Scan 173
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1merkenswerter Meisterschaft. Er war auch musikalisch gebildet, was seiner Arbeit sehr zum Vorteil gereichte. In den Jahren 1850 und 1861 erhielt er in Leipzig und Berlin silberne Ausstellungsmedaillen. Sein Nachfolger ward sein Sohn Oscar.
3Gläsel, Immanuel II. — Markneukirchen.
4Geb. 27. Jan. 1878
5Sohn von Oscar Gl. und jetzt Mitinhaber der geschätzten Firma »Oscar Gläsel«.
7Gläsel, Johann Ludwig (»Ludwig Glaesel sen.«). — Geb. um 1815, † nach 1890
8Er wurde 1838 Meister und war hauptsächlich Baßmacher.
10Gläsel, Karl. — Geb. 1810, † 1850
11Gläsel, Konrad, lebt als Geigenmacher in Brüssel
12Gläsel, Ludwig (»Ludwig Glaesel jr.«). — Geb. 1842
13Enkel von Carl Wilhelm Gl., Schüler seines Vaters. Von 1863—1865 arbeitete er als Gehilfe bei Grimm in Berlin, bei dem er seine Ausbildung in künstlerischer Richtung abschließen konnte. Im Jahre 1867 machte er sich in Markneukirchen selbständig und arbeitete zunächst wie die meisten Markneukirchener für die dortigen Handelshäuser. Im Jahre 1882 begründete er mit Herwig ein eigenes Musikinstrumentengeschäft, das ihm ermöglichte, seine Geigen unter eigener Firma auf den Markt zu bringen. Von 1890 an führt er die Firma Ludwig Glaesel jr. Er gehört zu den besten Markneukirchener Meistern, arbeitet sehr sauber nach Stradivari und fertigt besonders getreue Kopien der Geige Joachims an. Er verwendet gutes altes Holz und besitzt auch einen leuchtenden, schönen Öllack. Auch seine Wiederherstellungen alter Geigen sind lobenswert. Er ist u. a. der Verfasser mehrerer sehr lesenswerter Broschüren, wie z. B. »Deutsch-Cremona, oder die Entstehung der vogtländischen Musikinstrumentenindustrie usw.« und »Der internationale Geigenschwindel und die Errungenschaften im Geigenbau des 19. Jahrhunderts«. Seit 1900 gebraucht er den Zettel: Ludwig Glaesel jr. / Deutsch-Cremona anno 19 (gedr.).
15Gläsel, Ludwig. — Charlottenburg b. Berlin.
16Geb. 1872 in Markneukirchen
17Schüler seines Vaters Ludw. Gl. jun. Mit 18 Jahren kam er in das C. Grimmsche Geschäft zu Siebert nach Berlin und mußte dort ganz selbständig alle vorkommenden Arbeiten ausführen. Im Jahre 1899 eröffnete er in Charlottenburg seine eigene Werkstatt und erfreut sich allgemeiner Anerkennung. Er führt hauptsächlich Reparaturen aus, macht aber auch neue Geigen und verfertigt quintenreine Saiten.
19Gläsel, Moritz (genannt Wiener). — † 1917
20Sohn von Carl Aug. Gl. Er war ein gewiefter Kenner und besaß das bedeutendste Lager alter Geigen in Markneukirchen. Sein Geschäft ging auf seinen Schwiegersohn Reinhold Voigt über, der es in gleicher Weise, wie der Begründer, unter der alten Firma weiterführte.
22Gläsel, Oscar. — Markneukirchen. Geb. 18. Okt. 1850
23Sohn und Schüler von Immanuel I Gl. Er leitete bereits seit 1871 das von seinem Vater 1850 begründete Geschäft, das er 1881 übernahm und unter seinem eigenen Namen (Oscar Gläsel) fortführt und auszudehnen verstand. Außer dem Bau von besseren Streichinstrumenten und der Herstellung von Violin- und Violoncellobögen betreibt er auch einen Handel mit Blasinstrumenten aller Art.
25Gläsel, Otto, lebt als Geigenmacher in Siebenbrunn i. S.
26Gläszel, Andreas (eigentlich Glassl). — Hamburg. Geb. um 1873 in Watzkenreuth bei Fleißen
27Schüler von Maschauer, kam als Gehilfe zu G. Winterling nach Hamburg, wo er vier Jahre tätig war, ging dann zu Horst nach Altona und machte sich im Jahre 1901 in Hamburg selbständig.
28Geigenzettel: Andreas Gläßel, Geigenmacher / Hamburg / 1. Dez. 1904 Reparirt. (gedruckt).
30Glandenberg, Heinrich Wilhelm. — Leipzig. 1740
31Arbeiten von ihm kenne ich nicht; P. de Wit veröffentlicht seinen Zettel: Heinr. Wilh. Glandenberg / in Leipzig 1740 (gedruckt).
33Glass, Arthur. — Erlbach. Geb. 1881, † 5. Febr. 1905
34Schüler von Edm. Tauscher. Während der Erfüllung seiner Militärpflicht erkrankte er und starb kaum 24 Jahre alt.
36Glass, Carl Friedrich (August I.). — Klingenthal. 1791
37Seine Geigen, die im Wert denen der Familie Hopf gleich stehen, unterscheiden sich durch höhere Wölbung von diesen, doch hat er in seiner ersten Zeit, vermutlich nach seiner auswärts verbrachten Gesellenzeit, auch ein Stradivariomodell aus dritter Hand nachgeahmt.
39Glass (Claass), Christian. — Klingenthal. 1740. 1742
40Soweit bis jetzt bekannt, der Stammvater der Familie.
42Glass, Christian August. — Brunndöbra. 1814
43Er arbeitete im vogtländer Stil, war aber nicht ungeschickt.
45Glass, Christian Fried. — Klingenthal. 1815
46Sohn und Schüler von Christian Gl. Er war der Schwiegersohn eines Bergmanns, der sich 1799 auf das
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- Gläsel, Immanuel II.
- Gläsel, Konrad
- Gläsel, Ludwig (»Ludwig Gläsel jr.«)
- Gläsel, Ludwig
- Gläsel, Oscar
- Gläszel, Andreas (eigentlich Glassl)
- Glass, Arthur
- Glass, Carl Friedrich (August I.)
- Glass, Christian August
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