Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 172

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1die seinem Stil sehr nahe kommen, tragen den Namen »Santo Ballerini«, was Horace Petherick veranlaßte, wahrscheinlich zu machen, daß dieser Name ein Pseudonym Gisalbertis war. Wichtiger aber ist Horace Pethericks Nachweis, daß Gisalberti der Lehrer Guarneris del Gesù war, was er durch Geigenzettel dieses Großmeisters aus den Jahren 1706 und 1714 belegen konnte, auf denen sich dieser ausdrücklich einen Schüler Gisalbertis nennt. Diese Bezugnahme auf den Lehrer beweist aber auch, daß Gisalberti seinerzeit in besonderem Ansehen gestanden haben muß. Geigen, die ihm einwandfrei zugeschrieben werden können, sind immer sehr gut und haben einen reichen edlen Ton. Wahrscheinlich gehört er auch zu den Meistern, denen die besten Arbeiten durch das Einkleben von Zetteln mit im Handel gangbareren Namen genommen worden sind.
2Geigenzettel: Andreas Gisalberti / Cremonensis / fecit Bozsolo 1716 (geschrieben) und Abb. 249 und 250.
4Gisalberti, Giulio Cesare. — Bologna. 1588
5Ein Lautenmacher, dessen Name bei Valdrighi (4204) genannt wird.
7Gitter, Andreas. — Augsburg. Um 1800
8Ein bekannter Musikalienhändler, der auch mit Musikinstrumenten handelte, in die er einen Zettel mit seiner Firma klebte. Eine aus seinem Geschäft stammende alte Schlagzither besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
10Giudici, Virgilio. — Porto Alegre
11Brasilianischer Mandolinen- und Gitarrenmacher der Gegenwart.
13Giulani (Giuliani). — Cremona, Saluzzo. 1660
14Schüler von Nicola Amati, den er recht brav nachzuahmen verstand. Seine Violen sind besonders gut, ebenso ein Kontrabaß, der in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln zu sehen ist.
16Giuliani, Alfonso
17Nur als Mandolinenmacher zu erwähnen.
19Giuseppe, Carlo s. Isep
20Giusino s. Berti
21Giusti, Giovanni Battista. — Lucca. 1682. 1693
22Als Lautenmacher nicht hervorragend, dagegen zeigen seine Cembali durchweg schöne Arbeit.
23Geigenzettel: Joannes Baptista Giusti, / Lucensis faciebat anno 1693 (gedruckt).
25Gladstone, Robert. — Newcastle on Tyne. 1871
26Englischer Geigenmacher aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
27Geigenzettel: Robert Gladstone / Newcastle on Tyne / Dec. 28th. 1871 (geschrieben).
29Gläsel: — Markneukirchen
30Eine weit verzweigte Familie. Als Geigenmacher waren oder sind tätig:
32Gläsel, August. — † 14. Oktober 1900 in New-York
33Gläsel, Carl Wilhelm. — Geb. 8. Aug. 1770, † 30. Jan. 1855
34Seine Geigen sind gut, der Lack dunkelbraun, das Holz oft schöner, als bei vielen seiner vogtländer Zeitgenossen. Auf älteren Zetteln gibt er auch »Tyrol« oder gar »Tierhier« (sic) als Ursprungsland an.
35Geigenzettel: Abb. 320.
37Gläsel, Ernst. — Geb. 1849
38Schüler seines Vaters Joh. Ludw. Gl. 1873 übernahm er das väterliche Geschäft (Firma Gläsel & Mössner). Er verwendet einen von ihm zusammengesetzten sogenannten Levantiner Lack und erfand einen Bogen »zum Selbstbehaaren«.
39Geigenzettel: Abb. 310.
41Gläsel, Friedrich August
42Lebte im 18. Jahrhundert und soll aus Adorf stammen. Er war Geigen- und Gitarrenmacher. Seine Arbeiten tragen gewöhnlich die Brandmarke F. A. G. Das Modell ist ähnlich wie das der Familie Hopf, hat aber doch einige Unterscheidungsmerkmale. Brandmarke Nr. 19.
44Gläsel, G. — Geb. 1720, † 1782
45Urgroßvater von Heinr. Hermann Gl.
47Gläsel, Gottlob August. — Geb. 28. Dez. 1872 in Adorf
48Gläsel, Heinrich. — Geb. 1757, † 1837
49Sohn und Schüler von G. Gläsel.
51Gläsel, Heinrich Adolf. — Geb. 10. Jan. 1866
52Schüler seines Vaters Heinr. Hermann Gl. und der Markneukirchener Fachschule. Als Gehilfe arbeitete er 1884 in Rostock, dann bei Adam, Möckel sen. und Riechers in Berlin, machte sich 1886 in Berlin selbständig und übernahm auf Wunsch seiner Eltern 1891 die väterliche Saitenfabrik. Er baut jetzt nur noch in seinen Mußestunden Geigen, die jedoch nicht in den Handel kommen. Diese sind nach Stradivari- oder dem alten Gläselmodell gemacht und haben Spiritus- oder Öllack. Der Zettel ist handschriftlich auf Pergament.
54Gläsel, Heinrich Hermann. — Geb. 10. Jan. 1838
55Sohn und Schüler von Karl Gl. Er machte seinerzeit u. a. viele Streichmelodions und verlegte sich schließlich auf die Saitenfabrikation.
57Gläsel, Heinrich Ludwig
58Streichinstrumentenfabrikant, Mitinhaber der im Jahre 1917 errichteten Firma L. Gläsel und Sohn.
60Gläsel, Immanuel I. — Markneukirchen. Geb. 22. März 1819, † 1881
61Sohn von Carl Wilhelm Gläsel. Durch unermüdlichen Fleiß und angeborenes Talent brachte er es zu be-

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