Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 162

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

65 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 158. See the scan on archive.org.

1Gand. — Toulouse. 1774
2A. Jacquot erwähnt eine Gitarre von ihm.
4Gandl s. Gändl
6Ganzer s. Kranzer
8Ganzerla, Luigi. — San Felice (Modena). Geb. um 1794, † 1861
9Arbeitete handwerksmäßig, seine Geigen sind fast wertlos.
11Garai, János (Johann). — Temesvár
12Ein Blas- und Streichinstrumentenmacher, der in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts in Temesvár ansässig war.
14Garani, Michele Angelo. — Bologna. 1685. 1720
15Nachahmer von Stradivarius. Seine Violen werden besonders gelobt wegen ihrer guten — aber ungleichen — Arbeit und wegen ihres weichen Tons.
16Geigenzettel: A. / Michael / Garanus / F. Bonon. (gedruckt).
18Garani, Nicola. — Neapel. Um 1700
19Soll aus Bologna stammen und als Gehilfe bei den Gagliani gearbeitet haben. Dadurch erklärt sich auch die Ähnlichkeit seiner Arbeit mit der Gaglianischen. Er nimmt die Wölbung hoch und verwendet einen dünnen Lack. Der Ton seiner Geigen ist edel, wird aber durch das schlechte Holz sehr beeinträchtigt.
21Garbito, Antonio. — ? 1815
22Eine spanische Gitarre aus dem Besitze der Mrs. Cecil Bosanquet war im Jahre 1904 in der Londoner »Music Loan Exhibition« ausgestellt.
24Garceux, L. — Paris. 1809
25Man findet hier und da seinen Namen in Geigen, die er geflickt hat, auch sollen die Bauernrad-Weiberleier, die auf der Decke L. G. und die Jahreszahl eingebrannt tragen, von ihm sein. Eine solche von 1797 hat eine Lang- und zwei Begleitsaiten, elf Tasten, flachen Boden und flache Decke und ist 700 mm lang und 340 mm breit.
26Geigenzettel: Repare a Paris par / L. Garceux 1809 (gedruckt). Brandmarke Nr. 53.
28Garcia, Juan. — Madrid
29Mandolinen- und Gitarrenmacher.
31Gardelli, Federico. — Neapel.
32Von 1880 bis etwa 1900 besaß er ein mit einer Werkstatt verbundenes Musikinstrumentengeschäft.
34Garden, James. — Edinburgh. — Geb. in Edinburgh 1849
35Ein vorzüglicher Geiger, der aus Liebhaberei einige Geigen und Violen nach Stradivari gemacht hat. Er verwendet Whitelaws roten »Amatilack«.
36Geigenzettel: Jas. Garden, Edin. 1887 (gedruckt).
38Gardiner (Gardner), Pearson. — London. 1760
39Selten vorkommender englischer Geigenmacher, der im Stile von Duke arbeitete. Eine Violine von ihm besitzt J. T. Chapman.
41Gardner, C. — London. 1865
42In englischen Händlerverzeichnissen werden öfter Geigen von ihm angeboten.
44Garenghi, Giuseppe
45Lebte um 1857 als Geigenmacher in Brescia.
47Garganesi, Vito und Antonio. — Monopoli (Puglie). 1898
48Ihre Mandolinen erfreuen sich einer gewissen Beliebtheit.
50Gargnano.
51Aus einer wahrscheinlich in dem mitten in Zitronengärten und Olivenhainen nahe bei Salò gelegenen stattlichen Dorfe Gargnano am Gardasee betriebenen Geigenmacherwerkstatt gingen verschiedene Arbeiten hervor, in denen sich der hier wiedergegebene Zettel findet. Die Jahreszahl dürfte 1621 gelautet haben. Mir wurde ein recht gutes Violoncello von Brescianer Aussehen bekannt. In seinem verdächtigen Latein und seiner Orthographie wird der Zettel, den auch Hajdecki erwähnt, immerhin anfechtbar erscheinen, um so mehr, als G. Livi nachweisen konnte, daß weder in Brescia noch in Salò samt Umgebung je eine Familie Gargnano existiert habe. Da aber die Instrumente und der Zettel zweifellos alt sind, könnte man im besten Falle annehmen, daß die Witwe Fior, die Schwiegertochter Gasparos, sich nach Gargnano bei Salò zurückgezogen und dort eine Werkstatt unterhalten hat; sie konnte sich ja in gewissem Sinne als Erbin Gasparos betrachten.
52Geigenzettel: Abb. 265.
54Gargo, Giovanni. — Forli. 1785
55Streichinstrumente hat er wohl nur ausnahmsweise gebaut, doch kommen Lauten, Mandolinen und kleine Harfen von ihm mehrfach vor.
57Garini, Michelangelo. — ?
58Mittelmäßige italienische Geigen des 19. Jahrhunderts haben Zettel mit diesem wahrscheinlich erfundenen Namen, der wohl an »M. A. Garani« anklingen sollte.
60Garjev. — Kaluga
61Russischer Geigenmacher der Gegenwart.
63Garman, Göran. — Stockholm. 1784. 1807
64Er war von 1784—1807 Geselle bei Peter Kraft, der ihm seine Werkstatt und alles, was dazu gehörte, unter der Bedingung vermachte, daß er Meister werde und Lars Mollenberg zum Teilhaber annehme. Um ungehindert die beim Klavierbau nötigen Tischlerarbeiten ausführen und Tischlergesellen einstellen zu können, schloß er sich, wie vorher sein Meister, der Tischlerzunft an.

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