Scan 178
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1förmige Laute) von 1719 im Lübecker Museum befindet, vermutlich dasselbe Instrument, das 1879 von Conr. Ebenhusen in der Lübecker Burg ausgestellt war. Von ihm weiß man nur, daß er am 6. Oktober 1698 Bürger wurde und sich im gleichen Jahre mit Elisabeth Wiese verheiratete. Er wohnte damals im Hause seines Vaters in der Ägidienstraße und ließ bis 1712 außer einem Sohn noch vier Töchter in der St. Ägidienkirche taufen. Er scheint in zweiter Ehe mit Elisabeth Kummerfeldt verheiratet gewesen zu sein. Eine von ihm reparierte Laute befindet sich in der Kunst- und Altertümersammlung auf der Feste Koburg. Eine sechssaitige Tenorviola di Gamba von 1723 mit einem mit Schildpatt belegten Griffbrett und einem Frauenkopf am Wirbelkasten besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
3Geigenzettel: Samuel Goldt in Lübeck / 1720 aufs neu zugericht (geschrieben). — Samuel Goldt in Lübeck / fecit 1723 (gedruckt).
5Goll, Karl. — Brünn. Geb. 30. Okt. 1876 in Wien
6Schüler von V. Pathan, arbeitete als Gehilfe in Prag und Wien und kam 1903 nach Brünn, wo er die Werkstatt Jakob Kliments übernahm. Er arbeitet nach Stradivari und verwendet einen Spirituslack, hauptsächlich beschäftigt er sich jedoch mit Wiederherstellungen.
8Geigenzettel: Karl Goll / Musik-Instrumenten-Erzeugung / Brünn, Schwertgasse 6. / Anno 19 . . (gedr.).
10Goltberg (Goldberg, Gollberg), Johann. — Danzig. 1726. 1759
11Berühmter Lautenmacher des 18. Jahrhunderts, über den indessen nichts Näheres zu ermitteln war. Im Jahre 1726 erwarb ein Johann Goldberg aus Ohra das Bürgerrecht in Danzig. Sein Beruf ist nicht näher angegeben, sondern er wird, da er wohl keiner Zunft angehörte, kurzweg als »Arbeitsmann« bezeichnet. Da sich nun kein anderer Johann Goldberg in Danzig nachweisen läßt, und da die ältesten Arbeiten von ihm die Jahreszahl 1726 tragen, liegt es nahe, anzunehmen, daß der »Arbeitsmann« unser Lautenmacher war. Violinen von ihm sind mir nicht bekannt geworden, dagegen einige gute Violen und Violoncelli. Der Boden ist gewöhnlich flach, die Decke wenig gewölbt (ein Violoncello 105 cm lang). Eine Tenorgeige aus dem Jahre 1742 bewahrt das Gewerbemuseum in Markneukirchen, eine kleine Laute von 1733 mit rotem Hals Fr. Wildhagen in Halensee, eine schön eingelegte lautenförmige Gitarre (von 1747) W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln, ferner sind Arbeiten von ihm in den Museen zu Stockholm und Kopenhagen und im Bachhaus zu Eisenach.
13Geigenzettel: Abb. 308.
15Gomann, Christian. — Znaim. 1831
16Sein Name findet sich in Geigen, er war aber Klaviermacher und hat die Geigen höchstens geflickt, schwerlich aber selbst gemacht.
18Gomier, Nicolas. — Mirecourt. 1747. 1755
19Ein Geigenmacher, dessen gleichzeitig vorkommender Bruder Jean G. im gleichen Beruf tätig war.
21Gompaerts, Willem. — Antwerpen. 1560
22Er war wahrscheinlich ein naher Verwandter der Familie Rückers und soll außer Tasteninstrumenten auch Harfen und Lauten gemacht haben.
24Gomulski (Gamolinski, Gamolawski), Samuel. — Posen. 1870
25Der Name ist schwer leserlich. Der Träger dieses Namens soll ein Tischler gewesen sein, der bei einem Orgelbauer gearbeitet hatte und dann neue Geigen machte und alte verdarb, die er obendrein blutrot lackierte. Eine Geige mit seinem Zettel besitzt Postsekretär Wronicki in Posen.
27Gondolo, Giorgio, lebte noch 1884 als Geigenmacher in Turin
29Gonnet, Pierre-Jean. — Paris. 1775. 1785
30Er wohnte Rue du Temple und gehörte zu den unbedeutendsten Vertretern der Pariser Schule.
32Gontershausen, v. s. Welcker
34Gonzales, Francisco. — Madrid. 1867
35Er gilt als der beste spanische Gitarrenmacher des 19. Jahrhunderts. Eine Gitarre von ihm befindet sich im Museum des Pariser Konservatoriums.
37Goram, Carl Gottlieb. — Klingenthal. 1788
38Wird in den Innungsbüchern als Geigenmachermeister aufgeführt.
40Goram, Christian Friedrich. — Untersachsenberg b. Klingenthal. 1829
41Wahrscheinlich ein Sohn von Carl Gottlieb G. Er war Geigenmachermeister und wurde durch einen Zufall Gründer der einst blühenden Holzkammindustrie Klingenthals.
43Gordon, Hugh. — Belfast. † 1854
44Ein nordirischer Geigenmacher, dessen gleichnamiger Sohn noch um 1910 in Belfast im gleichen Berufe tätig war.
46Gori, Pietro. — Rimini. 1820
47Seine Geigen haben ein unedles Aussehen, wenig Ton und spröden Lack.
49Gorrie, James. — Glasgow. 1895
50Wahrscheinlich ein Dilettant, der in den neunziger Jahren in Glasgow lebte und einige Geigen nach Guarneri gemacht hat. Er verwendete Whitelaws gelben und roten Öllack.
52Geigenzettel: James Gorrie, / Glasgow. / 189 . . (gedruckt).
54Gorrieri, Antonio. — Padua. 1802
55Ein kleiner Geigenmacher, der nichts Bemerkenswertes geschaffen hat.
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