Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 225

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 221. See the scan on archive.org.

1Th. Körners Laute (Körnermuseum in Dresden). Von seinen Instrumenten in öffentlichen Sammlungen seien noch genannt: zwei Theorben und eine Mandola in Berlin (staatl. Sammlung a. M.) Nr. 717, 718 und 733, eine ebensolche vormals in Dr. Hirths Besitz in München, Gitarrelaute bei Scheurleer, Diskantviola da Gamba und zwei Theorben in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Vgl. über ihn auch De Wits Zeitschr. 1894, Nr. 51).
3Geigenzettel: Johann Christian Hoffmann / Königl. Poln. und Churfürstl. Sächs / Hoff-Instrumenten und Lautenmacher / 1730 (gedruckt).
5Hoffmann, Martin. — Leipzig. Geb. 1653, † 15. April 1719
6Er stammte aus Leipzig und erlangte als Geigenmacher im Jahre 1678 das Bürgerrecht. Sehr geschätzter Meister, von dem sich ziemlich viele Arbeiten, sowohl Lauten- als Geigeninstrumente, erhalten haben. Bei den letzteren verwendete er ein eigenes Modell mit sehr spitzen Ecken und schwachem Rand. Seine Violoncelli zeigen noch in Einzelheiten die alte Gambenform. Vgl. Baron, Laute S. 95, Walther's Musiklexikon 1732, S. 316. De Wits Zeitschr. 1894, Nr. 5 usw. Eine große Laute im Germanischen Museum in Nürnberg, ein Violoncello von 1705 im Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Altertümer in Breslau Nr. 256/96. Eine Viola di Gamba in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Sein Reparaturzettel (von 1696) befindet sich in Körners Laute (Körnermuseum in Dresden).
8Geigenzettel: Martin Hoffmann / in Leipzig 169 … (gedruckt).
10Hoffmann (Gottlieb?). — Leipzig. 1725. 1730
11Jüngerer Sohn von Martin H., der sich nach Baron (Untersuchung des Instr. der Lauten) auf das Violin- und Gambenmachen verlegte; auch Walther sagt in seinem Musiklexikon (1732) nur so viel von ihm. Er scheint bei seinem Bruder und hauptsächlich für diesen gearbeitet zu haben. Das Inventar der Cöthener Hofkapelle von 1773 führt ein »Violino piccolo« von Gottlieb Hoffmann, 1726, auf.
13Hoffmann, Moritz. — Klein-Schmalkalden. 1761
14Von ihm befindet sich eine fünfsaitige Viola di basso in Berlin in der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente (Nr. 803). Die Decke ist von geringer Wölbung, der Boden ist flach und nicht abgedacht, in der Decke befinden sich jedoch keine Schlangenlinien, sondern F-Löcher.
16Hoffmann, Veit. — Leipzig
17Wanderte um 1650 aus Schmalkalden (Ilmenau) nach Leipzig ein und erwarb 1654 dort das Bürgerrecht. Wir haben in ihm wohl den Vater Martin Hoffmanns zu sehen.
191) P. de Wit besaß von ihm eine Theorbe, drei prächtige Violen di Gamba, eine Viola d'amore und eine Viola pomposa.
21Hoffmann. — Habelschwerdt. 1890. 1900
22Ein Nachkomme der Hoffmann in Wölfelsdorf, der als geschickter Instrumentenmacher gilt.
24Hofmann, Anton. — Wien. Geb. 1814, † 14. Juli 1871
25Seine Mutter besaß ein Wirtshaus der Werkstatt von J. Martin Stoß gegenüber. So erwachte schon in jungen Jahren die Lust zur Geigenmacherei in Hofmann, der erst Lehrling, dann Gehilfe von Stoß wurde, und nach dem Tode seines Meisters (1838) das Geschäft mit der Witwe unter der Firma Stoß & Hofmann weiterführte, bis er es am 17. Oktober 1844 durch Kauf ganz erwarb. Seine Geigen sind sehr geschickt gemacht und noch besser seine Violoncelli, namentlich aus der Zeit bis etwa 1850. Damals kam er seinem trefflichen Meister sehr nahe, nur nahm er die Wölbung noch flacher und verwendete höhere Zargen. Sein Öllack war dunkelrot oder braun. Da aber damals schon die Vorliebe für alte Instrumente überhand nahm, fing er an, das alte Aussehen zu imitieren. Er machte viele Violoncelli mit Lindenholzböden, nahm zu Schnecke und Zargen Buchenholz, zu den Decken grobjähriges Fichtenholz. Diese Instrumente haben nur dunkelrotbraunen Spirituslack und sind in der Brust mit Kienruß geschwärzt. Er war einer der bekanntesten Wiener Geigenmacher um die Mitte des 19. Jahrhunderts und war sehr geschätzt, wurde zum Hofgeigenmacher ernannt und galt auch als tüchtiger Reparateur und ist von allen Geigenfreunden aufgesucht worden. Auch Tarisio verkehrte sehr häufig bei ihm.
27Geigenzettel: Abb. 321 und 365.
29Hofman, David. — Klingenthal (?) 1810. 1812
30Er bildete sich ein Modell nach Amati und Guarneri und hatte einen dunkelgelbroten Lack. Seine Arbeit ist von guter vogtländischer Art, nur brachte er die Einlagen zu nahe am Rande an. Sein Zettel enthält, wie bei vielen seiner zeitgenössischen Landsleute das Wort Cremona. Eine gute Violine von ihm vom Jahre 1812 besitzt J. Feilchenfeld in Neukölln.
32Geigenzettel: David Hofman / Italia Cremona 1812 (geschrieben).
34Hofmann, Johann Martin. — Schillingsfürst. 1805
35Nach seinem Zettel war er Hoflauten- und Geigenmacher, leider aber versagten die archivalischen Nachforschungen nach ihm.
37Geigenzettel: Johann Martin Hofmann / Hochfürstl. Hof-Laut- / und Geigenmacher in / Schillingsfürst 1805 (gedruckt).
39Hofmann. — Klingenthal. 1809
40In einer Viola findet sich die Inschrift: »Hofmann aus Klingenthal 1809«. Ein Josef Hofmann soll schon 1766 vorkommen, ein Heinrich Hofmann lebte in Adorf und ein O. Hofmann im 19. Jahrhundert in Herford.
42Hofmann, Josef. — Zürich. 1914
43Schüler von Keller in Würzburg. Ein ebenso talentvoller als geschickter Geigenmacher, der alles an seinen

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