Scan 145
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
43 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 141. See the scan on archive.org.
1Lehrer der Brüder Engleder, seiner Neffen und von P. Schulz. Auf vielen seiner Zettel befindet sich in der Mitte ein Doppeladler mit Krone.
2Geigenzettel: Josef Fischer fecit a Ratis- / bona 1792 (gedruckt). — Joseph Fischer, / Lauten und Geigenmacher / in Regensburg Anno 1826 (gedruckt).
4Fischer, Joseph. — Znaim. 1862. 1865
5Vielleicht der Sohn von Andreas F. Wenig bekannter Geigenmacher, der wohl hauptsächlich Flickarbeiten ausführte.
6Geigenzettel: Josef Fischer / Instrumentenmacher / in / Znaim / Nr. 132. 1862 (gedruckt, lith.).
8Fischer, Karl. — Bremen. 1911
9Seine Violinen tragen seinen Namen als Brandmarke.
11Fischer, Philipp Jakob. — Würzburg. 1715
12Er soll ein Bruder des Landshuter Meisters Johann Ulr. F. gewesen und ursprünglich auch in Landshut ansässig gewesen sein. Bei de Piccolellis wird er nur als in Landshut ansässig erwähnt. Vermutlich war er der Vater des berühmteren Zacharias F.
13Geigenzettel: Philipp Jacob Fischer, Lauten- / und Geigenmacher in Wirz- / burg. Fecit 1715 (gedruckt).
15Fischer, Zacharias. — Würzburg. Geb. 5. Nov. 1730, † 27. Nov. 1812
16Er gehört zu den Geigenmachern, die, wenn auch eine Zeitlang überschätzt, doch durch ihre Arbeit den guten Ruf, den sie besessen, auch heute noch bis zu einem gewissen Grade rechtfertigen. Am besten sind seine Geigen aus den Jahren 1770—1780, deren Ton, wenn auch nicht so edel wie der der von ihm nachgeahmten Amatischule, immerhin recht voll und kräftig ist. Er studierte seine Vorbilder unablässig und kam ihnen in der Sauberkeit der Arbeit sehr nahe, leider aber geriet er schließlich auf Abwege. Im Jahre 1786 machte er bekannt, daß er ein Verfahren erfunden habe, welches es ihm ermögliche, seine neuen Geigen denen des Stradivari und Stainer gleichwertig zu machen. Dieses Verfahren bestand jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nur darin, das Holz im Ofen auszutrocknen, d. h. zu backen, weshalb es begreiflich erscheint, daß die Geigen aus seinen späteren Lebensjahren jetzt meist verdorben sind. Er gebrauchte verschiedene Zettel und machte auch Lauten und Gitarren usw. Wie viele andere, die um die Jahrhundertwende gelebt haben, benutzte auch er im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts noch die Zettel, auf denen 17 . . für die Jahreszahl vorgedruckt war. Er schrieb einfach über die 7 eine 8 usw. Auf der Abbildung seines Zettels hat die Photographie die gedruckte Zahl 17 scharf, die darüber geschriebene 8 aber so undeutlich wiedergegeben, daß man, wenn man nicht genau prüft, leicht 1708 statt 1808 lesen könnte, was sich aber schon dadurch verbietet, daß Z. Fischer erst 1730 geboren wurde. — Er war 1755 schon Hofgeigenmacher und erwarb am 20. Dezember 1787 das Bürgerrecht in Würzburg in der (jetzigen) Hörleingasse Nr. 8 (früher: IV. 78), wo er auch starb. Eine Violine von ihm mit der Nr. 37 vom Jahre 1799 besitzt Carl Stoeber in Würzburg. Eine siebenchörige Laute von ihm aus dem Jahre 1755 befindet sich in W. Heyers musikhistorischem Museum in Köln.
17Geigenzettel: Abb. 208.
19Fischesser-Chollet, Léon. — Genf, Staufen i. B. Paris. Geb. 12. Okt. 1861 in Saint-Cloud (Frankreich)
20Er ließ sich 1885 in Genf nieder, wo er Rue Leger Nr. 6 wohnte. 1888 hieß seine Firma Reymond & Fischesser frères. 1900 verzog er nach Staufen in Baden. Um 1904 war er auch in Mülhausen im Elsaß tätig. Um 1905 siedelte er nach Paris über, wo er Faubourg Poissonière seine Werkstatt aufschlug. Für seine neuen Geigen erhielt er in Genf eine silberne Medaille. Sein besonderes Interesse wandte er der Erforschung des Cremoneser Geigenlacks zu.
22Fiscier, Tobia. — Siena. 1710
23Wahrscheinlich deutscher Abstammung, vielleicht Vater der Brüder Fiscer in Mailand. Eine theorbierte Laute von ihm befindet sich in W. Heyers musikhistorischem Museum in Köln (Nr. 502).
25Fisty s. Sisty
27Fitsche, Johann. — Linz a. D. Geb. 1819, † in Linz 30. Aug. 1893
28Er hatte im Hause Landstraße Nr. 23, auch Nr. 34 und 17 seine Werkstatt und war ein alter Junggeselle mit allerlei Schrullen und Eigentümlichkeiten. Er fertigte viele billige Geigen an, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdienen mußte, aber er war ein sorgsamer Reparateur und hat auch einige sehr gute Instrumente gebaut, mit denen er beweisen wollte, was er konnte.
30Fitter s. Fiscer
32Fivaz, C. F. — London. 1899
33Er wohnte als Geigenmacher und Reparateur bis 1899 Essex rd. Islington Green N und ist später ohne Hinterlassung der Adresse verzogen.
35Flac, Philipp. — Lyon. Geb. um 1533. 1572
36Wahrscheinlich ein Deutscher; er gehörte zur reformierten Gemeinde in Lyon und wird als Lautenmacher bezeichnet.
38Flägel, Johann Joachim. — Lübeck. Geb. 11. März 1845 zu Hornstorf, † 3. Jan. 1918 in Lübeck
39Schüler des Instrumentenmachers Adler, mit dem er zuerst gemeinschaftlich sein Geschäft hatte. Tüchtiger Blechblasinstrumentenmacher und Orgelbauer, der auch Geigen reparierte.
41Flägel, Heinr. Herm. Ludw. Jul. Rud. — Lübeck. Geb. 17. Juli 1871 zu Lübeck
42Sohn, Schüler und Nachfolger seines Vaters J. J. Flägel.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.