Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 179

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

58 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 175. See the scan on archive.org.

1Goss, Philipp. — Plymouth. 1879
2Seine Violinen sind brauchbare Orchesterinstrumente.
4Goss, W. S.
5Ein amerikanischer Geigenmacher, der in Lyon lebt.
7Gosselin, Jean. — Paris. 1814. 1830
8Der Vater der beiden zu ihrer Zeit berühmten Tänzerinnen. Ein verdienstvoller Dilettant, mit Koliker eng befreundet und von diesem unterwiesen. Er machte sowohl Geigen als Violoncelli nach Stradivari, die in gewisser Beziehung geschätzt sind und jetzt recht gute Preise erreichen. Seine Arbeit ist sorgfältig, der Lack von roter und gelber Farbe und gut. Das eigenartig gesprenkelte Ahornholz, das er mit Vorliebe verwendete, gibt seinen Instrumenten ein persönliches Gepräge.
9Geigenzettel: Abb. 291.
11Gosset, Nicolas. — Reims. 1752. 1780
12A. Jacquot kennt Arbeiten von ihm, die er sowohl in ihrer Durchführung als in der Form und dem Lack lobt. Bekannt wurde dieser Geigenbauer übrigens durch allerlei Erfindungen an Instrumenten. Im Jahre 1769 legten er und der Orgelbauer Turpin der Akademie der Wissenschaften eine Erfindung vor, die das Greifen der halben Töne erleichtern sollte. In einem guten Violoncello vom Jahre 1752 nennt er sich Nicolas G. junior. Ob sein Vater sich schon als Geigenmacher betätigt hat, ist nicht bekannt.
14Gotfredsen (Godfredsen, Goffredson), Jesper. — Kopenhagen. 1751. 1766
15Er bekam im Jahre 1751 seinen Gewerbeschein als Geigenmacher. Seine Geigen zeigen deutsche Modelle; in der Wahl des Holzes ist er nicht immer sorgfältig, dagegen ist seine Arbeit durchwegs gut. Das Instrumentenmuseum in Kopenhagen besitzt eine schöne Taschengeige von ihm. Eine Tenorviola von 1752 befindet sich in der Sammlung Galpin (Hatfield).
16Geigenzettel: Jesper Gotfredsen, Fiolinmager / i Kiöbenhavn. 1766 (gedruckt).
18Goth, Franz. — Meerane i. S. 1880. † April 1901
19Er ließ sich 1880 in Meerane als Geigenmacher nieder und verband mit seinem Geschäfte einen Musikinstrumenten- und Klavierhandel.
21Goth. — Schönbach b. E.
22Als Geigenmacher sind zu erwähnen:
24Goth, Peter. — † 1898
25Goth, Wenzel, hatte seine Werkstatt in der Pfarrgasse und † 1909
27Gottardi, Antonio. — Treviso. 1878
28Mittelmäßiger Geigenmacher aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
30Gottfried, Joh. s. Gözel
32Gottfried, Otto. — Leipzig. 1645
33Ein Lauten- und wahrscheinlich auch Geigenmacher aus »Bissing«, der 1645 das Leipziger Bürgerrecht erwarb.
35Gottfried, Wenzel, hatte seine Werkstatt (im 19. Jahrhundert) in Preßburg (Langegasse Nr. 6)
37Gotti, Emiliano. — Ancona. 1770
38Wahrscheinlich ein Südtiroler, der sich in Italien niedergelassen hat. Seine Arbeit steht der Stainers und noch mehr der Albans näher als einer der italienischen Schulen. Er nimmt die Wölbung sehr hoch und macht tiefe Hohlkehlen am Rande. Die F-Löher sind auffallend klein, der gelbbraune Lack ist mager. Dagegen ist das Holz, namentlich des Bodens, sehr schön, die Ecken sind klein und zierlich, ebenso die in hübschem Schwung geschnittene Schnecke. Eine Viola von ihm besitzt Stößel in Köln.
39Geigenzettel: Æmilian Gotti, Ancona / 1770 (gedr.).
41Gottmannshausen, Hans. — Erfurt. 1670
42Ein tüchtiger Meister, den noch 1738 Johann Ch. Eisel in seinem »Musicus αὐτοδιδακτος« neben Tielke, Hoffmann u. a. als geschätzten Gambenmacher preist. Eine Viola da Gamba von ihm besitzt die Königl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 823). Gute Arbeit, die Schalllöcher nähern sich bereits der Form des F.
44Gotze s. Botze
46Goudot, F. — Mirecourt. 19. Jahrhundert
47Sein Werkstatteilhaber war Mangin. Ihre Geigen haben meistens eine doppelte Einlage, sind sauber gearbeitet und tragen den Brandstempel: F.: × × Goudot et Mangin: A Mirecourt.
49Gough, John. — Leeds. 1820
50Er arbeitete eine Zeitlang für M. W. Dearlove und ist unbedeutend.
52Gough, Walter. — London. 1810. † um 1830
53Gehört er auch nicht zu den bedeutendsten englischen Geigenmachern, so ist doch seine Arbeit nicht übel, das Modell gut und der Lack von gelbroter Farbe.
55Gould, John Alfred. — Boston (Amerika).
56Geb. 11. März 1860 in Windermere (Grafschaft Westmoreland in England)
57Er erlernte in Liverpool bei Oliver & Davies den Klavierbau; dabei verlegte er sich frühzeitig auf die Geigenmacherei und wurde von dem Geigenhändler Archer als Reparateur beschäftigt. 1883 wanderte er nach Kanada aus und konnte bereits 1884 eine Anzahl selbstgefertigter Geigen ausstellen. 1885 zog er nach Boston, arbeitete bei O. Weemann über zwei Jahre lang und eröffnete 1889 seine eigene Werkstatt. Seine beiden Söhne sind seine Mitarbeiter. Er verarbeitet amerikanisches Holz, hat ein eigenes Modell und einen guten glanzvollen und durchsichtigen Öllack.

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