Scan 214
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
48 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 210. See the scan on archive.org.
1er bisher wenig bekannt geworden ist, so trägt daran der Umstand die Schuld, daß seine Arbeiten fast alle den Namen C. Grimm tragen. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 gehörten seine Geigen, neben denen Zachs, zu den besten. Besonders gut war die Viola. Das Grimmsche Geschäft übernahm 1895 F. Günther.
3Hellriegel, Franz. — Münster i. W. Geb. 6. Febr. 1875
4Sohn des verdienstvollen Kustos des Markneukirchener Musikinstrumentenmuseums und Oberlehrers Fr. Hellriegel, Schüler von Alb. Rob. Hammig (der bei Bausch gelernt hatte). Nach beendetem Lehrzeit arbeitete er bei mehreren der besten deutschen Geigenmacher und ließ sich 1896 in Münster nieder, wo er am 10. August seine eigene Werkstatt eröffnete. Er ist sowohl im Neubau von Violinen, Violen und Violoncelli als auch in der Wiederherstellung alter Geigen sehr tüchtig und ahmt das Stradivari-Modell nach. Er verwendet roten Spiritus- und Öllack (in verschiedenen Abtönungen) und gebrauchte bis 1905 geschriebene, seitdem gedruckte Zettel.
5Geigenzettel: Franz Hellriegel / Münster i. Westf. gebaut 1904 (geschrieben).
7Hellstedt, Petter I. — Frötuna, Stockholm. † 7. Juli 1772
8Er scheint nach 1736 aus Frötuna nach Stockholm gekommen zu sein, wo er am 11. Januar 1742 das Privilegium als Musikinstrumentenmacher erhielt. Er hat hauptsächlich Streichinstrumente, aber auch Harfen gebaut, von denen sich noch manche in Privatbesitz erhalten haben.
9Geigenzettel: Petrus Helstedt Renov. / Frötuna A:o 1736 (geschrieben). — N° 386 / P. Hellstedt / Fecit Holmiae / 176 (geschrieben).
11Hellstedt, Petter II. Alexander. — Stockholm. Geb. um 1745, † nach 1776
12Sohn und Schüler von Petter I H., dessen Nachfolger er auch wurde. Seine Ausbildung hatte er im Auslande abgeschlossen und war mit Erfolg bemüht, seine Geigen ausschließlich aus schwedischen Hölzern herzustellen.
14Helm, Christoph. — Wien, Salzburg. 1544. 1580
15Er wurde im Jahre 1544 als Lautenmacher Bürger von Wien, scheint aber bald nach Salzburg übersiedelt zu sein, wo er in den Urkunden des Archivs der Landesregierung von 1550—1580 vorkommt.
17Helm, Walthasar (Balthasar). — Salzburg. 1594
18Wahrscheinlich der Sohn von Christoph H. Ein Lauteninstrument von 1594 und eine gleichzeitige Reparatur von ihm befindet sich im Städtischen Museum Carolino-Augusteum in Salzburg.
20Helmer, Hans. — Leipzig. 1591
21Er stammte aus Füssen¹) (nicht aus Meissen, wie Küpers liest) und erlangte 1591 als Lautenmacher das Bürgerrecht der Stadt Leipzig. one of two readings
22Er stammte aus Füssen1) (nicht aus Meissen, wie Küpers liest) und erlangte 1591 als Lautenmacher das Bürgerrecht der Stadt Leipzig. one of two readings
24Helmer, Jehan. — Lyon. 1568. 1572
25In den Urkunden wird er ausdrücklich als Deutscher und als »faiseur de luths« bezeichnet (vgl. Coutagne, Duifsofprucgar). Er gehörte jedenfalls der Füssener Familie an und könnte sogar mit dem später in Leipzig auftauchenden Hans Helmer identisch sein.
27Helmer (Hellmer, Hellmann), Johann Martin. — Wien. Geb. 1710, † 21. Nov. 1742
28Er wohnte im »Kärner (Kärnthner) Viertl« und legte als Lauten- und Geigenmacher am 5. Mai 1741 den Bürgereid ab. Im Zunftbuch wird sein Name »Hellmann« geschrieben. Da H. nur 32 Jahre alt wurde und nur kurze Zeit selbständig war, kommen Arbeiten von ihm selten vor.
30Helmer, Josef. — Prag. 1810
31Es kommen Geigen mit dem geschriebenen Zettel: »Josef Helmer, Geigen- / macher in Prag 1810« vor. Ein Meister dieses Namens läßt sich in Prag nicht nachweisen. Wenn man nicht an eine Fälschung glauben will, könnte man annehmen, daß einer der sieben Söhne von Karl Joseph Hellmer die Geigen gemacht hat. Eine solche besitzt C. Stoeber in Würzburg.
33Helmuth, Simon. — 1768
34Auf einem Zunftpokal der Instrumentenmacher, der sich in der im November 1910 versteigerten Sammlung F. Günther-Prestel befand, war zu lesen: Alt-Meister Simon Helmuth // alt gesell J. C. Helmuth. Das Wappen des Pokals zeigte zwei gekreuzte Violinbogen und einen Stimmhammer. Die Vermutung, daß S. Helmuth Geigenmacher war, liegt daher nahe. Leider ist nicht zu ersehen gewesen, woher der Pokal stammte.
36Helt, Heinz. — Nürnberg. 1413
37In einem alten Inventar fand sich »ain Nürnberg lauten von Maister Heldt« verzeichnet. Es gelang mir bisher nur, einen Nürnberger Lautenspieler dieses Namens nachzuweisen. Nach Christ. Gottl. v. Murrs Journal zur Kunstgeschichte und zur allgemeinen Literatur (1777) B. V. S. 114 kommt im Jahre 1413 ein Heinz Helt, Lautenslager auf der Sebalder Stadtseite, vor. Es wäre immerhin möglich, daß Helt ebenso wie die Lautenisten Gerle und Ott auch Lautenmacher war.
39Helwich, Johann. — Kopenhagen. 1742
40Vielleicht ein eingewanderter Deutscher. Arbeiten von ihm kommen nur selten vor.
41Geigenzettel: Johan Helwich, / Copenhagen 1742 (gedruckt).
43Hempel, Julius. — Hamburg. Geb. in Hamburg 1877
44Nachdem er das Gymnasium besucht hatte, wurde er Schüler von Schünemann in Schwerin, bei dem er vier
46¹) In der Bürgerliste steht deutlich aus »Fieffen«. one of two readings
471) In der Bürgerliste steht deutlich aus »Fieffen«. one of two readings
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- Hellriegel, Franz
- Hellstedt, Petter I.
- Hellstedt, Petter II. Alexander
- Helmer, Jehan
- Helmer, Josef
- Helmuth, Simon
- Hempel, Julius
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