Scan 224
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1lichen Familienamens und die Abkürzung Churfl. mißverstehend »Rudolph Churst!« — Eine Tanzmeistergeige vom Jahre 1676 besitzt die Sammlung des historischen Vereins in Würzburg, eine Viola d’amore C. Claudius in Kopenhagen.
2Geigenzettel: Rudolph Höss / Ihr Churvurstlichen / Durchl. Hof-Lauten und Geigenmacher in München / Anno 1682 (gedruckt) und Abb. 335.
4»Hofer Geigen« s. Andr. Preller
5Hoff, O. U., lebt in Christiania
6Hoffmann, A. F. — Kopenhagen. 1893. 1900
7Er betreibt die Geigenmacherei und ist Saitenhändler.
9Hoffmann, David. — Leipzig. 1577
10Sein Name erscheint 1577 in der Leipziger Bürgerrolle; er wird kurz als Instrumentenmacher bezeichnet, so daß nicht sicher ist, ob er Lauten oder Geigen gemacht hat. Es ist aber möglich, daß er zu Veit und Martin H. in verwandtschaftlichen Beziehungen stand.
12Hoffmann, Eduard. — Bobischau b. Mittelwalde i. Schl. 1895. 1900
13Ein Nachkomme der Wölfelsdorfer Geigenmacherfamilie, der heute noch als Geigenmacher tätig ist.
15Hoffmann, Hermann. — 1796
16Sein Name ohne Wohnort findet sich in einer sehr mangelhaft ausgeführten Geige ohne Einlagen und ohne Baßbalken.
18Hoffmann, Friedrich. — Wölfelsdorf. Geb. im Mai 1647, † 1714 im März
19Er stammte aus Ebersdorf in Schlesien, wo er bis 1680 ansässig war. In letzterem Jahr verheiratete er sich in Wölfelsdorf mit Salome, der Tochter des Schulzen Hans Hetzels; im Trauschein wird er ausdrücklich Geigenmacher genannt und kam in Wölfelsdorf zu großem Ansehen. Über seinen Tod sagt die Sterbematrikel: 1714 am 8. Martis wurde begraben Fridrich Hoffmann Geigenmacher und Gerichtsverwalter allhier — alt 65 Jahr, 10 Wochen, 1 Tag. — Er ist der Stammvater der schlesischen Geigenmacherfamilie seines Namens.
21Hoffmann, Ignaz d. Ä. — Wölfelsdorf i. Schl. Geb. 1695, † 1769, 25. März
22Sohn und Schüler von Friedrich H. Er wurde am 5. August 1695 getauft, da die Kinder damals sofort getauft wurden, ist er wohl am selben Tage geboren. Am 29. März 1769 wurde er begraben; die Matrikel sagt, daß er an einem »abzehrenden Fieber« gestorben sei. Er war nicht ungeschickt; Geigen von ihm sind in der Grafschaft Glatz heute noch häufig zu finden. Einige besitzt die Kirche in Wölfelsdorf. Sie zeigen allerdings nur gewöhnliche Arbeit.
23Geigenzettel: Ignatz Hoffmann Lautten und Geigen und harpfenmacher in Wulfelsdorff Anno 1748. (gedruckt).
25Hoffmann, Ignaz d. J. — Wölfelsdorf. Geb. 1736, † 7. Jan. 1791
26Sohn und Schüler von Ignaz H. d. Ä., dem er in der Arbeit sehr ähnlich ist. Auf einigen seiner Zettel bezeichnet er sich (jedenfalls nach seiner Wohnung) »der Niedere«. Von ihm sagt die Sterbematrikel: 1791, den 10. Jan. ist begraben worden der Feldgärtner Ignatz Hoffmann, Geigenmacher, welcher am 7. huius an Wassersucht gestorben. 55 Jahr.
27Geigenzettel: Ignatius Hoffmann / Lauten- / Geigen- und Harpfenmacher / in Wölfelsdorff anno . . . (gedr.).
29Hoffman, Jacques, de Jonghe
30Ein vlämischer oder holländischer Lautenmacher des 17. Jahrhunderts, von dem das Münchner Nationalmuseum eine Laute besitzt.
32Hoffmann, Johann Christian. — Leipzig. Geb. April 1683, † 1. Febr. 1750
33Älterer Sohn und Schüler Martin Hs. Er erwarb erst 1722 das Leipziger Bürgerrecht und war einer der besten deutschen Meister seiner Zeit, der seine Instrumente ebenso schön auszustatten als gut zu machen verstand. Neben trefflichen Lauten hinterließ er auch eine stattliche Anzahl vorzüglicher Streichinstrumente, edel im Ton und gut im Holz. Sein Lack erinnert an den der Amatischule. Er war sehr angesehen; »Kgl. polnischer und Kurfürstlich sächsischer Hofinstrument- und Lautenmacher« und schon zu seinen Lebzeiten weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus berühmt. Er war mit Joh. Seb. Bach gut befreundet, den er in seinem 1748 errichteten Testament bedachte und baute auch die von diesem erfundene Viola pomposa (jetzt in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln). In Barons Untersuchung des Instruments der Lauten liest man S. 95, nachdem er erwähnt, daß Martin Hoffmann bereits gestorben sei: »… doch ist dieser Verlust durch seine beyde hinterlassnen Herrn Söhne ersetzt worden, davon … der ältere aber, Herr Johann Christian Hoffmann (sich) auf die Lauten-Arbeit appli- cirt. Dieser künstliche Meister hat sich hier in diesem genere durch seine nette Arbeit bey der galanten Welt in solchen Estime gesetzt, so gar, daß seine Lauten vornemlich nach Holl- und Engelland und Frankreich öfters sind geführt worden. Was nun besonders dabey zu mercken, so hat er in Erbauung der Lauten nicht allein viele proportionirliche Schönheit; sondern auch derselben einen guten und reinen Thon beygeführt. In der Structur des Lauten-Halses hat er seinen Herrn Vater übertroffen, weil er ihn Jedermann recht Faustrecht macht, da sie jenem meistentheils ein wenig gar zu dicke gerathen waren. Er weiß auch die Chöre und Saiten nach ihrer gehörigen Distanz so wohl einzu- theilen und zu legen, daß sich seine Lauten sehr leichte handthieren lassen.« Vier Violinen, zwei Violoncelli und einen Kontrabass von ihm aus den Jahren 1715—1732 führt das Inventar der Cöthener Hofkapelle von 1773 auf. Eine prachtvolle, siebensaitige Viola da Gamba vom Jahre 1725 von ihm besitzt die Musikinstrumentsammlung des Bachhauses in Eisenach. (Nr. 42). Er war auch als Reparateur geschätzt; ein Reparaturzettel von ihm aus dem Jahre 1741 findet sich u. a. in
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- Hoffmann, A. F.
- Hoffmann, David
- Hoffmann, Eduard
- Hoffmann, Hermann
- Hoffmann, Friedrich
- Hoffmann
- Hoffmann, Johann Christian
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