Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 23

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 19. See the scan on archive.org.

1Firmastempel mit Datum und der eigenhändigen Unterschrift ein. Er baut nur Geigen in 4/4-Größe und hat auf allen von ihm seit 1890 beschickten Ausstellungen, so in Budapest, Hermannstadt usw. Preise erhalten.
2Geigenzettel: Johann Andrescu / Geigenmacher / Broos, Szászváros (Ungarn) (gedruckt).
4Angard, Maxime. — Paris. Geb. 1. Dez. 1849 in Arronville (Seine-et-Oise)
5Ursprünglich nur Liebhaber, verlegte er sich erst später ganz auf den Geigenbau. Seine Arbeit ist im ganzen gut; eigenartig sind aber nur seine Wirbel, an denen er Verbesserungen angebracht hat. Er dürfte um 1900 gestorben sein oder hat um diese Zeit Paris verlassen. Außer seinem Zettel tragen seine Geigen auch noch seinen Namen handschriftlich.
6Geigenzettel: Abb. 14 und 15.
8Angelis, Vitus de. — Bologna. 1609
9Dem Namen nach bekannter, wahrscheinlich aus den Niederlanden eingewanderter Meister vom Anfang des 17. Jahrhunderts.
11Angelucci, Dominicus. — ? 1816
12Er nennt sich nach seiner Heimat einen »Septempedanus« und ist mir nur durch einen Reparaturzettel bekannt geworden.
14Angerbauer (Angerhauer), Georg. — Füssen. 1606
15Er wird 1606 als Mitglied der damals neubegründeten Füssener Lautenmacherzunft genannt.
17Angerer, Franz. — Wien. 1885. 1910
18Ein Wiener Streichinstrumentenmacher, der 1885 in Wien XV, Mariahilferstraße 170, eine Werkstatt eröffnete. Er ist ebenso tüchtig im Neubau wie als Reparateur und zugleich ein sehr guter Geiger. Er verwendet einen schönen, goldgelben Öllack. Schon 1893 erhielt er in Chicago eine Medaille. Er arbeitet mit zwei Gehilfen; das Wichtigste macht er aber stets selbst. Sehr geschätzt sind seine Gitarren.
20Anselmo (Anselmi), Pietro. — Florenz, Venedig. 1700. 1750
21Er soll zuerst in Cremona gearbeitet haben, was nach dem Stil seiner Arbeit nicht allzu glaubwürdig erscheint. Er verwendet ein kleines, an Ruggeri erinnerndes Modell von mäßiger Wölbung, einen schönen, goldigen Lack, wenn auch nicht immer schönes Holz. Arbeiten, die ihm mit Sicherheit zugeschrieben werden können, sind selten und gewöhnlich aus Venedig datiert. Der Text auf seinen Zetteln ist italienisch oder lateinisch.
23Ansoldo, Rocco. — Genua. 1760
24Selten vorkommender Meister, der nicht ungeschickt nach J. B. Guadagnini arbeitete.
26Antegnati, Giov. Francesco. — Brescia. 1535
27De Piccolellis nennt ihn Antognati und führt ihn als Lautenmacher an. Die Quelle, aus der er geschöpft hat, kann zwar nur das Buch von Giovan Maria Lanfranco sein, in diesem wird er aber ausdrücklich als »fabricatore di monochordi e clavicembali« bezeichnet. Die Familie Antegnati war eigentlich eine Orgelbauerfamilie; Giov. Francescos Vater Bartolomeo, ebenso seine Brüder Giovan Giacobo und Giovan Battista und Graziadio, der Sohn des Letztgenannten, waren Orgelbauer; am bedeutendsten war aber Costanzo Antegnati, der außerdem noch Organist und Musikschriftsteller war und 1608 seine »l'Arte Organica« herausgab. Ausführlicheres über die Familie gibt Damiano Muoni im »Archivio storico Lombardo« (1883) S. 178—221.
29Antenelli, A. — London 1900
30Englischer Geigenmacher der Gegenwart; wahrscheinlich italienischer Herkunft.
32Antoine, Jean Claude. — Mirecourt. 1733, † 1786
33Er ist mir nur dem Namen nach bekannt geworden und gehörte zu den handwerksmäßig arbeitenden Geigenmachern seines Ortes. Sein Sohn Jean I A. und seine Verwandten Jean II und sein Enkel S. E. Antoine waren wie er nur mittelmäßige Geigenmacher.
35Antolini, Francesco. — Mailand
36Ein Musikinstrumentenmacher des 19. Jahrhunderts, der nichts Hervorragendes geleistet hat.
38Anton, Rudolf. — Aussig i. B. Geb. 1854 in Graslitz
39Enkel des Orgelbauers Anton in Schönbach, Schüler von Wurm in Aussig, zu dem er kam, nachdem er das Tischlerhandwerk erlernt hatte. Er ist seit 1869 in Aussig ansässig und beschäftigt sich sowohl als Geigen- wie als Gitarrenmacher.
40Geigenzettel: Rudolf Anton / Holz-Instrumentenmacher / Aussig, Herrengasse 38 (gedruckt).
42Antoniazzi, Gaetano. — Cremona. Geb. 7. Aug. 1823, † 1. Aug. 1897 in Mailand
43Vielleicht der Sohn eines gleichnamigen Vaters, von dem es Geigen mit der Jahreszahl 1810 geben soll. Da er in einem wahrscheinlich ehrlich gemeinten Streben oft von den guten Vorbildern im Modell abwich, ohne jedoch etwas Besseres finden zu können, haben seine Versuchsgeigen trotz sorgfältigster Arbeit keinen höheren Wert. Er verrückte auch die Lage der F-Löcher wiederholt sehr zu ihrem Nachteil. Seine Kopien dagegen sind, bis auf den Lack, recht gut, und er erhielt dafür auch mehrere Medaillen.
45Antoniazzi, Gregorio. — Colle 1738
46Vidal teilt nur seinen Zettel mit, de Piccolellis nur seinen Namen, Werke seiner Hand konnte ich nicht erfragen.
47Geigenzettel: Gregorio / Antoniazzi / In Colle 1738 (gedruckt).
49Antoniazzi, Riccardo. — Mailand 1886. 1910
50Bruder von Romeo. Er war ursprünglich Musiker und hat sich schließlich auch dem Bau von Geigen und Mandolinen zugewendet. Er arbeitete längere Zeit bei Leandro Bisiach und jetzt ist er Werkführer in der

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