Scan 207
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Heaps, Alfred Walter. — Sidney, N. S. W.
2Geb. 1854
3Er gilt in Australien als guter Geigenmacher und soll auch einen schönen Öllack verarbeiten.
5Heath, S. F., lebte im 19. Jahrhundert in Birmingham
7Heaton, William. — Gomersal. Geb. 1827. 1899
8Englischer Geigenmacher, der ursprünglich wie sein Vater und Großvater Kunsttischler war. Schon in seinem 15. Jahre versuchte er ein Violoncello zu bauen, aber erst um 1872 machte er den Geigenbau zu seinem Berufe, und da er mit Geschick und großer Sorgfalt arbeitete und sich als feiner Holzkenner bewährte, fand er bald die Anerkennung musikverständiger Leute. Seine Geigen sind in den Umrissen nach Stradivari, in der Wölbung nach Maggini gebaut.
9Geigenzettel: William Heaton / Maker. / Hill, Top, Gomersal / Nr. … Leeds (gedruckt).
11Heber, Carl Wilhelm. — (Mark) Neukirchen.
12Geb. um 1712. 1740
13Er ward am 20. März 1734 Meister und arbeitete nach den üblichen Vogtländer Modellen. Er liebte eine flache Wölbung und niedrige Zargen. Auf seinen Zetteln fehlt entweder der Wohnort, oder es ist Absam (Absom) dafür angegeben. In einer seiner Geigen fand Aug. Diehl einen zweiten Zettel mit den Versen:
14Viel falsches nachgemacht
15Sich da und dort schleicht ein,
16Drum sieh mein Petschaft an
17Willst nicht betrogen seyn.
18Geigenzettel: Carl Wilhelm Heber / Lauten & Violinmacher fecit 17 … (gedruckt). — Carl Wilhelm Heber. setv (sic) / Iacobs Stainer in Absam prope / Oenipuntum Ao 1758 (gedruckt).
20Heber. — Stettin. Um 1860
21Ein Stettiner Theatermusiker, der sich mit dem Geigenbau beschäftigte und einige neue Geigen gemacht haben soll.
23Heberl (Heberle) s. Tomaso Eberle
25Heberlein, Albert August jun. — Markneukirchen 1921
26Geigenbaumeister, dessen Violinen und Violoncelli gelobt werden.
28Heberlein, Albert Theodor. — Markneukirchen. Geb. 1880
29Zweiter Sohn und Schüler von Heinrich Th. H. jun. Ein tüchtiger Geigenmacher, der im väterlichen Geschäfte tätig ist.
31Heberlein, Carl August. — Markneukirchen.
32Geb. 9. Juli 1805, † 21. März 1879
33Schüler seines Vaters Johann Gottlob H. und dann des Dresdener Hofinstrumentenmachers Aug. Fritzsche.
34Er begründete 1835 sein heute noch unter der Firma seines Sohnes Heinrich Th. H. jun. fortbestehendes Geschäft und machte außer Geigen auch vorzügliche Gitarren und Lauten, verlegte aber sich in den letzten Jahren ausschließlich auf das Geigenmachen.
36Heberlein, Chr. August (gen. »Spohr«). — Markneukirchen. Geb. 1814, † 1894
37Er war »Baßmacher« von Beruf und hat daher wohl nur sehr wenige Violinen aus Liebhaberei gemacht; es erklärt sich dadurch auch, daß diese keinen eigentlichen Kunstwert haben. Seinen Beinamen verdankt er dem Umstande, daß er einen Kinnteller erfunden hatte, den er »Spohr« benannte. Die Markneukirchener nannten ihn von da an selbst kurzweg den »Spohr«.
39Heberlein, Christoph. — (Mark) Neukirchen.
40Geb. 1690, † 1761
41Er klebte selten einen Zettel in seine Geigen, die nur gute Durchschnittswaren genannt werden können. Er starb im Alter von 71 Jahren, weniger 1 Monat und 5 Tage.
43Heberlein, Ernst Heinrich. — Markneukirchen
44Geb. 26. Juli 1814, † 10. Juli 1894
45Sohn und Schüler von Joh. Gottlob H. In seiner Jugend baute er einige Geigen, später verlegte er sich jedoch ganz auf das Gitarrenmachen und erlangte darin einen gewissen Ruf. Nach einer Privatmitteilung soll er auch den Beinamen »Spohr« geführt haben (oder nur er?), »da er lange Zeit der einzige Violoncellospieler in Markneukirchen war«. (Die Begründung des Beinamens erscheint mir dadurch allerdings nicht sehr stichhaltig.)
47Heberlein, Ernst Julius. — Markneukirchen.
48Geb. 22. Dez. 1865
49Er gilt als geschickt, ist aber noch wenig hervorgetreten.
51Heberlein, Fritz. — Markneukirchen
52Er bestand im Jahre 1920 die Meisterprüfung als Geigenmacher.
54Heberlein, H. — Königsberg. 1895
55Ein Markneukirchener, der einige Zeit in Königsberg ansässig war, nicht zu verwechseln mit dem Violoncellovirtuosen Hermann Heberlein, der jetzt in Amerika lebt.
57Heberlein, Heinrich Richard. — Markneukirchen. Geb. 31. März 1847
58Er war Baßmacher.
60Heberlein, Heinrich Theodor jun. — Markneukirchen. Geb. 5. Nov. 1843, † 1910
61Schüler seines Vaters Carl August H., ging von 1861 bis 1863 zu Riechers und machte sich 1863 in seinem Geburtsorte selbständig. Er gehörte zu den besten Geigenmachern Markneukirchens seiner Zeit und bezeichnete seine von ihm selbst gemachten Instrumente im Gegensatz zu vielen vogtländischen Berufsgenossen, die die »Zettel nach dem Modell einkleben«, stets mit seinem Namen. Schon 1873 wurden seine Arbeiten
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