Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 218

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

38 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 214. See the scan on archive.org.

1Hespont s. D’Hespont
2Heß, Bartholomeus. — Breslau. 1585
3Ein Instrumentenmacher, der u. a. auch von der Stuttgarter Hofkapelle beschäftigt wurde, aber wohl hauptsächlich Pfeifenmacher war.
4Heß, Wilhelm August. — Klingenthal. 1810. 1830
5Selten vorkommender vogtländischer Geigenmacher.
6Hetel, G. — Rom. 1763
7Bisher nur als Lauten- und Gitarrenmacher bekannt. Er soll manche Ähnlichkeit mit J. Horil haben.
8Geigenzettel: G. Hetel fecit Romae, anno 1763 (gedr.).
9Hetté s. Fletté
10Heupgen, Chas, hat sich in Chicago als Geigenmacher niedergelassen
11Heuße, Friedrich. — München. 1798
12Er war Hofinstrumentenmacher, hat aber schwerlich Geigen gemacht.
13Heußler, Johann. — München. 1593
14Er wird als Lautenmacher erwähnt, doch weiß ich nur, daß er als Hoforgelmacher ein Jahresgehalt von 24 fl. bezog. (Vgl. Westenrieder Beiträge III, S. 110.)
15Heußler, Urban. — München. 1594. 1602
16In den Hofrechnungen wird er entweder »der kunstreich Orglmacher« oder kurzweg Orgelmacher genannt, er machte aber auch Lauten und Harfen; so heißt es in den Rechnungen von 1602: »Urban Heuf'sler, orgelmacher, umb zwei instrument und ain doppelte Harpfen von Cypressenholz 95 fl.« Er arbeitete in seinen letzten Lebensjahren mit seinem Schwiegersohne Leonhard Kurtz zusammen. (Von beiden rührte die Orgel in der St. Michaelskirche in München her.)
17Heyden (Hayden), Hans der Ältere. — Nürnberg. Geb. um 1540, † 1613
18Der Erfinder des bekannten »Geigenwerks« (eines Vorläufers des späteren Bogenflügels), bei welchem die Saiten durch sechs mit Pergamentstreifen besetzte Räder gestrichen wurden. Heyden war Organist an der Sebalduskirche und beschrieb seine Erfindung 1605 in einer lateinischen Abhandlung. Ein solches Geigenwerk besitzt das Museum Steen in Antwerpen, ein anderes von 1606 befindet sich im Escurial. Abgebildet bei Doppelmayr (1730) Tafel IV, Fig. I.
19Heyer, Jakob Christoph, ein im Anfang des 19. Jahrhunderts in Steindöbra i. B. arbeitender Geigenmacher
20Heyman, Joseph. — Amsterdam. 1815
21Mittelmäßiger holländischer Geigenmacher im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts. Auf seinen Zetteln fällt es auf, daß, während alles andere gedruckt ist, der Familienname handschriftlich eingetragen erscheint.
22Geigenzettel: Joseph Heyman / Fecit Amsterdam / 1825 (gedruckt).
23Heynberg, Emile. — Lüttich. Geb. 21. Juni 1864 in Lüttich
24Schüler von Georges Mougenot, arbeitete als Gehilfe bei Gand & Bernardel in Paris und eröffnete 1895 seine eigene Werkstatt in Lüttich. Er ist hauptsächlich mit Ausbesserungen beschäftigt, macht aber auch neue Instrumente, wobei er entweder Stradivaris »Messias«, Guarneri del Gesù oder J. B. Vuillaume zum Vorbild nimmt. Sein Lack besteht aus einer Mischung von Leinöl und Terpentin. — Er besitzt als der Sohn eines Professors am Königl. Konservatorium eine gediegene musikalische Vorbildung.
25Geigenzettel: Emile Heynberg / Luthier, à Liège 189 . . (gedruckt).
26Hicks, G. H. — Oxford. 1910
27Schüler von G. A. Chanot. Seine sorgfältige Arbeit und der gute Ton seiner Geigen werden in England sehr gelobt.
28Hidalgo s. Moya
29Hieber, Giovanni. — Venedig. 1560. 1590
30Wahrscheinlich ein Deutscher. Er arbeitete mit Martino zusammen. Der Zettel läßt nicht sicher erkennen, ob dieser Martino auch zur Familie Hieber gehörte, obwohl es wahrscheinlich ist, daß zwei Brüder die Werkstatt geteilt haben. Möglich ist aber auch, daß wir hier den Martino Kaiser vor uns haben, der etwa ein Neffe Hiebers gewesen sein könnte. Der Katalog der Sammlung Correr in Venedig liest die Jahreszahl in zwei dort bewahrten Theorben (von 14 und 19 Saiten) 1500, was sicher falsch ist. In der Sammlung Snoeck war eine Archilaute von 1581. Snoeck las Hieben. Der Giac. Hesin, den Valdrighi mit der Jahreszahl 1586 anführt, ist wohl auch aus Giov. Hieber entstanden.
31Geigenzettel: Giuane Hieber / e Martino Facebit (sic) / in Venezia Ao 1581 (gedruckt).
32Hiebler, Joseph. — Augsburg. 1740. † n. 1792
33Er wird im Augsburger Adreßkalender zuletzt 1792 angeführt. Seine Arbeit ist gut, doch war er in bezug auf das Holz nicht wählerisch genug, weshalb seine Geigen jetzt stark vom Wurm zerrissen sind. Er arbeitete nach dem mittleren Stainermodell, nur die F-Löcher und die Ecken gehen auf Amati zurück. Zum Boden und den Zargen nahm er schlichtes Ahornholz, zu Hals und Schnecke oft Lindenholz. Sein gelber oder brauner Lack ist glanzlos und trübe, der Ton aber voll und leicht ansprechend.
34Geigenzettel: Joseph Hiebler, Lauten- und Geigenmacher fecit Augustae 1789 (gedruckt).
35Hieronymus Brixiensis s. di Virchi
36Hieronymus. — (Köln?) 1510. 1558
37Virdung führt ihn bereits 1511 an und bildet seine sämtlichen Instrumente ab. Diese Abbildungen übernahm dann Prätorius in sein Werk: »Syntagma Musi-

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