Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 154

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 150. See the scan on archive.org.

1Fritzsche, Johann Benjamin. — Dresden. 1802.
21823
3Zweiter Sohn des 1804 verstorbenen Blasinstrumentenmachers Joh. Aug. Fr. Er wohnte im väterlichen Hause in der Holzgasse Nr. 636 und wurde am 19. August 1802 Bürger. Ein geschickter Meister, der bald zum Hofinstrumentenmacher ernannt wurde (anfangs noch »Churfürstl.«, dann Königl. Sächs.). Geigen von ihm kommen häufig vor, auch als Reparateur war er viel beschäftigt. Eine Mandoline von ihm aus dem Jahre 1806 befindet sich in der Sammlung Seheurleer.
4Geigenzettel: Abb. 206.
6Fritzsche, Karl August. — Dresden. 1797. 1809
7Älterer Sohn von Joh. Aug. Fr. Erlernte bei seinem Vater die Holzblasinstrumentenmacherei und verlegte sich dann auch auf den Geigenbau. Er wohnte nach den Adreßbüchern von 1797 in der Schloßgasse Nr. 294, 1799 in der Pirnaischen Vorstadt Nr. 20; am 21. August 1803 wurde er Bürger und wohnte damals Fischersdorf Nr. 708. Er ist weniger bekannt geworden als sein Bruder und wahrscheinlich früh gestorben.
9Fröberg, Andreas. — Stockholm. 1762. 1770
10Ein bisher nur dem Namen nach bekannter schwedischer Geigenmacher, der im Jahre 1762 als solcher in Stockholm privilegiert wurde.
12Fromm, Franz. — Wien
13Begründete 1886 in Wien sein Streichinstrumentengeschäft.
15Fromm, Karl. — Wien. Geb. 1852 in Wien
16Begründete im Jahre 1878 sein Musikinstrumentengeschäft. Er ist ein vorzüglicher Zitherspieler und baut sehr gute und schön gearbeitete Zithern. In seiner Werkstatt werden auch Geigen hergestellt, bei denen er anfangs das Amati-, später das Stradivariomodell bevorzugte. Er war Juror gelegentlich der Wiener Musik- und Theaterausstellung und besitzt Preise der Chicagoer und Pariser Weltausstellung und von 20 anderen Ausstellungen, hat einen Tonregulator für Streichinstrumente (ähnlich dem von Stauffer) konstruiert und baut auch Konzertzithern mit freischwingenden Stegen und ohne Brücke (seine Erfindung).
17Geigenzettel: Carl Fromm, Geigenmacher / Wien II, Taborstr. 20. 1886 (gedruckt).
19Fronhofer, Georg. — Füssen. 16. Jahrhundert
20In Raymund Fuggers Musikkammer (vom Jahre 1566) befand sich (Nr. 74) »Eine alte Gute Lauten von G. Fronhofer; (Nr. 76): Eine alte gute Lauten von Georg Fronhofer; (Nr. 80): Eine alte gute Lauten von Georg Fronhofer«. Vgl. Stockbauer, Kunstbestrebungen unter Alb. V. u. Wilh. V. (: Wien 1874:), S. 83. Dasselbe Verzeichnis nennt auch einen Lautenmacher Hans Kronhofer. Ob hier nicht ein anderes Mitglied derselben Familie gemeint ist? In beiden Fällen fehlt die Angabe des Wohnorts, doch gibt Trautmann Füssen als Fronhofers Heimat an.
22Frosch, Andreas. — München (?)
23Ein Lauten- und Geigenmacher vom Ende des 17. Jahrhunderts. Ein Lautenbassetttchen von ihm befindet sich im Münchener Nationalmuseum.
25Fryer, John Charles. — London, dann Leeds. 1828. † 1840
26Erst Gehilfe und seit 1828 auch Kompagnon von Dearlove. Bei seinen Geigen fehlt gewöhnlich die Hohlkehle.
28Fuchs, Franz. — Linz a. D. Geb. 30. Juli 1875 in Linz
29Schüler von Ed. Heidegger, bei dem er als Gehilfe u. a. mehrere Bratschen nach dem Kleinmensursystem Dessauer anfertigte. Seine weitere Entwicklung wurde hauptsächlich von Prof. Sadtler beeinflußt, der ihn seit 1893 in die Ergebnisse seiner durch 50 Jahre fortgesetzten Forschungen über die Gesetze des Geigenbaues einweihte. In gemeinsamen, vielfältigen Versuchen reifte das Können des jungen Geigenmachers, der seit dem Tode Prof. Sadtlers es auch verstanden hat, die auf wissenschaftlichem Wege gefundenen Richtlinien mit der künstlerischen, äußeren Erscheinung seiner Arbeiten in Einklang zu bringen. Er arbeitet nach einem eigenen, zwischen Stradivari und Guarneri liegenden, großen Modell mit schlankem Wirbelkasten und schöner Schnecke, verwendet ausgezeichnetes Tonholz und einen weichen, rötlichgelben Öllack. Er arbeitet mit der größten Genauigkeit und macht alles selbst, so daß er im Jahre höchstens vier Geigen fertigstellt. Bei diesen sind die Stärkeverhältnisse des Holzes, die Wölbung und der Luftraum sorgfältig berechnet. Den Baßbalken setzt er ungespannt ein. Der Ton seiner Geigen, Violen und Violoncelli ist sehr schön und groß.
30Geigenzettel: Geigenmacher / Franz Fuchs Linza./d.D., Baujahr .. No ..
32Fuchs. — Schönbach b. E.
33Als Geigenmacher waren oder sind in ihrer Heimat tätig:
34Fuchs, Andreas. † 1898
35Fuchs, Anton
36War 1826 bereits Meister und soll eine Zeitlang in Görkau bei Komotau ansässig gewesen sein.
37Fuchs, Franz
38War 1826 bereits Meister und starb 1877.
39Fuchs, Josef
40Kommt schon 1802 und noch 1840 vor. Er war der beste Geigenmacher aus dieser Familie. Seine Geigen sind nach der Form gebaut, mit schöner Wölbung und zeigen rötlichen Spirituslack. Er gebrauchte verschiedene Zettel.
41Geigenzettel: Joseph Fuchs, Geigen- / und Lautenmacher in / Schönbach 1806 (gedruckt). — Joseph Fuchs Violinmacher / in Stadt Schönbach / bei Eger in Böhmen Anno 1840 (geschrieben).
43Fücker s. Ficker

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