Scan 151
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
49 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 147. See the scan on archive.org.
1auch seinen rötlichgelben Öllack selbst. Seine Arbeit wird sehr gelobt. — Auch sein jüngerer Bruder ist Geigenmacher geworden und war sein Schüler.
2Geigenzettel: Paul Franke, Geigenbauer / Nürnberg, gefertigt 1910 (gedruckt).
4Frankland. — London. 1785
5Er wohnte Robin Hood Court, Shoe Lane und war meist für William Forster beschäftigt, ragte aber als Geigenmacher nicht hervor.
7Franz, Joachim. — Havelberg. Geb. 1748
8Im Havelberger Meldeamt ist über ihn nichts zu finden, doch soll um 1870 ein alter Mann namens Franz, der Instrumentenmacher gewesen ist, gestorben sein. Er wohnte zuletzt im Heinetterberg (Heinstterberg?). Seine Tochter war mit Stellmacher Kardetzki in Damerow verheiratet1). Er hieß Johann Jochen Franz und muß wohl ein Sohn Joachim F.s gewesen sein.
10Franza, Giacomo. — Badia Polesine (Prov. Rovigo)
11Sein Zettel findet sich in einer unbeholfen gemachten Violine mit roh gearbeiteter Schnecke aus der Sammlung Pasini, jetzt im Besitz des Rittmeisters C.S. Picht in Ulm.
12Geigenzettel: Giacomo Franza / Fabricatore Da violini/ in Badia polesine.
14Fratis (Pratis, Pradter), Stephan. — Prag. 1674· 1695
15Der Name kommt in so verschiedener Form vor, daß ich unsicher bin, ob ich diesen Stephan für einen Verwandten von Leonhard Pradter oder von Georg Fratich, der in Prag lebte und im Jahre 1752 zwei Waldhörner für die Lorettokirche machte, halten soll. Vgl. Pradter. one of two readings
16Der Name kommt in so verschiedener Form vor, daß ich unsicher bin, ob ich diesen Stephan für einen Verwandten von Leonhard Pradter oder von Georg Fratisch, der in Prag lebte und im Jahre 1752 zwei Waldhörner für die Lorettokirche machte, halten soll. Vgl. Pradter. one of two readings
18Frauendorfer s. Kurz und Frauendorfer
19Frazier, J., lebt in Bristol als Geigenmacher und Geigenlackfabrikant
21Frébinet, Claude. — Mirecourt. 1660
22Bis jetzt der älteste bekannt gewordene Geigenmacher seiner Familie.
24Frébinet, Georges. — Mirecourt. Geb. 24. Februar 1874
25Schüler seines Großvaters Deroux in Reims. Er arbeitete bei Hel und bei Blanchard und entwickelte sich zu einem sehr tüchtigen Geigenmacher.
27Frébinet, Georges-François. — Mirecourt. 1759. 1760
28Nur dem Namen nach bekannt.
301) Nicht zu finden.
32Frébinet, Jean-Baptiste I. — Mirecourt. 1688
33Ihm gehört wahrscheinlich der abgebildete Zettel, der richtig Frébinet gelesen werden muß, aber meistens irrig Frebrunet gelesen wurde.
34Geigenzettel: Abb. 222.
36Frébinet, Jean-Baptiste II. — Mirecourt. Geb. um 1718, † 1776
37Vielleicht ein Sohn von Jean Baptiste I. Er heiratete im Jahre 1745 und wird sich damals selbständig gemacht haben. Seine Arbeit ist recht gut und mit der von Pierry zu vergleichen. Er verwandte einen guten, gelbbraunen Öllack. Eine Violine von ihm aus dem Jahre 1760 besitzt das Konservatorium in Paris. Im Selhofschen Versteigerungsverzeichnis (Haag 1759) wird eine Geige von J. B. Frebine mit der Jahreszahl 1751 angeführt. Seine Zettel enthalten zumeist nur seinen Namen ohne Ort und Datum. Daß er auch in Paris gearbeitet haben soll, wird zwar behauptet, aber wahrscheinlich hat er seine Vaterstadt nur in seinen Gesellenjahren verlassen.
39Fredi, Fabio, Cte. — Todi, Rom. Geb. 1845 in Todi, † 18. Januar 1894 in Rom
40Tüchtiger Geigenmacher und Musiker, der von 1875 bis 1878 in Todi arbeitete und 1879 nach Rom übersiedelt ist.
42Fredi, Cte. Rodolfo. — Rom. Geb. 18. Juni 1861 in Todi (Perugia)
43Sohn und Schüler von Fabio Fr. Er eröffnete am 1. Januar 1885 seine eigene Werkstatt in Rom und baute bisher nach 10 verschiedenen Modellen, kam aber zuletzt auf das Stradivariomodell zurück, das ihm jetzt zum Vorbild dient, ohne daß er dabei die Absicht hat, lediglich Kopien zu fertigen. Die für den Handel berechneten Geigen verseht er mit Spirituslack, die besseren dagegen mit Öllack. In der letzten Zeit beschäftigt er sich jedoch mehr mit Orgeln und Klavieren usw. als mit Geigen.
44Geigenzettel: Rodolfo Fredi / fece in Roma anno 1901 (gedruckt).
46Fredimaure, Joannes Baptista. — Florenz. 1740. 1750
47Weder die Form des Namens noch die Herkunft dieses Meisters kann als sicher angesehen werden, selbst die Zeit, wann er gelebt hat, müßte erst festgestellt werden. Nach Gallay-Brunis Inventaire besaß die Marquise de Thuisy eine Violine von »Fredimaure« aus dem Jahre 175. (?) (S. 175). Die Geigenhändler Lyon & Healy bieten eine Violine von J. B. Fredimaure aus dem Jahre 1740 an, in Frankreich befindet sich dagegen eine Violine von guter Arbeit, langes, schmales Modell, hohe Wölbung, große F-Löcher, breite Reifchen, goldgelber Lack, schmale kleine Schnecke mit der Jahreszahl 1643. Ich halte die Jahreszahl zwar für falsch gelesen, muß sie aber doch erwähnen, da der Zettel im übrigen echt zu sein scheint.
48Geigenzettel: Joannes Baptista Fredimaure eximius / ligneus faber, Florentie anno 1643 (gedruckt).
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- Frébinet, Georges
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- Frébinet, Jean-Baptiste I.
- Frébinet, Jean-Baptiste II.
- Fredi, Fabio
- Fredi, Cte
- Frédimaure, Joannes Baptista
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