Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 198

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 194. See the scan on archive.org.

1deutsches Aussehen und ist dabei sehr schwungvoll, dasselbe gilt von den F-Löchern. Der Lack ist fett und von schöner gelber Farbe. Außer Violinen und Violoncelli machte er auch gute Liebesgeigen.
2Geigenzettel: Johann Hädl / Lauten- und Geigenmacher in Regensburg 1712 (gedruckt).
4Hädl, Joseph. — Regensburg. 1700. † 27. Nov. 1729
5Sohn oder Bruder von Johann H. Er wird als Geigenmacher und »Hemauer Spielmann« bezeichnet. In der Arbeit ist er Johann H. ziemlich nahestehend.
7Händl, Mich. — Mittenwald. 1732
8Nach den geschriebenen Zetteln ist der Name nicht einwandfrei zu lesen, man kann oft ebensowohl Schandl als Gändl lesen, doch scheint Händl die richtige Lesart zu sein. Die Geigen mit seinem Zettel zeigen das Klotzmodell.
10Haensel, Johann Anton. — Rochsberg. 1801. 1811
11Hart gibt als seinen Wohnort Leipzig an, nach anderen lebte er auch eine Zeitlang in Berlin. Er ist eigentlich nur noch durch seinen Aufsatz in der Allg. musikalischen Zeitung, Leipzig 1811, S. 82 bekannt, in welchem er u. a. über eine von ihm 1801 erfundene Geige, deren Ober- und Unterbacken ungefähr gleich waren, berichtet. Diesen Aufsatz unterzeichnet er als »Kammermusikus des jüngeren Grafen Schönburg«.
13Härtl, Hans. — Regensburg. 1689
14Ein Geigenmacher, der in Mettenleiters Musikgeschichte der Stadt Regensburg erwähnt wird und vielleicht mit Johann Hädl identisch ist.
16Häussler, Christian. — Krakau. 1830. 1871
17Aus Adorf (Vogtland) stammend, wanderte er 1831 nach Krakau aus, wo er bis 1871 tätig war. In seiner Arbeit verleugnete er nie seine Herkunft. Sein 1850 geborener Neffe und Schüler wurde sein Nachfolger.
19Häussler, Gustav. — Krakau. Geb. in Lübben (Niederlausitz) 1850
20Schüler seines Oheims Christian H., übernahm 1871 das Geschäft seines Lehrers und machte neue Geigen nach Stradivari. Er wendet Spirituslack an, ist aber hauptsächlich Reparateur und erfand Federzwingen (für Geigenmacher), mittels welcher ein gleichmäßiger Druck beim Zuleimen der Geigen erreicht wird. Er erhielt 1887 in Krakau die bronzene und 1894 in Lemberg die goldene Medaille.
21Geigenzettel: Gustav Häußler in Krakau (gedruckt).
23Haff, Joseph Anton sen. — Augsburg. 1810. 1866
24Fleißiger Geigenmacher, der nach dem ganz flachen Stradivariapatron arbeitete. Die Decke zeigt meist ziemlich weitjähriges, schwammiges Fichtenholz, zum Boden nahm er Ahorn (aus einem Stück). Die Schnecke ist gewöhnlich recht schwungvoll, der Lack braun. Der Ton ist von verschiedener Güte, oft etwas näselnd. Spiritus- oder Öllack.
25Geigenzettel: Joseph Anton Haff / Geigenmacher in Augsburg / anno 1838 (gedruckt).
27Haff, Joseph Anton jun. — Augsburg. 1860. † 1902 in Stuttgart
28Sohn von Joseph Anton sen. Er ist um 1875 von Augsburg fortgezogen und lebte 1895 noch am Bodensee. Talentvoller Nachahmer der italienischen Meister, erhielt 1873 die Verdienstmedaille für ein Streichquartett und eine Geige nach Amati von trefflicher Arbeit und schönem Ton. Im Jahre 1894 siedelte er von München nach Senftenau bei Lindau über und ist später nach Stuttgart gezogen, wo er auch starb.
29Geigenzettel: Abb. 353.
31Haghens, Cornelius. — Antwerpen. 1627. † um 1642
32Er gehörte der Lukasgilde als Clavecinmacher an.
34Haghens, Simon. — Antwerpen. 1642. 1644
35Er wird als Sohn eines Meisters (Cornelis Haghens?) bezeichnet und wurde 1642 in die Lukasgilde aufgenommen.
37Hagspiel, Oscar. — Dresden. Geb. 2. Mai 1852 in Dresden, † Jan. 1901
38Ursprünglich zum Musiker bestimmt, mußte er die Klavierfabrik seines Vaters übernehmen und beschäftigte sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts auch mit der Herstellung von Streichinstrumenten eigener Erfindung. Diese hatten einen gitarreähnlichen Körper mit gepreßter (nicht ausgestochener oder gehobelter) Decke ohne F-Löcher, dagegen mit sechs runden Schalllöchern in den Zargen. Ein derartiges Violoncell besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.
40Hahn, John & Co.
41Eine in Buffalo bestehende Geigenfirma.
43Haid, Georg. — Wien. 1903. 1910
44Schüler von J. J. Bucher, hauptsächlich Zithermacher, befaßt sich jedoch auch mit der Wiederherstellung alter Geigen.
46Hakkert, Jacob Wolfgang. — Rotterdam. Geb. 29. Aug. 1891 in Rotterdam
47Aus einer Familie stammend, die seit langen Jahren im Musikinstrumentenhandel tätig war, wurde er frühzeitig veranlaßt, sich dem Geigenbau zu widmen und lernte vom 3. Juli 1906 bis 15. April 1908 bei Marius Didier in Mirecourt. Er ging dann zu Louis Otto nach Düsseldorf, wo er bis zum 15. April 1909 blieb. Den größten Einfluß auf ihn hatte nach seiner Angabe Josef Lülsdorf in Köln, bei dem er bis 15. Mai 1910 tätig war. Er macht seine Geigen nach italienischen Vorbildern und hat bereits 1909 auf der Rotterdamer Musikfach-

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.