Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 202

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

40 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 198. See the scan on archive.org.

1Hansen, Berner. — Haugesten. 1787
2Norwegischer Instrumentenmacher, von dem sich eine Zither mit sechs einzelnen und drei doppelten Stahlsaiten im Musikhistorischen Museum in Stockholm befindet.
4Hansen, F. W. — Randers. 1860. † um 1880
5Ein tüchtiger Geigenmacher, dessen Arbeiten in Dänemark in hohem Ansehen stehen. Er war ein stiller, bescheidener Künstler, der in seiner kleinen Heimatstadt sitzen blieb und zufrieden war, wenn er nur das Nötigste zum Leben verdiente.
7Hansen, H. C. — Kopenhagen. 1855
8Ein braver dänischer Geigenmacher, der leider nur selten schönes Holz besaß, weshalb seine Arbeiten oft nicht so gut aussehen, wie sie klingen.
9Geigenzettel: Förfärdigt af Instrumentmager / H. C. Hansen i Kjøbenhavn / 1855. (gedruckt).
11Hansen, J. Rummelhoff. — Christiania. Geb. 11. März 1877 in Christiania, † das. 1918
12Nachdem er erst in einer Instrumentenhandlung gelernt hatte, ging er zu A. C. Kleven und vollendete seine Ausbildung von 1905—1908 bei Oswald Möckel in Berlin. Schon 1907 bekam er ein Mitarbeiterdiplom. Im Jahre 1908 ging er zu Hjorth nach Kopenhagen und kehrte im darauffolgenden Jahre in seine Vaterstadt zurück, wo er sich selbständig machte. Er fand namentlich als ausgezeichneter Reparateur reichliche Anerkennung, doch waren auch seine neuen Geigen in jeder Beziehung sehr lobenswert. Auf der Jubiläumsausstellung 1914 in Kopenhagen erhielt er die goldene Medaille. Ein tückisches Leberleiden machte seinem Leben ein vorzeitiges Ende. Sein Nachfolger ist Hellmuth Ellersieck.
14Hansen, Niels. — 1921
15Ein dänischer Bildhauer, der auch zu den vielen gehört, die das »Geheimnis Stradivaris« gefunden zu haben glauben.
17Harbour, Jakob. — London. 1764
18Von ihm kenne ich zwar nur eine mittelmäßige, halbe Violine, ziemlich hoch gewölbt, ohne Einlage, mit dunkelbraunem Lack, doch soll er sehr gute Violen gebaut haben.
20Harbour (Harbur), W. — London. 1785. 1786
21Vielleicht ein Sohn von Jakob H. und wie dieser ein mittelmäßiger, wenig bekannter Geigenmacher, der 1785 in Duke Street Lincolns—Inn Fields wohnte und 1786 nach Southampton Buildings, Holborn, übersiedelte.
23Hardie, Alexander. — Maxwelltown. Geb. um 1776 (in Stonehouse?), † in Maxwelltown um 1855
24Ein geschickter Kunstdrechsler, der auch recht gute Geigen gemacht hat.
26Hardie, James I. — Edinburgh. 1830. 1855
27Obwohl sein Verwandtschaftsverhältnis zu den übrigen Geigenmachern seines Namens nicht feststeht, scheint er doch ein Schüler von Matthew oder Thomas H. gewesen zu sein. Er war ursprünglich Modelltischler und brachte daher, als er anfing, Geigen zu machen, eine große Handfertigkeit mit. Seine Violinen sind meist nach Stradivari gebaut.
28Geigenzettel: James Hardie Fecit / Edinburgh 1839. (geschrieben).
30Hardie, James II. — Edinburgh. Geb. in Aguhadley (Ellon) 1. Jan. 1836
31Enkel von Peter H. und seit seinem neunten Jahre dessen Schüler. Ein tüchtiger Geigenmacher, der über 4000 Geigen gemacht hat. Am liebsten ahmt er Maggini nach, verwendet schönes altes Holz, Bernsteinlack, und ist vielfach ausgezeichnet worden. Die Firma lautet jetzt Jas. Hardie & Sons, doch hat er alle Geigen allein gemacht.
32Geigenzettel: James Hardie & Son, / Makers / 117 Nicolson Street / Edinburgh 1890 (gedruckt). — Made by James Hardie & Sons / Violin Makers / Edinburgh 18 . . (gedruckt).
34Hardie, Matthew. — Edinburgh. Geb. 1755 in Edinburgh, † 30. Aug. 1826
35Einer der bedeutendsten schottischen Geigenmacher, den man auch gern den schottischen Stradivari nennt. Er war vermutlich von Hause aus Kunsttischler oder Modelleur und dürfte ein Schüler von John Blair gewesen sein, der später mit ihm arbeitete. Er scheint eine echte Arbeit von Stradivari gekannt zu haben, die er fortan nachahmte. Wenn Hart sagt, daß er Amati kopiert hat, so scheint dies auf einem Irrtum zu beruhen. Von den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts an arbeitete er mit seinem Sohne Thomas. Obwohl er sehr fleißig war, kam er in seinem Alter doch in Vermögensverfall; er soll einige seiner besten Geigen im Schuldgefangnis gemacht haben und starb schließlich im Armenhause. Seine Geigen sind sorgfältig gemacht und klingen gut, nur der dünn aufgetragene Spirituslack von gelbbrauner Farbe ist unscheinbar. Wenn Vidal von ihm kurz sagt: »lutherie ordinaire«, so tut er ihm offenbar unrecht. H. war auch ein trefflicher Lehrer, wie die große Zahl seiner tüchtigen Schüler beweist.
36Geigenzettel: Made by / Mat. Hardie & Son / Edinburgh. (gedruckt). — Matthew Hardie / Edinburgh 1809. (gedruckt) und Abb. 324.
38Hardie, Peter. — Dunkeld. Geb. 1775, † Nov. 1863 in Dunkeld
39Er war der Sohn eines Regimentsarztes und studierte in Edinburgh, wo er durch seinen Vetter Matthew Hardie darauf gebracht wurde, sich dem Geigenmachen zu widmen. Er wurde Schüler seines Vetters und hauptsächlich Willie Blairs. Er hat viele Violinen und Violoncelli gemacht, seine Arbeit ist der von Matthew H. sehr ähnlich, nur ist die Wölbung bei ihm viel höher und die Durchführung weniger sorgfältig. Die Schnecken erinnern an die von Ruddiman. Hardie war ein vorzüglicher Geiger und hat auch komponiert. Er gebrauchte statt der Zettel nur eine Brandmarke: P. Hardie.

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