Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 146

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 142. See the scan on archive.org.

1Flambeau, Joseph. — Mirecourt. 1740
2Er war vielleicht der Vater und Lehrer des 1776 bis 1789 vorkommenden Charles Flambeau. Arbeiten von ihnen kennt man nicht.
4Flambeau (Flambau), Pierre. — Paris. 1816
5Wahrscheinlich aus Mirecourt stammender, unbedeutender Geigenmacher. Er nannte sich einen Schüler Kolikers, bei dem er wohl als Geselle gearbeitet hatte, und verwendete außer seinem geschriebenen Zettel auch eine Brandmarke mit seinem Namen.
7Flather, O. P.
8Wohnt als Geigenmacher in Boston.
10Flechter, Victor S., war um 1894 in Neuyork ansässig
12Fleischer, Carl Conrad. — Hamburg. † vor 1738
13Jüngerer Sohn von Hans Christ. F.
15Fleischer, Hans Christoph. — Hamburg. 1672. 1688
16Vermutlich der Schwager Joach. Tielkes, der eine Fleischer geheiratet hat. Er erwarb am 12. April 1672 das Hamburger Bürgerrecht und kommt 1688 noch vor. Als Beweis seiner Tüchtigkeit kann man die Tatsache betrachten, daß ein so feiner Kenner, wie Selhof, einen Kontrabaß von ihm besaß, der 1759 im Haag versteigert wurde. Er hat übrigens auch Tasteninstrumente gebaut.
18Fleischer, Johann Christoph. — Hamburg.
19Geb. um 1675, † nach 1732
20Älterer Sohn und wohl auch Schüler von Hans Christ. Fl. Er wurde am 13. Juni 1705 Hamburger Bürger und verstand es, den Ruf, den sein Vater bereits besaß, noch zu erhöhen, so daß der Name Fleischer neben Tielke in der Geschichte des deutschen Instrumentenbaus stets hervorgehoben werden muß. Er hatte nebst seinem Bruder 1708 schwere Kämpfe mit der Tischlerzunft auszufechten, die seine Arbeit als einen Eingriff in ihre Rechte betrachtete. Seine Lauten und Violen sind von schöner Arbeit, er hat jedoch wie sein Vater auch Tasteninstrumente gebaut und erfand u. a. 1718 ein »Lautenclavecin« und einen »Theorbenflügel«.
22Fleming, Georg. — Danzig. 1650
23Eine Laute (Nr. 5517) im Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Altertum in Breslau trägt den geschriebenen Zettel: »Georg Fleming In Dantzig Anno 1650«.
25Fleming, James M. — London. 1902
26Verfasser einiger verdienstvoller Werke zur Geigengeschichte und bewährter Geigenkenner. Er erfand eine neue Geige, die statt des hölzernen Resonanzbodens einen ziemlich großen Aluminiumschalltrichter besitzt, in den durch ein Membran die durch die Saitenschwingungen hervorgerufenen Töne übergeleitet und zu Gehör gebracht werden. Die Klangfarbe des neuen Instruments soll recht eigenartig sein.
28Fleming, John. — Saltcoats. 1895
29Seine Geigen, die nach Stradivari gebaut und mit Öllack überzogen sind, tragen keine Zettel, sondern nur einen Brandstempel mit seinem Namen.
31Fletté, Benoist. — Paris. 1745. 1763
32Er war geschwornener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1763. Geigen von ihm sind wenig bekannt und unbedeutend, nur seine Lauten und Gitarren werden gelobt. Sein Name wird von einigen Hetté gelesen.
34Fleuri (Fleury), Jean François. — Paris. 1783 1785
35Weder über sein Leben noch über seine Arbeit ist etwas Besonderes zu sagen. Er gehört zu den Meistern dritten Ranges und wird nur selten erwähnt. Er darf mit Benoît Fl. nicht verwechselt werden.
37Fleurot. — Val d’Ajol. 18. bis 19. Jahrhundert
38Bisher sind nur Scheitholte von ihm bekannt geworden. Fleurot war vielleicht einer der letzten Lautenmacher, die dieses in den Vogesen beliebte zitherartige Instrument, das schon Praetorius (1618) verächtlich ein »Lumpeninstrument« nannte, in größerer Anzahl gebaut hat. Scheitholtartige Epinettes, oder genauer »Epinettes de Vosges« von ihm besitzen das Museum des Konservatoriums in Brüssel, die Berliner staatl. Sammlung und das Musikhistorische Museum von W. Heyer in Köln (Nr. 412).
40Fleury, Benoît. — Paris. 1751. 1791
41Ein geschickter Lauten- und Geigenmacher, der bei seinen Genossen sehr angesehen war und zum geschwornen Meister für das Jahr 1755 gewählt wurde. Er wohnte, und zwar noch 1789, im Faubourg Saint Germain, rue des Boucheries. Eine Baßviola von 1755 von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums. Das älteste bisher von ihm bekannte echte Instrument ist ein Alto von 1751; es ist daher sicher ein Irrtum, wenn ihn Hart schon in das Jahr 1718 setzt. Er war ein geschickter Reparateur und auch seine Sackpfeifen (ein Modeinstrument jener Tage) und Leiern waren berühmt. Eine Diskantviola (von 1764) befindet sich in der Sammlung Galpin (Hatfield).
42Geigenzettel: Abb. 219.
44Flodström, L. E. — Stockholm. 1897
45Ein Dilettant, der 1897 in Stockholm recht brav gearbeitete Geigen ausgestellt hat.
47Floreno, Fiorenzo. — Bologna. 18. Jahrh.
48In der Art des Guidante, mit dem er oft verwechselt wird. Vidal liest »Florinus«. (Vgl. auch das bei Giovanni Floreno Gesagte.) Auch ein Antonio Fl. soll zur gleichen Zeit vorkommen.
49Geigenzettel: Florentus Florenus / fecit Bononiae, an. 17 . . (gedruckt).
51Floreno, Giovanni Guidante. — Bologna. 1685. 1730
52Über diese Familie herrscht viel Unklarheit, die dadurch noch vermehrt wird, daß schon in alten Zeiten die Zettel vielfach gefälscht, ihr Wortlaut miteinander

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