Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 197

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 193. See the scan on archive.org.

1Guthmann, Friedrich Wilhelm. — Klingenthal. 1823. 1824
2Wenig bekannter Vogtländer Geigenmacher.
3Geigenzettel: Mstr. Friedr. Wilh. Guthmann / in Klingenthal 1824. (gedruckt).
5Gutmann, F. W. — Blasewitz. 1847
6Vielleicht ein Sohn des Klingenthaler Meisters F. W. Guthmann. Da die Einwohnermeldebücher in Blasewitz nur bis zum Jahre 1863 zurückreichen, war nichts Näheres über ihn zu ermitteln.
7Geigenzettel: F. W. Gutmann / Geigenmacher / in Blasewitz Dresden / 1847 (geschrieben).
9Guyot. — Mirecourt. 1747. 1761
10Er wird als Geigenmacher in den Urkunden erwähnt.
12Gygot, Antoine. — Brüssel. 1801
13Man kennt bisher nur eine Geige von ihm, die übrigens schöne Arbeit und schmale F-Löcher zeigt und in mancher Hinsicht an die Schule der Médard erinnert.
14Geigenzettel: Antonius Gygot / Bruxelles fecit / 1801 (gedruckt).
16Gyilig (Gygli) s. Gülich
18Haas, Leopold. — Weitra. 18. Jahrhundert
19Den älteren Wiener Meistern nahestehend. Eine kleine achtzehnsaitige Mandoline von ihm besaß das Stift Herzogenburg, das diese 1826 der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien schenkte. Der Handschrift auf seinem Zettel nach könnte man ihn vielleicht noch in das 17. Jahrhundert setzen, die Arbeit aber sieht wesentlich jünger aus.
20Geigenzettel: Leopold Haas Lauthen und / Gaigemacher in Waitra / n(ächst?) Zwettl 17 … (?) (geschrieben).
22Haas. — Lissabon. 1810
23Prof. Dr. E. V. Wagner besaß eine gute Geige von ihm. Haas war vermutlich ein Deutscher und dürfte mit dem im Anfang des 19. Jahrhunderts in Lissabon ansässigen Präzisionsmechaniker Pedro Haas identisch sein.
25Haase, Ferdinand. — Magdeburg, Ballenstedt, Dessau. Geb. 25. Aug. 1814 in Schauen, † 1892
26Da er sich schon als Kind mit dem Geigenspiel beschäftigte, kam er zu einem Musiker, der auch alte Geigen ausbesserte, in die Lehre. Später wurde er Militärmusiker in Magdeburg und trat unter Richard Wagner in die dortige Theaterkapelle als Flötist ein. Unter Dr. Georges, einem Schüler Savarts, studierte er die Gesetze der Akustik und wandte sich schließlich ganz dem Geigenmachen zu. Im Jahre 1853 begründete er in Magdeburg eine Instrumentenhandlung, die er bis 1866 fortführte und dann aufgab, um ausschließlich als Geigenmacher tätig zu sein; damals verarbeitete er freilich meistens vogtländische Schachteln. 1877 über- gab er seine Werkstatt an Rautmann und zog nach Ballenstedt am Harz. Als er zum herzogl. dessauischen Hofinstrumentenmacher ernannt wurde, zog er nach Dessau, hat aber auch dort nur Schachteln verarbeitet, die er so stark ausschabte, daß z. B. der Boden stellenweise dünn wie Papier wurde. Seine Geigen verloren infolgedessen schon in kurzer Zeit ihren Ton völlig und schreien nur noch. Er scheint außerdem die Decken gebacken zu haben. Mehrere Geigen von ihm besitzt die Dessauer Hofkapelle. Biographie und Bild von ihm findet sich in De Wits Zeitschrift B. V. (11. April 1884).
28Habermehl, Erasmus. — Prag. 1610
29Er war seit 1610 Kaiserlicher Instrumentarius am Prager Hofe und wohl der angesehenste unter den damaligen Instrumentenmachern in Böhmen.
31Habits, Anton. — Budapest. Geb. 1861 in Györ-Szent-Márton
32Ein Geigenmacher, der sich jetzt hauptsächlich auf die Herstellung des Cymbals verlegt hat.
34Habits, Johann. — Raab, Stuhlweißenburg. Geb. 1820
35Nach Dr. Joseph Geyer ist er der einzige ungarische Geigenmacher, der sich das Klotzmodell zum Vorbild nahm.
36Geigenzettel: Habits János / Hangszermüvész Fehérvárott 1857 (gedruckt).
38Hackenbroich, Peter v. — Leipzig. 1590
39Ein Lautenmacher, der 1590 das Bürgerrecht in Leipzig erwarb.
41Hackhofer, Anton. — Budapest. Um 1830
42Es soll gute Gitarren mit seinem Namen geben. Er war vielleicht ein Verwandter von Franz H., bei dem er gelernt haben könnte. Selbständig ist er aber schwerlich geworden, und Dr. Geyer bezweifelt überhaupt, daß es einen Anton H. gegeben habe.
44Hackhofer, Franz. — Budapest. Geb. 1786, † 1839
45Er kam aus der Wiener Schule, die er auch nie verleugnete. Besser als seine gewöhnlich schwarz lackierten Geigen sind seine Gitarren.
46Geigenzettel: Franz Hackhofer / in Pesth, anno 1832 (gedruckt).
48Häckl, Joseph. — Regensburg
49Ein in Mettenleiters »Musikgeschichte der Stadt Regensburg« genannter Geigenmacher, der jedenfalls durch einen Lesefehler aus Jos. Hädl (s. d.) entstanden ist.
51Hädl (Hadl), Johann. — Regensburg. 1689. 1717
52In den Urkunden erscheint sein Name entstellt, auch als Härtl oder Häckel, er selbst schrieb sich immer Hädl. Seine Geigen sind ziemlich hoch gewölbt, erinnern an das Stainermodell; die Schnecke hat ein

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