Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 217

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 213. See the scan on archive.org.

1Diese ist doppelt eingelegt, auf den Backen verziert und mit Öllack überzogen. Die Bruststärke der Decke beträgt 3 1/2 mm, die Länge des Korpus 44,5 cm, die untere Breite 27,7 cm, die vordere Breite 22 cm, Brust 15,5 cm, die Grifflänge 15 cm. Eine sehr originelle Viola (Maße: 44,7, 22, 27,7 cm) besitzt G. Siefert in Leipzig. Der Name erscheint auch hier auf einem schön gedruckten Zettel »Heringer« — doch könnte die Form Hertinger die ursprüngliche sein. Die Wölbung ist flach, der Ton groß und edel, der Lack rötlich-gelb; die F-Löcher erinnern an Maggini, wie die Viola überhaupt einer Brescianer Arbeit ähnlich sieht.
3Herlet, Joseph. — Mirecourt. 1768
4Als Geigenmacher erwähnt.
6Hermann, ein Schüler von Schünemann, ging um 1899 nach Trier
8Hermer, Anton. — Leipzig. 1888. 1895
9Langjähriger erster Gehilfe bei Hammig, der sich 1888 selbständig machte.
11Hernouet, Henri. — Paris. 1913
12Er hatte seine Werkstatt Rue de Moscou 44.
14Herold, Conrad Gustav. — Klingenthal
15Fabriksfirma der Gegenwart. Die Fabrik führt ihre Gründung bis 1793 zurück. Auf der Freiberger Gewerbeausstellung war sie durch ein Terzett vertreten, das durch die starke Rundung des Bodens und der Decke auffiel. Der Fakrikant nennt diese Bauart »Zigeunermanier«.
17Herold, Karl Anton. — Brunndöbra. Geb. 1838, † 18. Febr. 1918
18Er galt als tüchtiger Baßmachermeister.
20Herold, Reinhold, lebt als Baßmacher in Brunndöbra
22Heron-Allen, Edward. — London. Geb. 17. Dez. 1861 in London
23Verfasser einer Reihe wertvoller Schriften über die Geige und den Geigenbau und ein eifriger Sammler der Geigenliteratur, die er vollständiger besitzt als irgendeine der größten Bibliotheken. Dabei ist er auch ein geschickter Dilettant. Er ging zwei Jahre lang bei George Chanot in London in die Lehre und machte da u. a. zwei Geigen, eine genau nach der Guarneri des † Prosper Sainton, die andere nach Stradivari.
25Heroux s. Couturieux
27Herrmann, August, & Söhne. — Berlin-Charlottenburg
28Geigenhandlung; der Gründer der Firma war früher Lehrer in Tauberbischofsheim und begann 1883 in Frankfurt a. M. einen Klavierhandel, verlegte sich dann auf den Geigenhandel und übersiedelte nach Charlottenburg. Mit dem Geschäft ist eine Werkstätte verbunden. Die Firma besitzt ein ansehnliches Lager alter Meistergeigen.
30Herrmann, Felix. — London (Tottenham)
31Ein Geigenhändler, der zwar Gehilfen beschäftigte und als feiner Kenner gilt, aber selbst kein Geigenmacher ist. Durch den Ausbruch des Krieges wurde er gezwungen, nach Deutschland zurückzukehren und lebt jetzt in Lübeck.
33Hertinger s. Heringer
35Hertz, Heinrich. — 1863. 1867
36Ein deutscher Geigenmacher, der als Modelltischler in einer dänischen Maschinenfabrik arbeitete, in seinen Freistunden aber Geigen machte.
38Herzlieb, Franz sen. — Graz. Geb. um 1797, † 11. Dez. 1861
39Er war ein sehr geschickter Geigenmacher und guter Holzschnitzer, der sorgfältig und sauber nach Stradivari und Guarneri arbeitete. Er nahm die Wölbung flach, verwendete meist schön geflammtes Ahornholz und zog für die Decken breitjähriges Fichtenholz jedem andern vor. Sein Lack ist braungelb, öfters auch rötlich schattiert. Er erfreute sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts eines besonders guten Rufs, und seine Geigen waren von Musikern so geschätzt, daß er noch Bestellungen aus Amerika von dorthin ausgewanderten Landsleuten erhielt. Auf der Londoner Weltausstellung bekam er die goldene Medaille. Seine Geigen werden auch jetzt noch gerne gekauft und erreichen gute Preise.
40Geigenzettel: Abb. 325.
42Herzlieb, Franz jun. — Graz. Geb. 1845, † 11. März 1873
43Er hatte seine Werkstatt, wie sein Vater, in der Postgasse (jetzt Stubenberggasse) und besaß im Wiederherstellen alter Geigen eine besondere Kunstfertigkeit. Seine neuen Geigen sind denen seines Vaters ähnlich, nur weniger originell. Da er jung starb, hat er nicht viele bauen können.
45Hesin, Giacomo. — Venedig. 1586
46Ein Lautenmacher, den Valdrighi (1456) anführt. Sollte er nicht mit dem von anderen »Hieben« (Hieber) genannten Meister identisch sein?
48Hesketh, Thomas Earle. — Manchester. Geb. am 14. Aug. 1866 in Manchester
49Lernte fünf Jahre bei George-Adolphus Chanot und war dann noch ein Jahr lang Gehilfe bei ihm. Im Jahre 1891 eröffnete er seine eigene Werkstatt. Er arbeitet hauptsächlich nach Stradivari und Guarneri, aber auch nach Maggini, Amati und Stainer und verwendet Öllack. Er gehört zu den besten englischen Geigenmachern der Gegenwart; seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in der Zeitschrift »The Strad«. 1899, Nr. 119.
50Geigenzettel: Abb. 340.
52Heskett, H. H. — Minneapolis (Minnesota). 1892. 1894
53Ein englischer Geigenmacher, der eine Zeitlang in Minnesota ansässig war und 1892 Stimmwirbel für Streichinstrumente erfand.

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