Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 201

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 197. See the scan on archive.org.

1Hammig, Georg. — Markneukirchen. 1815.
21820
3Braver Vogtländer Geigenmacher. Er scheint seinen Zettel nur selten eingeklebt zu haben.
5Hammig, Gustav Adolph. — Dresden-A. 1890.
61901
7Von Hause aus Baßmacher, verlegte er sich erst später auf den Bau von Violinen und Violoncelli und wurde Kgl. sächs. Hofinstrumentenmacher und beeideter Sachverständiger für Saiteninstrumente. Sein Lack ist an sich nicht schlecht, doch soll er ihn gerne auch auf alten Geigen auftragen, die dadurch nicht gewinnen können.
9Hammig, Hermann. — Berlin. 1899
10Ältester Sohn und Schüler von W. H. Hammig in Leipzig. Leiter des Berliner Zweiggeschäfts der Firma W. H. Hammig in Leipzig.
12Hammig, Johann Christian. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1732, † 27. Jan. 1816
13Sohn und Schüler von Johann Georg H. Er war gut musikalisch vorgebildet und auch kaufmännisch tüchtig. Am 22. Febr. 1751 wurde er Meister, doch machte er schon als Knabe recht gute Geigen. In seiner ersten Zeit verwendete er nur geschriebene Zettel, später gedruckte und auch den Brandstempel: * I. * C. * H. *
14Seine Söhne führten das Geschäft fort und verwendeten auch nach seinem Tode Zettel mit der Firma: Johann Hammig et Söhne.
15Geigenzettel: Joh. Christian Hamig / Music. Instr. 1756 (geschrieben) und Abb. 351.
16Brandmarke Nr. 35.
18Hammig, Johann Georg. — (Mark-)Neukirchen. Geb. 1702, † 26. Dez. 1754 im Alter von 52 Jahren 4 Monaten
19Auch als »der Ältere« bezeichnet. Er wurde im November 1725 Meister und war ein geschickter Geigenmacher. Eine große Viola von ihm besaß Sprenger in Stuttgart.
21Hammig, Moritz. — Markneukirchen. 1861
22Vielleicht mit dem später in Dresden ansässigen Moritz Hammig identisch. Eine recht hübsch gearbeitete Kindervioline von ihm besitzt Musikdirektor Otto Eckenbrecht in Radeberg.
24Hammig, Wilhelm August. — (Mark-)Neukirchen. 1837. 1865
25Sohn von J. C. Hammig und Enkel von Georg H. Seine Geigen und Violoncelli zeigen gute Vogtländer Arbeit.
26Geigenzettel: Wilh. Aug. Hammig / Violin- und Cello Fabrikant / in / Neukirchen / bei Adorf / 1846. (gedr.).
28Hammig, Wilhelm Hermann. — Leipzig. Geb. 25. März 1838 in Markneukirchen
29Sohn und Schüler von Wilh. Aug. H. Arbeitete bei Grimm in Berlin, machte sich 1863 in Markneukirchen selbständig und übersiedelte 1875 nach Leipzig. Er ist unter den jetzt lebenden Mitgliedern seiner Familie der beste Geigenmacher. Seine Arbeit ist sehr gediegen; daß seine neuen Geigen auch neu klingen, wird ihnen wohl nicht mit Unrecht als Vorzug nachgerühmt, sie können durch Alter und Ausspielen nur besser werden, während neue Instrumente, denen künstlich die Klangfarbe alter Instrumente beigebracht wird, diese später vielleicht verlieren. Er besitzt mehrere goldene Medaillen und seit 1894 ein Zweiggeschäft in Berlin. Prof. Robert Hausmann in Berlin besaß ein von ihm i. J. 1903 gebautes, vorzügliches Violoncello, ein ebensolches Dr. med. H. Lang in Wiesbaden.
30Geigenzettel: W. H. Hammig / Leipzig 1888 (gedruckt)
31Darüber eingebrannt: W. H. Hammig.
33Hampe, W. — Amsterdam. 1842. † vor 1882
34Von Geburt ein Deutscher. Guter Geigenmacher, der den Hoftitel besaß. Sein Geschäft wurde von seiner Witwe und seinem Sohne fortgesetzt.
35Geigenzettel: Repareret W. Hampe / Amsterdam. 1845 (geschrieben).
37Handenberg, Wilhelm. — Leipzig. 1723
38Eine Geige von ihm von mittelmäßiger Arbeit fiel durch ihre flache Wölbung auf. Da er außerdem seinen Vornamen auf seinem Zettel italienisch angibt, könnte man vermuten, daß er als Geselle in Italien gearbeitet und dort die flache Wölbung kennengelernt hat.
39Geigenzettel: Guglielmo Handenberg / fecit Lipsiæ 1723. (gedruckt).
41Handley, Henry. — Worcester. Geb. 1839
42Er arbeitet nach dem Guarnerimodell und verwendet Whitelaws Geigenlack.
44Hansch (Handsch), Gustav. — Graz, Odessa. † um 1905 in Odessa
45Sohn von Heinrich Hansch, Schüler der Mittenwalder Geigenmacherschule, der er Ehre machte. Auch er war wie sein Vater als tüchtiger Meister geschätzt. Er ließ sich überreden, nach Rußland auszuwandern, wo er aber bald starb.
47Hansch (Handsch), Heinrich. — Graz. 1844. 1900
48Er hatte seine Werkstatt in der Neutorgasse, war ein tüchtiger Meister, der Guarneri mit Geschick nachahmte, und für seine Leistungen als Geigenmacher die silberne Staatsmedaille erhielt.
50Hansen, Amund. — Frederikshald. 1784. 1799
51Norwegischer Geigen- und Lautenmacher des 18. Jahrhunderts, der hauptsächlich Zitherinstrumente gebaut hat. Zwei norwegische Zithern von ihm besitzt Claudius in Kopenhagen, eine solche das Musikhistorische Museum in Stockholm, eine Chorzither von 1799 besaß Hammer in Stockholm.
52Geigenzettel: Amund Hansen, Friedrichshald 1784 (gedruckt).

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