Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 150

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 146. See the scan on archive.org.

1Francidier, François. — Mirecourt. 1774. 1787
2Nur von A. Jacquot erwähnter Geigenmacher.
4Franciolini, Leopoldo. — Florenz (?). 1780
5In einem sehr schadhaften, oft geflickten Baß, fand sich auch der (Rep.)-Zettel: »Leop. Franciolini Fiorentino 1780« (geschrieben). Die Heimatsbezeichnung muß nicht auch den Wohnort andeuten. Name, Schrift und Jahreszahl erschienen, nebenbei bemerkt, sehr verdächtig.
7Franck, Gottfried Hinrich Anton. — Hamburg. 1785
8Ein Instrumentenmacher, der am 21. Januar 1785 Bürger von Hamburg wurde.
10Franck, Johann Andreas. — Klingenthal. 1740. 1765
11Sein Name kommt seit 1740 in den Innungsbüchern vor. Näheres über ihn weiß man jedoch nicht.
13Franck (?), Johann Michael. — Dresden. 1794
14Ein bisher nicht bekannter Dresdener Geigenmacher, von dem J. M. Tscherin in Leipzig eine gute, nach einem kleinen Amatimodell gebaute Violine besitzt. Die Arbeit ist sauber, der Lack gelbbräunlich. Der Name ist schwer leserlich (der Besitzer liest »Framlr«).
15Geigenzettel: Johann Michael Franck / Violinmacher Dresden 1794 (geschrieben).
17Franck, Ludwig. — Lübeck. Geb. um 1700, † 9. April 1763
18Er erwarb am 16. Juni 1724 als Instrumentenmacher das Bürgerrecht und wurde 1725 Organist am Dom. 1729 heiratete er Cath. Dorothea Raggen. Sein Sohn Ludewig starb schon 1752. Außer diesem besaß er nur eine Tochter; der Hamburger G. H. A. Franck war also nicht sein Sohn, wie man früher glaubte. Er hat Lauten und Harfen repariert, scheint jedoch fast ausschließlich Klavier- und Orgelbau betrieben zu haben. Eine Arbeit von ihm, ein Klavier von 1756, besitzt das Museum in Lübeck.
20Franck. — Gent. 1800. 1830
21Ursprünglich Bildhauer, hat er sich erst später auf das Geigenmachen verlegt und war namentlich als Reparateur gesucht.
22Geigenzettel: Raccommodé par franck / rue De La Maison Dieu / paroise St. Sauveur N 5 / gand (geschrieben).
24Franco (Franchi), Stefano. — Florenz. 1686. 1692
25Sohn des Caspar F. Ein Lautenmacher, der vermutlich Frank hieß. Eine kleine Oktavlaute (Pandurina) von ihm befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln (Nr. 494).
27François, Jean. — Mirecourt. 1755. 1758
28Gewöhnlicher Mirecourter Meister. Seine Violen haben geschnitzte Wirbelkästen. Er bezeichnete seine Geigen gern als aus Paris stammend und verwendete eine Brandmarke mit seinem Namen. A. Jacquot konnte über ihn nichts in den Mirecourter Urkunden finden, dagegen fand er einen François François, der um 1774 bis 1787 lebte.
29Geigenzettel: Gian Françoit à / Mircour au Lorraine / Fai en 1758 (gedruckt).
31François, Maitre (»le luppetier«). — Mirecourt. 1612
32Einer der ältesten überlieferten Namen eines Mirecourter Geigenmachers. Wahrscheinlich hat man es da nur mit dem Taufnamen zu tun. Es müßte demnach erst festgestellt werden, wie dieser Maitre François wirklich hieß.
34Frank, Eduard, lebte im 19. Jahrhundert in Zwota
36Frank, Joseph. — Linz a. D. 1795
37Vielleicht ein Bruder von Meinrad Fr. Er dürfte jung gestorben sein oder nur selten Geigen gemacht haben. Obwohl er sich »bürgerlicher Geigenmacher« nennt, konnte ich ihn bisher in den Bürgerlisten nicht finden.
38Geigenzettel: Joseph Frank, bürgerlicher / Geigenmacher in Linz 1795 (gedruckt).
40Frank, Meinrad. — Linz a. D. Geb. um 1770. 1832
41Wahrscheinlich Schüler und seit 16. Mai 1799 auch Nachfolger von Joh. Bapt. Havelka. Origineller, fleißiger Meister, von dem bessere Arbeiten noch häufig vorkommen. Er besaß ein eigentümliches Modell mit tief eingebogenen ) (und hoher Wölbung. Die Schnecke ist dünn und eckig, der Lack gelbrot bis dunkelbraun, meist von wenig Glanz. Arbeit und Holz sind immer gut bei ihm. Bei Violen blieb er lange den alten Modellen treu, die schlangenförmigen Schalllöcher suchte er dagegen öfters zu ändern. Eine hübsche Viola d’amore aus dem Jahre 1801 von ihm besitzt das Museum in Gothenburg. Er gebraucht eine Zeitlang dieselbe Vignette wie J. B. Havelka, in die er seinen Namen mit Tinte schreibt.
42Geigenzettel: Abb. 210.
44Frank s. Grohmann
46Franke, Paul. — Nürnberg. Geb. 29. April 1876 in Frankfurt a. O.
47Nachdem er von 1890—1894 bei Otto Seifert den Geigenbau regelrecht erlernt hatte, arbeitete er 15 Jahre lang als Gehilfe und hat sich 1909 in Nürnberg selbständig gemacht. Er baut hauptsächlich nach einer vorzüglichen Stradivariigeige, die er in Berlin zu kopieren Gelegenheit hatte, und bevorzugt ein großes Format und eine flache Wölbung, die jedoch nicht gleich vom Rande aus ansteigt. Er verarbeitet schönes altes Holz, macht alle Teile eigenhändig und bereitet

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