Scan 215
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Jahre lernte. Darauf war er drei Jahre lang Gehilfe bei Möckel in Berlin und machte sich dann in Hamburg selbständig. Am 1. März 1902 übernahm er die Werkstatt und das Geschäft von F. A. Pfab. Möckel gab ihm ein vortreffliches Zeugnis als Geigenmacher.
3Hensch, Jean-Henri. — Paris. 1747. 1763
4Er war geschworener Meister der Lautenmacherzunft für 1747, sein Bruder Guillaume H. für 1761. Beide wohnten in der Rue Quincampoix und haben nur wenig Gitarren und Harfen, dagegen viele seinerzeit hochgeschätzte Klaviere gemacht.
6Hendel, Richard. — Klingenthal i. S. Geb. 3. Juni 1833
7Ein Streichinstrumentenmacher, der hauptsächlich von Händlern beschäftigt wurde.
9Hendershot, J. C., lebt als Geigenmacher in Chicago
10Hendricks, Otto. — Amsterdam
11Ein Violoncello, vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammend, trägt seinen Namen. Die Arbeit ist nicht schlecht.
13Henke, L. — Potsdam. 1844
14Es gibt sehr mangelhaft ausgeführte Geigen von ihm, aber auch bessere; am besten gelangen ihm jedenfalls Violoncelli und Bässe. Auf der Berliner Ausstellung 1844 war er gut vertreten.
16Hennings, J. C. — Lübeck. 1828. 1836
17Ein Dilettant, der Geigen nicht ungeschickt repariert hat.
18Geigenzettel: J. C. Hennings / Luebeck 1828 / reparirt (gedruckt).
20Henocq, François. — Paris. 1775. 1789
21Er bezeichnet sich als »le Jeune« und dürfte also der Sohn von Jean H. gewesen sein. Wie sein Vater stand er in Ansehen und war Hoflautenmacher der Herzogin von Bourbon. Er wohnte erst Rue Jacob und von 1779 bis 1789 in der Rue des Saints-Pères. Eine hübsch eingelegte Mandora von ihm besitzt die Crosby Brown-Sammlung in New York (Nr. 1007).
22Geigenzettel: Henocq le Jeune Mre luthier de SAR / Madme la Duchesse de Bourbon / Rue Jacob à Paris L’an 1781 (geschrieben).
24Hénocq (Henoc), Jean. — Paris. 1763. 1789
25Er war geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1773 und Syndikus von 1775—1777 und wohnte noch 1789 in der Rue de Seine Saint Germain Nr. 114. Im Adreßbuch von 1789 werden seine Vornamen, Jean-Georges-Bienaimé, angegeben. Schon 1671—1679 war ein Estienne Enocq Orgelbauer und Organist, er entstammte also einer alten Instrumentenmacherfamilie. Eine hübsche Arbeit von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 256).
27Henry. — Mirecourt
28Eine alte Geigenmacherfamilie, als deren ältestes Mitglied A. Jacquot den 1689 vorkommenden Joseph H. nachgewiesen hat. Dem Namen nach kennt man außerdem den gleichzeitig genannten Jean-Claude H. In den Jahren 1764 und 1770 kommen Claude und Dominique H. (vielleicht Brüder) vor. François H., wahrscheinlich Sohn eines dieser beiden, lebte noch 1827, war aber nur ein handwerksmäßig arbeitender Geigenmacher.
30Henry, Charles (gen. Carolus). — Paris. Geb. 1803, † 1859 in Paris
31Zweiter Sohn und Schüler seines Vaters Jean-Bapt. H. dessen Geschäftsnachfolger er 1831 wurde. Ein außerordentlich fleißiger und geschickter Geigenmacher, der alle in sein Fach schlagenden Instrumente gemacht hat und 1849 und 1855 in Paris Ausstellungspreise erhielt. Er wählte verschiedene Modelle, nahm gutes Holz und roten Lack auf gelben Grund. Seine sämtlichen Instrumente tragen untenstehenden, schön geschriebenen Zettel. Im Jahre 1847 konstruierte er eine Geige, der er den Titel »Baryton« gab, und die um eine Oktave tiefer gestimmt ist als die Violine.
32Geigenzettel: Carolus Henry, luthier / rue Saint-Martin No. 151 / fecit anno Domini 1837 (geschrieben).
34Henry, Eugène. — Paris. Geb. 1843, † 7. Sept. 1892
35Sohn, Schüler und seit 1859 Nachfolger von Carolus H. Ein tüchtiger Geigenmacher, der jedoch in seine Werkstattarbeiten die gleichen Zettel klebte wie in seine eigenen Werke. Er war ein vielbeschäftigter Reparateur und besaß mehrere Medaillen. Sein Geschäftsnachfolger ist Ch. Brugère.
36Geigenzettel: Abb. 372.
38Henry (F. oder H.). — Paris. 1737
39Er wohnte in der Rue Saint-André-des-Arcs und war vielleicht der erste aus dieser Vogesischen Geigenmacherfamilie, der nach Paris kam, wenn auch sein Zusammenhang mit den übrigen Henrys nicht feststeht. Seine Arbeit war gut, selbst sein rotbrauner Lack ist noch anerkennenswert. Auch Violen von ihm kommen vor. Ein Baß von ihm aus dem Jahre 1737 zeigt ebenfalls seinen Stil.
41Henry, J. — Paris. Geb. 10. Dez. 1823 zu Mirecourt, † Paris 1870
42Ein ausgezeichneter Bogenmacher, der 1837 nach Paris kam und bis 1848 für die Geschäfte von G. Chanot und D. Peccate arbeitete. Er verband sich dann mit Simon, bis er 1851 sein Geschäft allein anfing (Rue des Vieux Augustins); zuletzt wohnte er in der Rue Pagevin. Seine Bogen tragen auf der Stange nahe am Frosch die Brandmarke »Henry, Paris« und sind noch heute sehr geschätzt. Er ist mit den übrigen Pariser Henrys nicht verwandt gewesen.
44Henry, Jean Baptiste. — Paris. Geb. 1757 zu Mataincourt in den Vogesen, † in Paris 1831
45Er erlernte das Geigenmachen in Mirecourt, kam jung nach Paris und hatte sein Geschäft bis 1788 in einem
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