Scan 219
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1cum« und Taisnier erwähnt in seiner 1559 in Köln erschienenen Astrologiae judiciariae Ysagogica »cytharae Hieronymi… tubae Hieronymi, organo Hieronymi, histulae Hieronymi…« Van der Straeten vermutet in diesem vielseitigen Hieronymus einen Kölner Lautenmacher, mit dem Taisnier befreundet war. (La Musique aux Pays-Bas. B. III, S. 237.)
3Higgins, Ph.
4Ein Geigenmacher, der um 1850 in Montreal (Kanada) lebte und ganz geschickt gewesen sein soll.
6Hilanj, Franz. — Wels. 1814. † nach 1846
7Er soll in Preßburg bei einem Geigenmacher regelrecht gelernt haben und trat dann als Musiker bei einem Huszárenregiment ein, mit dem er nach Wels kam. Nach Abzug des Regiments trat er in städtische Dienste und brachte es da zum »Thurnermeister«, d. h. zum Dirigenten der Stadtmusikanten, die auf dem Turm (»Thurn«) zu blasen hatten. Seine Bemühungen, sich geeignetes Holz zu verschaffen, brachten es mit sich, daß er ganze Bäume kaufen mußte; um den Abfall zu verwerten, eröffnete er einen kleinen Handel mit Brennholz und so wurde er auch am 2. Januar 1814 als Holzhändler zum Bürger aufgenommen. Seine Werkstatt hatte er am Stadtplatz Nr. 24, wo er auch starb. Seine Witwe Eva Maria und seine 1837 geborene Tochter Amalie siedelten nach seinem Tode nach Wien über. Seine Werkstatt kam an E. Köhler, seine Stelle als »Thurnermeister« hatte er schon vor 1825 zugunsten seines Bruders Paul aufgegeben. Wenn er auch kein großer Künstler war, so hat er doch recht brav gearbeitet und seine Gitarren zeichnen sich durch eine gewisse Klangfülle aus. Eine Zither von ihm mit 3 Spiel- und 16 Begleitsaiten besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
8Geigenzettel: Franz / Hilanj. / Bürgerlicher / Geigen- u. Guitarrenmacher / in Wels.
10Hilanj, Franz Seraph. — Wels. Geb. 15. Mai 1825 in Wels, † das. 9. Juli 1848
11Sohn des »Thurnermeisters« Paul H. und Schüler seines Oheims Franz H., dessen Werkstatt er krankheitshalber nicht übernehmen konnte, wie er wohl vorhatte, als er am 24. November 1846 als Geigenmacher das Bürgerrecht erwarb. Er soll sehr talentvoll gewesen sein und als Geselle in Wien gearbeitet haben. Eine gute Violine von ihm in Privatbesitz in Wels läßt seinen frühen Tod bedauerlich erscheinen.
13Hildebrand, Philipp. — Stadtamhof. 1665
14Ein Lauten- und Orgelmacher, der auch Violen aller Art angefertigt haben soll.
16Hildebrandt s. Hilldebrand
18Hill, Alfred Ebsworth. — London. Geb. 1862
19Dritter Sohn von Will. Ebsw. I H. Nachdem er bei seinem Vater gelernt, ging er, als der erste Engländer, zu seiner weiteren Ausbildung nach Mirecourt und wurde dann Teilhaber der Firma seines Vaters.
21Hill, Arthur Frederick. — London. Geb. 25. Jan. 1860
22Zweiter Sohn und Schüler von Will. Ebsw. I H. und Teilhaber der väterlichen Firma.
24Hill, Benjamin. — London. Geb. 1754, † 1797
25Dritter Sohn und Schü' er von Joseph II H. und später Teilhaber des väterlichen Geschäfts.
27Hill, Henry Lockey. — Geb. 1774, † Aug. 1835
28Sohn und Schüler von Lockey H. »L. Hill of the Borough«. Er arbeitete eine Zeitlang bei John Betts, durch den er wahrscheinlich das Stradivari-Modell kennen lernte. Als seine Söhne Joseph IV und William Ebsworth herangewachsen waren, arbeitete er mit ihnen gemeinsam. Er ist als besonders tüchtiger Geigenmacher bekannt und stand wahrscheinlich auch zu Fendt in Beziehung, der ihn beeinflußte. Er gilt als der erste in der Familie Hill, der von Stainer und Amati zu Stradivari überging.
29Geigenzettel: Abb. 323 und 376.
31Hill, John. — London. 1794
32Er wohnte Red Lyon Street, Holborn, und war nicht ungeschickt.
33Geigenzettel: Abb. 373.
35Hill, Joseph I. — London. 1660
36Der Stammvater der heute noch blühenden Familie, den man jedoch nur nach einer Tagebuchaufzeichnung von Depys kennt, der ihn am 17. Februar 1660 wegen seiner Laute und seiner Viola zu Rate zog.
37Geigenzettel: Abb. 374.
39Hill, Joseph II. — London. Geb. 1715, † 1784
40Angeblich erst Schüler von Banks und dann von Wamsley. Seine Arbeit ist sauber, und namentlich seine Violoncelli und Bässe sind gut. Er wechselte seine Wohnung mehrfach und gebrauchte verschiedene Hausmarken (Ladenschilder), so z. B. seit etwa 1750 »at ye Violin« (Angel Court, Westminster) und »at the Harp and Flute« (Haymarket). Alle seine vier Söhne erzog er zu Geigenmachern, sie wurden seine Gehilfen, und nur der älteste von ihnen erreichte eine gewisse Selbständigkeit. Eine Violine von Joseph Hill & Sons vom Jahre 1770 besitzt J. T. Chapman.
41Geigenzettel: Abb. 368.
43Hill, Joseph III. — London. Geb. 1747, † 1793
44Zweiter Sohn von Joseph II H. und weniger geschickt als dieser. Von ihm dürfte das Violoncello vom Jahre 1787 sein, das Mrs. Rampling Rose geb. Braddyll im Jahre 1904 in der Londoner Music Loan Exhibition ausstellte.
46Hill, Joseph IV. — London. Geb. um 1805, † 1837
47Älterer Sohn von Henry Lockey H. Schüler seines Vaters, dem er nahekam.
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