Scan 174
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 170. See the scan on archive.org.
1Bogenmachen verlegte und in Klingenthal die ersten Bogen machte. Glass wurde sein Schüler und vervollkommnete sich dann später noch, so daß er als der Begründer der Bogenmacherei in Klingenthal angesehen werden kann. Brandmarke: Chr. F. Glass.
3Glass, Friedrich August II. — Klingenthal 1840. 1855
4Wahrscheinlich ein Sohn von C. Friedr. August Gl. Ein geschickter Geigenbauer, der in London für seine Arbeiten die goldene Medaille erhielt. Geigen von ihm werden u. a. im Grünen Gewölbe in Dresden aufbewahrt. Er gehört mit zu den Meistern, die im 19. Jahrhundert dem Ruhm der vogtländischen Geigenmacher neuen Glanz verliehen. Er starb in Untersachsenberg bei Klingenthal.
5Geigenzettel: Friedr. Aug. Glass, verfertigt / nach Jacobus Stainer in Absam / prope Oenipontum 18.. (gedruckt).
7Glass, F. A. — Altona. Geb. 1866 in Klingenthal, † 1906
8Sohn und Schüler von Joh. Traugott Gl. Nachdem er ausgelernt hatte, arbeitete er bei seinem ältesten Bruder Franz Johann Gl. in Leipzig und dann noch in anderen Werkstätten und machte sich 1892 in Altona selbständig. Seine neuen Geigen sind sorgfältig gemacht, die Wölbung ist mäßig hoch und verläuft von der höchsten Stelle unter dem Steg allmählich zu der flachen Hohlkehle hin. Die Stärkenverhältnisse der Decke und auch des Bodens hatte er genau berechnet. Sein Öllack war in kräftigen Farben, von gelb oder rot bis zum dunkelsten Braun gehalten. Für billigere Geigen verwendete er auch Spirituslack. Seine Werkstatt ging nach seinem Tode auf A. Paul König über.
10Glass, Franz Johann. — Leipzig. Geb. 1847 zu Brunndöbra bei Klingenthal
11Schüler seines Vaters Joh. Traugott Gl. Von 1866 bis 1870 arbeitete er bei Ludwig Otto in Köln und kam dann als Leiter in die »Straton«-Geigenfabrik in Gohlis. 1878 machte er sich in Gohlis selbständig und zog später nach Leipzig; 1897 erhielt er in Leipzig eine silberne Medaille und wurde 1901 zum Hofgeigenmacher des Herzogs von Anhalt ernannt. Er baut nach Stradivari und verwendet einen Öllack eigener Zusammensetzung; auch erfand er neue Geigenwirbel und einen Bogen zum Selbstbespannen.
12Geigenzettel: Johann Glass / Geigenmacher in Leipzig (gedruckt).
14Glass, Heinrich. — Brunndöbra. Geb. in Untersachsenberg um 1818, † 1893 in Brunndöbra
15Sohn und Schüler von Friedrich Aug. II Gl. Er arbeitete nach den Modellen seines Vaters und galt als tüchtiger Meister.
17Glass, Hermann
18Er begründete 1890 sein Geschäft als Geigenmacher in Wernitzgrün.
20Glass, Johann Christoph. — Klingenthal. 1780
21Einer der weniger bekannten Geigenmacher seines Namens.
23Glass, Johann Traugott. — Untersachsenberg, Klingenthal. Geb. 10. Juni 1819 in Untersachsenberg, † 10. Okt. 1895 in Klingenthal
24Vielleicht der begabteste Geigenmacher aus seiner Familie. Er arbeitete nach einem eigenen Modell, und die echten »Glassgeigen« waren eine Zeitlang so beliebt wie echte »Hopfgeigen«. Er arbeitete sehr sauber und erzielte einen sehr guten Ton. Er hat viele billige Violinen gebaut, einzelne aber werden seinem Namen dauernd Ehre machen. Auch seine Söhne Johann und F. A. sind Geigenmacher geworden.
26Glass, R., arbeitet als Geigenmacher in Siebenbrunn
28Glassl, Hermann. — München. Geb. 26. Mai 1889 in Asch i. B.
29Er erlernte von 1903—1907 in Hamburg bei seinem Oheim Andreas Glässel den Geigenbau, kam dann als Gehilfe zu Züst nach Zürich, ging drei Jahre später zu Vrint nach London und dann zu Wittmann nach Wien, dem er seine letzte Ausbildung verdankt. Er machte sich 1912 in München selbständig und arbeitet sehr sauber nach eigenen Modellen, sowie nach den besten alten Meistern; auch als sorgsamer Reparateur wird er allgemein geschätzt.
30Geigenzettel: Hermann Glassl / Nr. 63 München, anno 1919 (gedruckt).
32Glassl, Karl, lebt in Schönbach b. E.
34Glenday, James. — Padanaram. 1865
35Schüler von James Findlay und, wie sein Lehrer, seines Zeichens ein Weber. Er hat etwa zwei Dutzend Violinen gemacht, die aber nur von unbeholfener Arbeit sind.
37Glenister, William. — London. Geb. 16. Mai 1850 in Chendes
38Ein Liebhaber, der es zu bemerkenswerter Geschicklichkeit gebracht hat. Interessant sind auch seine Versuche, ein neues Modell zu finden. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« 1900, Nr. 124.
39Geigenzettel: Wm Glenister / 23 Beak Str. / 1898 London (geschrieben).
41Glier 1). — Markneukirchen
42Dieser Familie gehörten oder gehören die folgenden Geigenmacher an:
43Glier, August sen. Lebte noch 1890
44Glier, August Hermann (Baßmacher), † 18. Okt. 1898 in Zwickau
461) Im 18. Jahrhundert wird der Name auch Glür oder Gluer geschrieben.
Makers on this page
- Glass, Friedrich August II.
- Glass, Franz Johann
- Glass, Heinrich
- Glassl, Hermann
- Glenister, William
- Glier, August Hermann (Bassmacher)
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.