Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 200

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 196. See the scan on archive.org.

1Hamm, Johann Andreas. — Klingenthal, (Mark) Neukirchen. Geb. in Klingenthal 1703, † 9. Mai 1764
2Sohn des »Gerichtsgeschworenen« und Schneiders Andree H. in Klingenthal. Am 31. Juli 1724 wurde er von der Neukirchener Zunft als Meister angenommen, dagegen wehrten sich aber die Klingenthaler Geigenmacher, so daß er sich drei Tage später in der Liste wieder streichen lassen mußte. Er siedelte im darauf folgenden Jahre nach Neukirchen über und ward dort am 24. Juli 1725 wieder als Meister angenommen und Bürger. Er stand in einem gewissen Ansehen und starb 60 Jahre 5 Monate und 26 Tage alt.
4Hamm, Johann Gottfried. — (Mark) Neukirchen. Geb. 1744, † 6. Okt. 1817, 73 Jahre 7 Monate 11 Tage alt
5Einer der besten vogtländischen Geigenmacher seiner Zeit. Schon am 13. Juni 1764 wurde er Meister und war so sorgfältig in seiner Arbeit, daß man ihn lange Zeit — veranlaßt durch den Umstand, daß er gerne Rom oder Cremona als Ursprungsort angab — der italienischen Schule zuzählte, so wenig sein Modell und sein Lack auch dazu berechtigten. Bei vielen Geigen und Violen scheint ihm ein breites Stainersches Modell vorgeschwebt zu haben, auch die Einlagen machte er zierlicher als die meisten Neukirchner Meister, oft brachte er einen Elfenbeinrand an. Er verwandte verschiedene Zettel und verwendete auch die Brandmarke: * I * * G * * H *. Geigen von ihm kommen noch oft vor. Eine solche besitzt Carl Stoeber in Würzburg.
6Geigenzettel: Johann Gottfried Hamm / Instrumentenmacher / Stadt Neukirchen bey Adorf / im Voigtlande Fecit Ao 18 . . (gedruckt) und Abb. 343. Brandmarke Nr. 40.
8Hamm, Heinrich Moritz. — Markneukirchen. Geb. 29. Sept. 1850
9Er ist zwar gelernter Geigenmacher, verlegte sich aber hauptsächlich auf den Bau von Zithern.
11Hamm, Karl Friedrich. — (Mark-) Neukirchen. Geb. 26. Dez. 1733, † 26. Sept. 1761
12Sohn von Johann Andr. H. Er wurde am 25. Nov. 1751 Meister. Ebenso gewandt als Geigenmacher wie als Geschäftsmann. Er brachte es bald zu einigem Wohlstand und war schon in jungen Jahren ein angesehener Bürger. Seine beste Zeit fällt in die Jahre 1757—1760.
14Hamma, F. — Ulm a. D. 1872. 1882
15Eine 1872 begründete Fabriksfirma, die 1880 etwa 20 Arbeiter beschäftigte.
17Hamma & Co. — Stuttgart
18Bedeutende im Jahre 1864 von Fridolin Hamma (geb. 1818, † 1892) begründete Geigenhandlung, deren Inhaber seit 40 Jahren Emil Hamma (geb. 1855) ist. Er gilt infolge seiner großen Erfahrung und seines sicheren Blickes als einer der gewieptesten Kenner und hat in seinen Söhnen Fridolin, Emil und Alexander vortreffliche Mitarbeiter. Die von der Firma herausgegebenen Kataloge haben bleibenden Wert und die von ihr ausgestellten Echtheitszeugnisse galten bei Sammlern und Liebhabern als unanfechtbar.
20Hamma, Alfred. — Stuttgart, geb. 1891, gefallen auf dem Felde der Ehre, im Juni 1917
21Sohn und Mitarbeiter von Emil Hamma. Ein reich begabter, hoffnungsvoller Geigenmacher. An seine Stelle sind seine Brüder Emil und Alexander in die Firma eingetreten.
23Hamma, Fridolin. — Stuttgart
24Sohn von Emil H. und dessen Mitarbeiter. Ein trefflicher Geigenbauer, der besonders als Reparateur einen großen Ruf genießt und auch als feinsinniger Kenner geschätzt wird.
26Hammerl. — Schönbach b. E.
27Als Geigenmacher sind zu erwähnen:
29Hammerl, Ignaz, gehörte schon 1826 der Innung als Meister an
31Hammerl, Josef. — † nach 1898
33Hammerl, Karl, ist noch tätig
35Hammig, Albertus Robert. — Markneukirchen, Hamburg, Neu-Schönefeld, Leipzig. Geb. 10. Mai 1849
36Sohn und Schüler von Wilhelm Aug. H. Als Gehilfe arbeitete er bei seinem Bruder in Leipzig und bei Bausch jun. bis zu seiner Militärzeit. Er machte den Feldzug 1870/71 mit, ging hierauf zu Schmidt nach Wien und arbeitete dann in Markneukirchen und Hamburg selbständig. Im Jahre 1896 verlegte er seinen Wohnsitz nach Leipzig und trat als Meister bei der Firma Jul. H. Zimmermann in Stellung, wo er sich noch befindet. Er arbeitet sehr sauber und verwendet einen vorzüglichen transparenten Lack von tiefroter Farbe.
37Geigenzettel: A. Robert Hammig / Streich Instrumentenmacher / Hamburg Anno 1879 (gedruckt).
39Hammig, Carl Heinrich. — Dresden. Geb. 1877
40Sohn von Gustav Adolph H. Ein sehr talentvoller Meister.
42Hammig, Friedrich. — Wien. 1801
43Er ließ sich in Wien als »musikalischer Instrumentenfabrikant« nieder und handelte mit vogtländischen Geigen, hat aber selbst wohl nur Blechinstrumente hergestellt. So war er auch der erste Deutsche, der Cinellen (türkische Becken)-machte, für deren Herstellung er in Österreich ein »Privilegium privatium« erhielt, was er auch im Intelligenzblatt der Allg. musikal. Zeitung im Juli 1801 anzeigte.

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