Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 155

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 151. See the scan on archive.org.

1Fürst, Georg. — Mittenwald. 1790. 1810
2Mittenwalder Durchschnittsarbeit ohne bemerkenswerte Eigenschaften.
3Geigenzettel: Georg Fürst in Mittenwald an / der Iser 1790 (gedruckt).
5Fürst, Johann I. — Mittenwald. Geb. 1822, † 1882
6Wahrscheinlich ein Sohn von Georg F. Seine Geigen können als Beispiel dafür dienen, wie um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Arbeiten der Mittenwalder das Persönliche, das auch die Geigen der weniger geschickten, älteren Meister noch auszeichnet, allmählich verschwindet. — Er verlegte sich auch später mehr auf den Zitherbau.
8Fürst, Johann II. — Mittenwald. 1919
9Er arbeitet mit seinen Söhnen und befaßt sich mit der Herstellung von Violinen, Gitarren und Zithern.
11Fürst, Thomas. — Mittenwald. Geb. 29. April 1860
12Schüler seines Vaters Johann F. Er baut hauptsächlich Zithern und Gitarren, aber auch Geigen nach allen alten Meistermodellen.
13Geigenzettel: Thomas Fürst Saiten-Instru- / mentenmacher, Mittenwald a. d. I. / Bayern 1893 (gedruckt).
15Fulquet, Annibal. — Montevideo (Uruguay). 1890. 1916
16Sohn und Schüler von Sebastian F., dessen Nachfolger er 1890 wurde. Er arbeitete anfangs nach einem Modell, das er nach Nic. Amati, Stradivari und Guarneri zusammengestellt hatte. Seit dem Erscheinen von Hills Buch über Stradivari arbeitet er nur noch nach diesem Meister. Er verwendet schönes Holz und einen guten Lack; seine Violinen werden von Geigern sehr gelobt. Er gilt auch als geschickter Reparateur.
18Fulquet, Sebastian. — Montevideo. 1860. 1890
19Ein tüchtiger Mandolinen- und Gitarrenbauer, der aber auch als Geigenmacher Anerkennung gefunden hat. Er betrachtete J. B. Vuillaume als sein Vorbild und als seinen Meister.
21Furber, David. — London. 1750. 1760
22Der Stammvater dieser Geigenmacherfamilie, Geburts- und Todesjahr sind unbekannt. Er soll ein Schüler John Johnsons gewesen sein und namentlich einige gute Bässe gebaut haben.
24Furber, Henry John. — London. 1830, lebte noch 1865
25Sohn und Schüler von John F., dessen Geschäft in der Grafton Street von ihm fortgesetzt wurde. Seine Arbeit ist lobenswert.
27Furber, James. — London. Geb. vor 1790
28Ältester Sohn von Matthew F. sen. Nur als Reparateur hervorgetreten.
30Furber, John. — London. 1810, lebte noch 1841 in Cow Cross, Smithfield
31Dritter Sohn von Matthew F. sen. und dessen Schüler. Er ist der Bedeutendste aus der Familie und baute zahlreiche gute Geigen, zu denen ihm das Amatimodell als Vorbild diente. Er arbeitete auch bei J. E. Betts und war als Reparateur hochgeschätzt.
32Geigenzettel: John Furber, Maker / 13 John’s Row, top of Brick Lane, / Old St., Saint Luke 1813 (gedruckt).
34Furber, Matthew I. — London. 1740. † um 1790
35Sohn von David F., dessen Schüler er auch war. Er hatte drei Söhne, doch nur von den beiden jüngeren ist es bekannt, daß sie Geigenmacher waren; ob der älteste Sohn namens James die Kunst wirklich selbständig ausgeübt, ist nicht erwiesen.
37Furber, Matthew II. — London. † um 1830 oder 1831
38Zweiter Sohn von Matth. I F. und dessen Schüler.
40Furet, François. — Lyon. 1583
41Ein Instrumentenmacher, der nur dem Namen nach bekannt ist.
43Fux, Jakob. — Wien. Geb. um 1753, † 21. Aug. 1819
44Er übernahm im Jahre 1787 Philipp Wurms Werkstatt im »Tiefen Graben Nr. 369« (die vorher Joh. Georg Huber innehatte) und legte am 28. Juni 1787 den Bürgereid ab. Er ist aus der Familie Fux der Unbedeutendste. Geigen von ihm kommen selten vor, sind nach einem breiten, flachen Modell gebaut und haben gelben oder roten Lack.
46Fux, Johann Jakob. — Wien. 1691. 1705
47Vielleicht ein Sohn oder Bruder von Matthias F. Im Wiener Steuerbuch von 1692 heißt es: »Fux, Jakob, wohnhaft im Wübmer (Wiedener) Viertl. 30. Juni: Jakob Fux, Lautenmacher ist vermög der hchl. Steyer Anschlags-Commissarien mündlicher Veranlassung, in Ansehung seiner Armuth mit der 1692er Steyer zu verschonen, soll aber im 1693jährigen Steuer Anschlag eingebracht werden.« — Seine Geigen, die an das Stainermodell erinnern, sind sehr gut gearbeitet und gut im Holz, ohne im übrigen hervorzutragen.
49Fux, Matthias. — Wien. 1672. 1700
50Ein besonders geschickter Geigen- und Lautenmacher, der vermutlich aus Füssen stammte, wenn er nicht aus Hirtenfeld in Steiermark kam, wo 1660 der bedeutende Kontrapunktist Johann Joseph Fux († 1741 als Hofkapellmeister in Wien) geboren wurde. Er heiratete am 19. Juni 1672 als »bürgerlicher Lautenmacher«, muß also vorher bereits das Bürgerrecht erworben haben. Er hat namentlich gute Violen und Lauten mit reichen Verzierungen usw. gebaut, ward Hoflautenmacher und verwendete sehr gutes Holz, für den Boden meistens Augenahorn, und granatroten Lack. Er bevorzugte ein

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