Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 171

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 167. See the scan on archive.org.

1Giordanelli
2Ein Mandolinenmacher, der in Marseille ein Musikinstrumentengeschäft betreibt.
4Giordano, Alberto. — Cremona. 1725. 1740
5Er gehört zwar zu den weniger bekannten Nachahmern Stradivaris, doch hat er einige hübsche Violoncelli und Taschengeigen gemacht. Sein Lack ist schön, von gelbbrauner oder rötlicher Farbe.
6Geigenzettel: Alto. Giordano fecit. / Cremonae 17.. (gedruckt).
8Giorgetti, Giovanni Antonio. — Barga. 1847
9Ein begabter, aber unbedeutender Geigenmacher; seine besten Arbeiten sind denen von Ventapane im Aussehen, in der Arbeit und im Lack sehr ähnlich. Im allgemeinen arbeitete er jedoch sehr ungenau und flüchtig. Auch sein Sohn wurde Geigenmacher (Valdrighi 4200, 4201).
11Giorgi, Nicola. — Turin. 1717. 1760
12Er gilt als ein Schüler G. Cappas, seiner Arbeit nach kann man ihn eher einen Stradivarinachahmer nennen, dem am besten Violen gelangen. Eine kleine Viola d’amore von feiner Arbeit trägt den Zettel: Nicolaus Giorgi faciebat / Taurini anno 17.. (gedruckt).
13Geigenzettel: Abb. 246.
15Giovannetti, Leonardo. — Lucca. Geb. in Lucca um 1816, † 30. Nov. 1884
16Sohn von Lelio Luigi und Ernesta G. Er war Advokat, ein vielseitiger Gelehrter und Dilettant in allen möglichen Künsten. Als eifriger Musiker (tüchtiger Klavier- und Orgelspieler) kam er auch darauf, Musikinstrumente zu bauen, und als es ihm gelang, einen vorzüglichen Geigenlack herzustellen, machte er in den Jahren 1855—1858 auch einige Violinen, die durch nichts verraten, daß sie Dilettantenarbeit sind. Noch größere Erfolge hätte er erzielt, wenn er beim Geigenmachen geblieben wäre, aber er verlegte sich dann darauf, kleine Orgeln zu konstruieren usw.; er kam durch seine vielfachen Liebhabereien schließlich um sein ganzes Vermögen und starb im bittersten Elend. Ein Schlaganfall machte seinem Leben ein Ende, und es ist nur zu bedauern, daß er seine »Geheimnisse« mit ins Grab nahm.
18Giovannini, Giorgio. — Rom. 1611
19Ein Lautenmacher, den man bei Valdrighi (3779) aufgezählt findet.
21Giquelier, Christoforo. — Paris. 1712
22Lauten- und Geigenmacher, von dem das Pariser Konservatorium eine fünfsaitige Viola di batarda besitzt (Nr. 153).
24Giraniani. — Livorno. 1730
25Vidal und Niederheitmann erwähnen ein gutes Instrument mit gelbem Lack und einem geschriebenen Zettel von 1730 mit diesem Namen, der wohl »Gragnani« hätte gelesen werden müssen.
27Girardin, Paulus. — ? 1751
28In einer Geige von kleinem Patron wollen einige diesen Namen gelesen haben. Das Wort Cremona, das auf dem Zettel noch zu entziffern ist, dürfte eine Firma- bezeichnung sein, nicht aber den Ursprungsort angeben.
30Girgitto s. Gusetto
32Girod, Claude. — 18. Jahrhundert
33Er wird gewöhnlich als Geigenmacher bezeichnet, doch weiß ich nur, daß der 1791 verstorbenen Graf von Maillebois eine Drehleier (vielle) von ihm besaß.
35Girolamo, Antonio. — »Cremona«
36Aus dem mißverstandenen Zettel der Brüder Antonio und Girolamo Amati haben findige Händler einen neuen Geigenmacher entstehen lassen, den sie in das Jahr 1790 setzten und mit dessen Zettel sie sehr zweifelhafte Geigen wertvoller erscheinen lassen wollten.
38Giron, Claude. — Troyes. Geb. 1. März 1762, † 19. Mai 1832
39Er arbeitete (nach Kinskys Ermittlungen) seit 1. Sept. 1788 mit Villaume bei Claude Aubert, dessen Geschäft beide im Jahre 1791 übernahmen, wobei sie die Firma in Villaume et Giron änderten. Giron scheint auch einzelne Geigen allein gemacht zu haben. Wenigstens gibt es Instrumente, die einen Zettel nur mit seinem Namen tragen, der Name Villaume ist einfach weggeschritten, der Plural »Luthiers« aber geblieben, was A. Jacquot zu der irrigen Annahme verleitete, es habe zwei (Brüder) Giron gegeben.
40Geigenzettel: Abb. 237.
42Giroux. — Mirecourt
43Eine Geigenmacherfamilie, von der 1788 ein Jacques G. und ungefähr gleichzeitig ein Joseph G. nachzuweisen ist.
45Girvan, Thomas. — Edinburgh. Geb. 30. Dez. 1847 in Dalkeith
46Er war lange Militärmusiker und spielt außer Blechinstrumenten auch die Geige. Durch Honeymans Schriften kam er darauf, sich im Geigenmachen zu versuchen, und hat seitdem aus Liebhaberei etwa zwei Dutzend Violinen gemacht nach dem Stradivariomodell.
47Geigenzettel: Thomas Girvan / Edinburgh / 1869 (geschrieben).
49Gisalberti, Andrea. — Parma, Bozzolo. 1716. 1730
50Er nennt sich selbst einen Cremoneser, doch scheint er aus Rimini zu stammen. Es ist ungewiß, ob er bei Mariani in Pesaro oder bei Maggini gelernt hat, jedenfalls hat er von beiden manches angenommen, ohne dabei den Einfluß Gasparo da Salòs zu verleugnen. Viele seiner Geigen verraten die Hand eines echten Künstlers, doch scheint er im Alter nachgelassen zu haben, oder sein Zettel ist durch Mißbrauch in zwar alte, aber gewöhnliche Geigen gekommen. Andere,

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