er ausgelernt hatte, arbeitete er noch in Mirecourt, vier Jahre in Paris und zwei Jahre bei Hill & Sons in London, als deren Schüler er sich hauptsächlich betrachtet. Er kam hierauf am 1. Januar 1896 nach Straßburg, wo er sich seitdem dauernd niederließ, da dort seit längerer Zeit kein Geigenmacher mehr ansässig war. Er hat eine tüchtige Schule durchgemacht, und seine Geigen zeichnen sich durch große Sorgfalt der Arbeit aus. Er kopiert hauptsächlich Stradivari, verwendet einen orangegelben Öllack und gilt als sehr talentvoll.
32Geigenzettel: No … G. Fillion Luthier / Strasbourg, année 189 … (gedruckt) und Abb. 214.
34Fincoli s. Vincoli
36Findiger, Arnold. — Leipzig. 1615
37Er war nur Reparateur und erlangte 1615 als Lautenhändler das Bürgerrecht in Leipzig.
39Findley, James. — Padanaram. Geb. 1815 auf der Farm Bromfield bei Brechin, † 1896 in Padanaram
40Ein schottischer Weber, der etwa 500 Geigen gemacht hat. Viele davon sind Kopien nach einer Jos. Guarneri-geige, die ein Landsmann von ihm besaß, einige gehen in den Umrissen auf ein Stradivari-Modell zurück, und andere sind Nachahmungen einer «Black Meg» genannten alten Geige, die sich im Besitze eines Tanzmeisters in Forfar befand. Die F-Löcher sind originell in der Form, die Einlage ziemlich breit, die Schnecken oft aus Birnbaumholz. Er verwendete einen dünnen Spirituslack von gelbbrauner Farbe, der sehr nachgedunkelt hat. In der Wahl des Holzes war er sorglos und verarbeitete selbst alte Eisenbahnschwellen, wenn er nichts anderes zur Hand hatte. Die Weberei betrieb er bis an sein Ende; außerdem war er ein vorzüglicher Geiger.
41Geigenzettel: James Findley / Maker / Padanaram / 1860 (gedruckt).
43Finer s. Fiscer
45Finger, Josef. — Brünn. 1806. † 1856
46Er wurde als Instrumentenmacher 1806 bei der Tischlerzunft eingeschrieben und erlangte 1810 das Bürgerrecht. Arbeiten von ihm lernte ich noch nicht kennen.
48Fingland, Samuel. — Glasgow. 1892
49Ein Liebhaber, der in den neunziger Jahren in Glasgow lebte und einige Violinen nach Stradivari und Guarneri gemacht hat. Er verwendete bräunlichroten Öllack.
50Geigenzettel: Samuel Fingland / fecit 1892 No. 14 geschrieben).

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