Scan 199
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1ausstellung eine Medaille erhalten. Am 1. August 1910 machte er sich selbständig.
2Geigenzettel: Jaques W. Hakkert / me fecit Rotterdam Anno 19 — (gedruckt).
4Halász (Fischer), Joseph
5Ein Schönbacher, der um 1860 in Ungarn tätig war und seinen Namen magyarisirt haben soll.
7Hall, William H. — Oldham. 1905
8Er baut nach Cremoneser Modellen und soll nicht ungeschickt sein.
10Hallas, Joseph. — Brünn. † 2. Juli 1844
11Scheint hauptsächlich Gitarren gemacht zu haben. Er erlangte im Jahre 1844 das Bürgerrecht und starb schon kurze Zeit darauf.
12Geigenzettel: Joseph Hallas, Instrumenten- / macher in Brünn. Ao. 1843 (gedruckt).
14Hallberg, C. G. — Hultsfred (Schweden). 1823
15Von ihm besitzt C. Claudius in Kopenhagen eine schwedische Bauernvioline. Am Wirbelkasten befindet sich ein Drachenkopf, auf der Brust sind vier Paare tanzender Bauern aufgemalt.
17Haller, G. Albin. — Erlbach i. S. Geb. 16. März 1868 zu Hermsgrün b. Markneukirchen
18Schüler von Christian Schaller und der Fachschule in Markneukirchen. Er arbeitet nach italienischen Modellen und erzeugt solide Mittelware von großer Billigkeit. Sein Lack ist rot, rotgelb oder kastanienbraun. Er imitiert das alte Aussehen der Geigen recht gut und klebt Zettel mit den Namen der Modelle ein.
20Haman, Valentine. — Millwood (Ind., N.-Am.)
21Geb. 20. März 1831 in Columbiana County, Ohio
22Entstammt einer aus Deutschland unter Washington eingewanderten Musikerfamilie. Von Hause aus Kunsttischler und Mechaniker, begann er mit 22 Jahren Geigen zu reparieren, dann versuchte er sich im Neubau und brachte es durch Fleiß dahin, bald Erfolge zu erzielen. Er arbeitet nach dem Stradivari-Modell; die Decke macht er 1/8 Zoll, an den Ecken 1/16 Zoll dick, den Boden etwas stärker, den Baßbalken 8 Zoll lang, 3/4 hoch und 3/16 dick. Das Gewicht seiner Geigen beträgt samt den Saiten etwa 420 g. Er verwendet mit Benzin geklärten Orangeschellack durch in Alkohol gelöstes Drachenblut gefärbt. Zettel klebt er nur selten ein. Zur Tonveredlung bringt er auf dem Boden seiner Geigen noch einen Resonanzbalken an, dem er die Fähigkeit zuschreibt, neue Instrumente wie alte klingen zu machen.
23Geigenzettel: V. Haman, / Millwood, / Ind. (gedr.).
25Hamann, Carl. — Posen. 1860. 1880
26Seinerzeit der geschickteste Geigenreparateur in Posen. Er verstand sich auf alle Musikinstrumente und war außerdem ein guter Violoncellist. Ein von ihm gebautes Violoncello ist noch in Posen in Privatbesitz.
27Geigenzettel: Carolus Hamann refecit / Posnaniae, Anno 1872 (gedruckt).
29Hamberger, Ferdinand. — Preßburg. † 1891
30Sohn und Nachfolger von Jos. Hamberger I und diesem in der Arbeit ähnlich. Er führte das väterliche Geschäft mit der hochbetagten Mutter fort.
31Geigenzettel: Abb. 349.
33Hamberger, Joseph I. — Preßburg. Geb. in Wien 1808, † 16. April 1864
34Ein sehr tüchtiger Meister, der Wiener Schule nahestehend, aus der er wohl hervorgegangen ist. Er erwarb am 26. Oktober 1830 das Preßburger Bürgerrecht (Grillet versetzt ihn nach St. Petersburg!). Er baute nach Stradivari und verwendete braunen Lack.
35Geigenzettel: Joseph Hamberger / Guitarre- u. Geigenmacher / in Preßburg, 1846. (gedruckt) und Abb. 341.
37Hamberger, Joseph II. — Wien. Geb. in Preßburg um 1850, † 1904
38Sohn von Jos. Hamberger in Preßburg, Schüler von Hofmann, bei dem er 1865 in die Lehre trat und dessen Geschäft er 1873 übernahm. Die von ihm gebauten Geigen sind in den meisten Fällen nur mittelmäßig. Er war k. k. Hofgeigenmacher und Lieferant der Hofoper. Nach seinem Tode führte die Witwe das Geschäft fort, das jetzt auf Alfred C. Coletti übergegangen ist. Eine Geige von ihm ist im Besitze des Preßburger Domchors.
39Geigenzettel: Abb. 339.
41Hambleton, Joseph. — Salford. 1854
42Ist mir nur durch ein gutes Violoncello bekannt geworden.
44Hamig, Moritz. — Dresden, Kötzschenbroda. 1890. † 1908
45Er war bis etwa 1892 in Dresden ansässig und hat nur wenige Geigen gemacht.
47Hamilton, William. — Uddingston. 1880. 1896
48Er stammt aus Glasgow und ist Ingenieur. Aus Liebhaberei macht er Geigen nach einem eigenen Modell, aber auch nach Stradivari, Guarneri und Gaspar da Salò. Er gebraucht Whitelaws Bernsteinlack.
49Geigenzettel: William Hamilton / Uddingston. 1896. (geschrieben).
51Hamm, Andreas. — Klingenthal. 1702. 1732
52Vermutlich der Großvater von Johann Andreas H., vielleicht auch dessen Lehrmeister. Er soll recht geschickt gewesen sein und gilt als der Stammvater der Familie.
54Hamm, Christ. Gottfried. — (Mark)Neukirchen. Geb. 10. Nov. 1774, † 29. Aug. 1834
55Sohn von Johann Gottfr. H. und diesem in der Arbeit sehr ähnlich.
56Geigenzettel: Abb. 359.
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- Hall, William H.
- Hallas, Joseph
- Hallberg, C. G.
- Hamann, Carl
- Hamberger, Ferdinand
- Hamberger, Joseph I
- Hamberger, Joseph II.
- Hambleton, Joseph
- Hamig, Moritz
- Hamm, Andreas
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