Scan 170
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
33 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 166. See the scan on archive.org.
1auf das Studium dieser Kunst und trat mit den besten Kennern und Künstlern in Verbindung; so mit Charles Reade, George Hart, Horace Petherick, Dr. John Day und George Withers, von denen er wertvolle Ratschläge erhielt. Er begann seine Studien 1873 in New Romney und setzte sie dort bis 1887 fort, in welch letzterem Jahre er nach Peterborough übersiedelte. Er bildete sich ein eigenes Modell, das bis zu einem gewissen Grade von Stradivari beeinflußt erscheint, und das er, ohne sich selbst stets sklavisch nachzuahmen, im Laufe der Zeit immer mehr vervollkommnet hat. Seine Arbeit ist von lobenswerter Vollendung sowohl in bezug auf die Schönheit des Holzes und der Form, als auch in bezug auf den Ton. Sein Lack, der von hübscher Leuchtkraft ist, zeigt entweder goldgelbe (hell und dunkel), braune oder tiefrote Farbe und ist das schließliche Ergebnis vielfähriger Versuche. Er hat an 200 Instrumente gemacht, die alle ein individuelles, künstlerisches Gepräge haben und von manchen Autoritäten selbst den italienischen als nahekommend an die Seite gestellt werden. Er besitzt viele Auszeichnungen; eine ausführliche Biographie von ihm veröffentlichte Rev. W. Meredith Morris in Nr. 121 (Mai 1900) der Zeitschrift »The Strad«. one of two readings
2auf das Studium dieser Kunst und trat mit den besten Kennern und Künstlern in Verbindung; so mit Charles Reade, George Hart, Horace Petherick, Dr. John Day und George Withers, von denen er wertvolle Ratschläge erhielt. Er begann seine Studien 1873 in New Romney und setzte sie dort bis 1887 fort, in welch letzterem Jahre er nach Peterborough übersiedelte. Er bildete sich ein eigenes Modell, das bis zu einem gewissen Grade von Stradivari beeinflußt erscheint, und das er, ohne sich selbst stets sklavisch nachzuahmen, im Laufe der Zeit immer mehr vervollkommnet hat. Seine Arbeit ist von lobenswerter Vollendung sowohl in bezug auf die Schönheit des Holzes und der Form, als auch in bezug auf den Ton. Sein Lack, der von hübscher Leuchtkraft ist, zeigt entweder goldgelbe (hell und dunkel), braune oder tiefrote Farbe und ist das schließliche Ergebnis vielfältiger Versuche. Er hat an 200 Instrumente gemacht, die alle ein individuelles, künstlerisches Gepräge haben und von manchen Autoritäten selbst den italienischen als nahekommend an die Seite gestellt werden. Er besitzt viele Auszeichnungen; eine ausführliche Biographie von ihm veröffentlichte Rev. W. Meredith Morris in Nr. 121 (Mai 1900) der Zeitschrift »The Strad«. one of two readings
3Geigenzettel: Jeffery J. Gilbert Peterborough / Fecit. Anno MDCCCCIV. (gedruckt).
5Gilbert, Nicolas-Louis. — Metz. 1701. 1706
6Ein geschickter Violenmacher, von dem 1878 in Paris eine hübsche fünfsaitige Viola (Pardessus de Viole) ausgestellt war. Das Museum des Brüsseler Konservatoriums besitzt eine gleiche Arbeit von ihm.
7Geigenzettel: Nicolas-Louis Gilbert / facteur d’instruments à Metz / 1701 (geschrieben).
9Gilbert, Simon. — Metz. 1730. 1789
10Vielleicht der Sohn von Nic. Louis G. Er war Mitglied des Domorchesters in Metz und ein fleißiger Geigenmacher, der sehr sauber nach einem Amatimodell arbeitete und einen besonders guten Lack verwendete. Ein Quinton (richtiger Pardessus de Viole) von 1744 befand sich in der Sammlung Sax, ein ähnliches von 1749 besaß Loup, eine fünfsaitige Viola (Pardessus de Viola) findet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, Nr. 788. Ein gleiches sehr hübsch gearbeitetes Instrument von 1752 mit goldgelbem Lack und einem geschnitzten Frauenköpfchen mit Hut besitzt Fritz Wildhagen in Halensee.
11Geigenzettel: Abb. 274.
13Gilchrist, James. — Rothesay, Glasgow. Geb. in Rothesay 1832, † 1894 in Glasgow
14Er begann seine Laufbahn als Metallarbeiter und Mechaniker und fertigte alle Arten der feinsten wissenschaftlichen Instrumente an. Mit einem gründlichen Wissen verband er eine außerordentliche Handgeschicklichkeit, außerdem besaß er eine prächtige Tenorstimme und ein feines Gehör. Erst spät, um 1880, wandte er sich dem Geigenbau zu, aber dann mit solchem Eifer und solcher Begeisterung, daß er es bald dahin brachte, daß ihm seine Verehrer den Namen des »schottischen Stradivarius« gaben. Er verwendete ausgezeichnetes Holz, berechnete die Stärkenverhältnisse von Decke und Boden nach seinen eigenen mathematischen Grundsätzen und stellte 50 Ausmessungen fest, um eine richtige und genaue Einteilung der Decke in bezug auf Baßbalken, Stimme und Steg zu erzielen. Er gab auf alle Kleinigkeiten acht und fütterte sogar die Wirbellöcher der Schnecke nach einem eigenen System. Er machte im ganzen 86 Violinen, Violen und Violoncelli und ließ keine fremde Hand an seine Arbeit kommen; sogar die Werkzeuge, mit denen er arbeitete, fertigte er sich selbst an, verbesserte die gebräuchlichen und erfand neue dazu. Seine Geigen wurden schon zu seinen Lebzeiten hoch bewertet; für ein Quartett erhielt er 3000 M. Professor J. Bell Pettigrew, dem er auch die Modelle zu dessen Untersuchungen des Vogelflugs konstruiert hatte, besitzt eine Sammlung von Gilchristischen Geigen. Trotz alledem ist G. zu keinem Vermögen gekommen, und seine Frau pflegte zu sagen: »Machen kann er alles — nur kein Geld«. Er war ein durchaus origineller Mann und ein erfinderischer Kopf, wie man wenige kennt.
15Geigenzettel: James Gilchrist / Rothesay, 1881 (gedr.).
17Gilig s. Gülich
19Gilkes, Samuel. — London. Geb. 1787 in Morton Pinkney (Northamptonshire), † Nov. 1827 in London
20Schüler von Charles Harris sen.; arbeitete bei William III Forster und eröffnete 1810 seine eigene Werkstatt. Er arbeitete im Stile von Harris nach dem Amatimodell recht sauber und verwendete einen guten Lack. Er wurde auch von Händlern viel beschäftigt. Seine Geigen und Violoncelli sind heute sehr gesucht.
21Geigenzettel: Gilkes / from Forster’s / Violin and Violoncello Maker / 34, James Street Buckingham Gate / Westminster. (gedruckt) und Abb. 287.
23Gilkes, William. — London. Geb. 1811 in Tothill Fields, Grey Coat Str. (Westminster), † 1875 in London
24Sohn und Schüler von Samuel G., dessen Nachfolger er wurde. Er verlegte die Werkstatt später in die Dartmouth Street und machte viele Geigen nach verschiedenen Modellen. Er gehört zu den besten neueren Nachahmern Magginis und verstand es auch gut, den Lack zu imitieren. Im ganzen ist er aber weniger bedeutend als sein Vater. Am besten gelangen ihm Kontrabässe.
26Gilmore, Richard. — Melbourne (Carlton). 1880
27Ein australischer Musikinstrumentenmacher, der für Geigen und einen Dudelsack auf der Ausstellung in Melbourne einen zweiten Preis erhielt.
29Gini lebt als Gesellschafter der Firma Gini & Benvenuti in Pisa
31Gioffreda, B. — Turin. 1860
32Sein Name fand sich auf einem schlecht leserlichen Reparaturzettel.
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