Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 186

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1er gewöhnlich ziemlich hoch. Er wohnte in der Rue de la Verrerie und hatte den Schild »Au Dieu Apollon«. Da er nicht viele Geigen gemacht hat, kommen sie auch ziemlich selten vor, doch waren solche aus den Jahren 1758 und 1759 aus dem Besitze E. Mennessons im Jahre 1895 auf der retrospektiven Ausstellung in Reims ausgestellt.
2Geigenzettel: P. F. Grosset. Au dieu Apollon. / rue de la Verrerie, à Paris 1757. (geschrieben).
4Grossi, Giuseppe. — Bologna. 1803. 1804
5Seine Arbeiten lassen nur noch wenig merken, daß sie in Italien entstanden sind.
6Geigenzettel: Giuseppe Grossi / Bologne / 1804. (gedr.)
8Grossi, Gualterio de. — Neapel
9Mandolinenmacher.
11Großmann, Dr. Max. — Friedrichsfelde bei Berlin
12Es ist durchaus wahrscheinlich, daß die alten Meister des Geigenbaues über die physikalischen Gesetze besser unterrichtet waren, als man gemeiniglich glaubt, und daß die schließlich von ihnen festgestellte Form der Geige eine Folge wissenschaftlicher Erwägungen war. Daß wissenschaftliche Ergebnisse in früheren Zeiten häufig als Geheimnis von den wenigen Wissenden gehütet wurden, kann auch nicht bestritten werden, und so darf man den ein Jahrhundert alten Glauben, daß die Cremoneser ein Geheimnis besessen und mit ins Grab genommen haben, nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Ist es doch trotz aller Versuche der besten Geigenmacher des 19. Jahrhunderts keinem gelungen, Stradivari oder Guarneri auch nur zu erreichen, geschweige denn, sie zu übertreffen. Das zu vermutende Geheimnis zu lüften, haben sich bereits zahlreiche Geigenmacher und Physiker bemüht, und zu einem interessanten Ergebnis ist Sanitätsrat Dr. Großmann gekommen, das dieser in einer kleinen Schrift unter dem Titel: »Es gibt doch ein Geheimnis der alten italienischen Geigenbauer« (Berlin 1898) veröffentlichte, und das in der Forderung besteht, daß Boden und Decke in einem einfachen Schwingungsverhältnis zueinander stehen müssen. Dieses Verhältnis fand er in der höheren reinen Quarte oder Quinte. Bei annähernd gleicher Stärke stehen die Eigentöne von Fichten- und Ahornholz in diesem Verhältnis, woraus sich die Wahl gerade dieser Holzsorten zum Geigenbau erklären ließe. Dr. Großmann führte seine Theorie noch weiter aus in einem Aufsatz der Berliner Mus.-Instr.-Ztg. vom 16. Juli (1897/98) Nr. 41, der auch als Sonderdruck erschienen ist, sowie in einigen weiteren Aufsätzen. Auf seine Ideen gingen verschiedene Geigenmacher mit bestem Erfolg ein. In jüngster Zeit ist eine Gesellschaft unter der Firma »Neu-Cremona« zusammengetreten, um Dr. Großmanns Theorie praktisch auszubeuten.
14Grou. — Paris. 1752
15Er fertigte hauptsächlich Bauernleiern an und scheint früh gestorben zu sein. In der Sammlung Arrigoni in Mailand waren zwei Arbeiten von ihm.
17Grovvelus, s. Grauweels
19Gruber, Franz Xaver. 1832
20Auf seinem Zettel gibt die schlecht leserliche Ortsbezeichnung ein Rätsel auf.
21Geigenzettel: Fr. Xaver Gruber / Geigen Verfertiger / in Vollmann (vielleicht Mettmann, Rheinprov.?) / 1832 (geschrieben).
23Grünberger, L. — Linz a. D. 1864
24Wahrscheinlich ein Verwandter des J. Grienberger, der in dem der Stadt Linz gegenüberliegenden Urfahr seine Werkstatt hatte. Er scheint sich Guarneri zum Vorbild genommen zu haben, verwendete einen gelblichen Lack mit rötlicher Schattierung und gab seinen Geigen gerne ein altes Aussehen. Die Arbeit ist ziemlich gut, nur die Schnecken lassen zu wünschen übrig.
26Gründler, Johann. — Budapest. Geb. 1839 in Szabadka
27Ein talentvoller Schüler seines Oheims Hackhofer und von Franz Tischenant, lebte bis 1863 als Geigenmacher in Budapest und wurde dann Beamter.
29Grünwald s. Draßegg
31Grulli, Pietro. — Cremona. 1870. † 1898
32Wenn ein Geigenmacher in Cremona lebt, fordert er unwillkürlich zum Vergleich seiner Arbeiten mit den besten klassischen Meisterwerken heraus. Es will daher schon etwas heißen, wenn man sagt, daß Grullis Geigen ihrem Ursprungsorte keine Schande machten.
34Grumet, Alphonse-Joseph.—Paris. Geb. 1857
35Er begründete 1892 ein Saiteninstrumentengeschäft und läßt auch nach eigenen Modellen durch einen bei ihm angestellten Mirecourter Geigenmacher Instrumente herstellen, die seinen Namen tragen.
36Geigenzettel: A. Grumet, Luthier / à Paris (geschr.).
38Gschiel, Andreas Johann. — Budapest. Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts
39Einer der besten Budapester Geigenmacher seiner Zeit, der in seinen Violinen an die Art von Math. Thir erinnert, wenn er ihm auch nicht gleichkommt. Arbeit und Holz sind gut, nur der Lack ist etwas arm und dunkel.
40Geigenzettel: Abb. 316.
42Gschiel (Gschiel), Joseph Michael. — Budapest. 1807
43Nach Dr. J. Geyers Meinung vielleicht ein Sohn des Andreas Joh. Gsch., den er jedoch wesentlich übertrffen haben soll.
45Gschwenter, H. Joseph. — Innsbruck. Geb. 26. Juni 1838 zu Mals i. Vintchgau, † 11. Dez. 1894 in Innsbruck
46Er hat in Mittenwald gelernt und kam vor 1859 nach Innsbruck. Er hat nur wenige neue Geigen gemacht, hauptsächlich beschäftigte er sich mit Ausbesserungen und dem Bau von Zithern und Gitarren. Nach Dr. Fr.

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