Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 148

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 144. See the scan on archive.org.

1Foetisch, Edouard. — Lausanne. Geb. 2. Juni 1869 in Lausanne
2Schüler von R. Hammig in Markneukirchen und P. Möckel in Berlin. Fünf Jahre lang arbeitete er in Leipzig, Dresden, Frankfurt, Stuttgart, Wien und Mirecourt und machte sich 1890 selbständig. Er baut nach Stradivari, indem er sowohl einzelne Geigen getreu imitiert, als nach den bekannten Modellen arbeitet. Er ist Teilhaber der Musikinstrumentenfirma Foetisch frères, die in Vevey eine Filiale besitzt, für die besonders Penzel tätig ist.
3Geigenzettel: Edouard Foetisch, Luthier / à Lausanne An . . . No . . (gedruckt).
5Foinant, Claude und Leopold. — Mirecourt.
61765
7Wahrscheinlich Brüder. Arbeiten von ihnen kennt man bis jetzt nicht.
9Foltin. — Gleiwitz. 1910
10Fonclauze, Joseph (gen. »le Mayeux«). — Paris.
11Geb. in Luxeuil (Franche-Comté) 1800,
12† Paris-Montmartre 1864
13Einer der besten französischen Bogenmacher, der, nachdem er bei D. Peccatte in Mirecourt ausgebildet worden war, 1820 nach Paris ging und zuerst bei Fr. Lupot, dann bei Fr. Tourte und schließlich zehn Jahre lang bei J. B. Vuillaume arbeitete. Gegen 1840 machte er sich in der Rue Pagevin selbständig und zog dann in seinen letzten Jahren auf den Montmartre. Die meisten seiner Bögen tragen seinen Namen als Brandmarke.
15Fontana, Giovanni. — Ferrara. 1568
16Ein Instrumentenmacher, den Valdrighi (4164) erwähnt.
18Fontanelli, Giovanni Giuseppe. — Bologna.
191733. 1773
20Hauptsächlich als Lautenmacher berühmt. Zwei Mandolinen von ihm besitzt das Museum des Pariser Kon servatoriums. Eine prächtige, reich mit Schildpatt, Ebenholz und Elfenbein eingelegte Laute befindet sich in der Sammlung Gautier in Nizza.
21Geigenzettel: Giov. Giuseppe Fontanelli / fece in Bologna, l’anno 1733—3 Xbre (gedruckt). — Giovanni Giuseppe Fontanelli / Bolognese f. an. 1772 (gedruckt).
23Fontaubert, lebt als »Luthier« in Angoulême
24Fonvielle, Jean de. — Mirecourt. 1605
25Einer der ältesten von A. Jacquot ermittelten Geigenmacher Mirecourts.
27Foradori, Giovanni. — Verona, Bologna. 1855.
281860
29Ein Feintischler, der sehr schön eingelegte Schränke und Tische verfertigte. Er verlegte sich nebenbei auch auf das Geigenmachen, wobei ihm zwar seine Handfertigkeit sehr zustatten kam, doch jedes Verständnis für das eigentliche Wesen des Geigenbaus abging.
31Forcheville, Jean-Baptiste. — St. Omer (Frankreich). 1673
32Bisher nur durch eine Pochette, die sich in der Sammlung Snoeck (443) befand, bekannt geworden; diese aber läßt den Schluß zu, daß er in seinem Fache recht tüchtig war. Leider war es mir nicht möglich, in den Archivalien in St. Omer etwas über ihn zu finden.
33Geigenzettel: Fait à St. Omer par / J. Bte. Forcheville 1673 (gedruckt).
35Ford, Jacob. — London. 1780. 1790
36Wie die meisten seiner Zeitgenossen in England nahm er sich Stainer zum Vorbild. Er war nicht ungeschickt und verwendete einen guten Öllack.
38Fornarone, il. — Bologna
39Ein bolognesischer Instrumentenmacher, dessen Name und Zeit nicht feststeht, dem Namen nach vielleicht der Sohn eines Bäckers. Valdrighi nennt ihn ohne nähere Angaben unter Nr. 3757.
41Forni, Stefano. — Pesaro. 1666
42Seine Geigen glichen in ihrem Aussehen den Werken der Brescianer, sind jedoch weder in bezug auf Arbeit, Holz und Lack, noch auf den Ton hervorragend.
43Geigenzettel: Stefano Forni Fece / In Pesaro. L’anno 1666 (gedruckt).
45Forno, Christoforo del. — Rom. 1608
46Ein Lautenmacher aus der via dei Liutari, der wohl eine größere Werkstatt besaß. Er wird in der Klagesache des vlämischen Lautenmachers Giovanni di Enrico als »Maestro« und Besitzer einer »Bottega« in der via dei Leutari erwähnt.
48Forster (Foster, auch Forrester), John. — Brampton (Cumberland). Geb. um 1688 zu Kirkandrews, † Okt. 1781 in Brampton
49Der Stammvater der berühmten Geigenmacherfamilie seines Namens. Er war eigentlich Spinnrad- und Büchsenmacher, aber in vielen Künsten beschlagen, und machte gelegentlich auch Geigen. Ein ihm zugeschriebenes Instrument ist sehr oberflächlich durchgeführt, hoch gewölbt und folgt einem Modell, das etwa in der Mitte zwischen dem des Stainer und dem der Amatischule liegt.
51Forster, Simon Andrew. — London. Geb. 13. Mai 1781, † 2. Febr. 1870
52Sohn von William III F. Erst Schüler seines Vaters und dann von Samuel Gilkes, der als Gehilfe bei seinem Vater arbeitete. Er kam seinem Vater und Großvater zwar nicht gleich, war aber ein feiner Kenner und ist namentlich bekannt durch seine Mitarbeiterschaft an dem Buche »The history of the Violin by Sandys and S. A. Forster« (1864).
53Geigenzettel: (in billigen Geigen:) Forster, No . . (gedruckt). — S. A. Forster / Violin, Tenor and Violoncello / Maker / No . . London (gedruckt).

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