Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 152

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

50 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 148. See the scan on archive.org.

1Freeman s. Hare
3Freese, Andres. — Bremen. 1727
4Der seit 1721—1763 in Bremen tätige, sehr geschickte Bildhauer Theophilus Freese1) hatte nach den Zunftakten einen Bruder, dessen Vorname leider nicht angegeben erscheint. Vermutlich war Andres Freese dieser Bruder und seines Zeichens ebenfalls Holz-, Elfenbein- und Steinbildhauer. Er wird also nur aus Liebhaberei Geigen gemacht haben. Eine Taschengeige von ihm besitzt das Städtische Museum in Braunschweig.
5Geigenzettel: Andres Freeße/Bremen d. 27./Septemb. 1727 (gedruckt).
7Freiseisen. — Mittenwald. Anfang des 19. Jahrhunderts
8Da er ausschließlich für die »Verleger« arbeitete, ist sein Name unbekannt geblieben; daß er jedoch zu den besseren Geigenmachern seiner Heimat gehört haben muß, beweist eine sehr gute Violine mit seinem handschriftlichen Zettel, die ein Münchener Hofmusiker besaß.
10Freitag, Friedrich. — Berlin
11Ein geschickter Geigenmacher, der zusammen mit Paul Kurt Ficker arbeitet. Ihre Firma heißt »Freitag & Ficker«.
13Frénot, Jean. — Mirecourt. 1750 (?). 1788
14Er gab in seinen Geigen, wie viele Mirecourter, Paris als Ursprungsort an, die hinzugefügte Jahreszahl 1750 ist wahrscheinlich ebenso unrichtig, denn A. Jacquot weist nach, daß er erst 1781 geheiratet hat.
16Freund, F. — Neiße. 1841
17Ist mir nur durch seinen Reparaturzettel bekannt geworden.
18Geigenzettel: Reparirt von F. Freund in Neisse 1841 (gedruckt).
20Frey. — Antwerpen
21C. C. Snoeck besaß eine von Maeterlinck in Gent bemalte Gitarre von ihm.
23Frey, Christoph. — Wiesensteig, Stuttgart. 1582. † 30. August 1635
24Er stammte aus Ansbach und kam im Jahre 1582 aus Wiesensteig nach Stuttgart, wo er mit Joh. Thanner die Musikinstrumentenwerkstatt der Hofkapelle (»Laboratorium«) begründete. Er soll viel Geschicklichkeit bewiesen haben, namentlich als Pfeifenmacher und Orgelbauer, wird aber als »verdreht« bezeichnet und erregte durch seine »unzeitige« Heirat Anstoß.
26Frey (Frei), Hans. — Nürnberg. 1450. † 21. Nov. 1523
27Es ist eine unbewiesene, vielleicht unbeweisbare Überlieferung, daß Hans Frey einer der besten Lauten- und
291) Eine Elfenbeinstatuette von ihm ist in der Elfenbeinsammlung des Museums zu Braunschweig. Vgl. Joh. Focke, Bremische Werkmeister aus alter Zeit. Bremen 1890.
31Violenmacher seiner Zeit war. Als Beruf übte er diese Kunst sicher nicht aus. Er war zugleich ein trefflicher Mechaniker, Physiker und Erfinder, kurz »ein kunstreicher Mann, der in allen Dingen erfahren war.« »Für Musik hatte er Verstand, für einen guten Harfenschläger war er berühmt«, wie Neudörffer von ihm berichtet. Von seinem Leben ist nicht allzuviel Sicheres zu berichten. Er soll in seiner Jugend in Bologna gearbeitet haben und gehörte als der Letzte seines Stammes einer ehrbaren, wenn auch nicht ratsfähigen Familie an. Er war mit der Patrizierstochter Anna Rumlein († 1521) verheiratet und wurde 1496 Genannter des größeren Rats. Einen Teil seines Ruhms bei der Nachwelt verdankt er dem Umstande, daß Albrecht Dürer sein Schwiegersohn war. Dieser schätzte ihn sehr hoch, und als er seinen Tod in der Hauschronik eintrug, bemerkte er, daß Hans Frey bei sechs Jahren krank war und ein Mann gewesen sei, »der auch in der Welt gleich unmöglich Widerwärtigkeit erduldet hat«. In den Nürnberger Gerichtsbüchern (Abteilung litterarum) erscheint Hans Frey (Litter. 8, Bl. 228) als Zeuge; im Jahre 1484 (Bd. 3, Bl. 7) schließt er und sein Vetter Sebolt Frey einen Vertrag ab mit Hans Sendelbeck, dem Vormund des Hans Schütten- samen, wegen Verzinsung und Abnutzung eines Hauses, gelegen an dem Hause des Schneiders Ulrich Kolb; 1501 am 28. Mai erscheint er als Besitzer eines Hauses auf dem Graben hinter dem deutschen Hofe (Litter. 17, Bl. 99); 1502 am 3. Februar als Zeuge, und in einer Urkunde vom Jahre 1504 (Litter. 20, Bl. 105) als Vormund der Clara Gartner. Nach seinem Tode fand sich ein Vermögen von 425 fl. bar und 600 fl. belegtes Kapital vor. Er liegt auf dem St. Johanniskirchhofe Nr. 649 begraben. — Weiteres findet sich noch bei Lochner: Die Personennamen in Albrecht Dürers Briefen aus Venedig (:Nürnbg. 1870:), S. 12—19. In der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthist. Museums in Wien kann man zwei schön gearbeitete neun- und elfspänige Altlauten sehen mit dem geschriebenen Zettel: Hans Frei.
33Freyer & Co. — Meißen. 1901
34Erfinder einer Porzellanvioline.
36Freytag, A. — Landsberg a. W. 1855. 1860
37Seinerzeit galt er als recht tüchtiger Reparateur und soll auch schätzenswerte theoretische Kenntnisse gehabt haben. Etwas Näheres über ihn zu ermitteln war nicht möglich, da die Melderegister in Landsberg a.W. nicht so weit zurückreichen.
39Fréz, Michael (Mihály). — Budapest. 1915
40Geigenmacher.
42Frezza, Bartolomeo. — Brescia. 1624
43Bisher nur als Lautenmacher von Valdrighi (4493) erwähnt.
45Frichelet. — Mirecourt
46Eine Geigenmacherfamilie, von der genannt werden:
47Antoine, 1687, 1691, dessen Sohn
48Claude-Nicolas, geb. 1687 und
49Claude, der noch 1761 und 1762 vorkommt.

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