Scan 233
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1fast vollständig auf, machte nur noch Zithern und Reparaturen. Im Jahre 1865 verkaufte er das Gut Kreuzhäusel und siedelte nach Hall über. Eine gute Viola von ihm besitzt Konzertmeister Eibl in Innsbruck, das Chorherrenstift Neustift bei Brixen in Tirol eine Violine, und eine Zither das Ferdinandum in Innsbruck.
2Geigenzettel: Joseph Hornsteiner, / Geigen- und Zithermacher in / Volderwald nächst Hall in Ti- / rol 1848 (gedruckt).
4Hornsteiner, Kaspar. — Seefeld (Tirol), Kreuzhäusel im Volderwald bei Hall. Geb. 1778 zu Mittenwald, † Oktober 1857
5Sohn und wohl auch Schüler von Anton I H. Wie Dr. Fr. Waldner ermittelte, heiratete er am 26. Novbr. 1807 in Seefeld Regina Rauth, blieb dort bis etwa 1835 und kaufte dann das Landgut Kreuzhäusel im sog. Volderwald. Seine Geigen, die im Inntale als sog. »Kreuzhäuselgeigen« sehr geschätzt waren, sind nach italienischen Vorbildern gebaut, hatten (namentlich in seiner letzten Zeit) sehr flache Wölbung und kräftigen Ton. Der Lack ist gelb und ziemlich dünn aufgetragen. Das Innsbrucker Ferdinandum besitzt drei Geigen von ihm.
6Geigenzettel: Kaspar Hornsteiner / in Seefeld / Geigenmacher 1818 (geschrieben).
8Horváth, Balthasar. — Klausenburg. 1912
9Nach Dr. J. Geyer hauptsächlich Reparateur.
11Horváth, Stefan. — Budapest. Geb. 20. Aug. 1855 in Vas-Boszok
12Er soll ursprünglich ein gewöhnlicher Handwerker, später Eisenbahnbediensteter gewesen sein. Im Jahre 1888 wurde er mit Karl Varjú, der ein Musikinstrumentengeschäft betrieb, bekannt und assoziierte sich mit ihm. Er beschäftigte sich viel mit der »Ergründung des Geheimnisses« des altitalienischen Geigenlacks. Als er das Geheimnis entdeckt zu haben glaubte, gab er dies in einem gedruckten Rundschreiben 1892 bekannt, worüber sich in de Wits Zeitschrift eine lustige Kontroverse zwischen ihm, Ign. Lutz, Pilat u. a. entspann. Von verschiedenen Seiten wird sein Lack, trotz aller das Gegenteil behauptenden Urteile, gelobt. Geigen macht Horváth, der sich jetzt mehr auf die Fabrikation von Zymbals verlegt hat, nicht mehr, da er das Lackieren aber als ein Geheimnis betrachtet, lackiert er selbst. Er hat in Paris 1889, Wien 1890, Temesvár 1891 und Budapest 1896 Medaillen erhalten und ist Hoflieferant des Erzherzogs Josef.
14Hosborn, Thomas Alfred (?). — London. 1629
15In einer in Paris 1878 ausgestellten Baßviola wurde dieser Name gelesen. Leider konnte ich diese Viola nicht zu Gesicht bekommen. Ich glaube, daß der Zettel richtig gelesen werden müßte: Thomas Aldred (Name), Holborn (Wohnort).
17Hosp, Georg (der Ältere). — Mittenwald. 1760. 1783
18Seine Arbeit ist gut, der Lack spielt ins Bräunliche, im ganzen kommt er Math. Hornsteiner sehr nahe. De Wit veröffentlicht einen Zettel mit der Lesart: Georgius »Hoß« aus dem gleichen Jahr. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es auch einen Georg Hoss gegeben hat.
19Geigenzettel: Abb. 379.
21Hosp, Georg (der Jüngere). — Mittenwald. Geb. 22. April 1755. 1780
22Jedenfalls ein Sohn von Georg H. dem Älteren. Seine Arbeiten lassen sich schwer von denen des Vaters unterscheiden, da er zweifellos die gleichen Modelle und den gleichen Zettel gebraucht hat.
24Hotteterre, Martin. — Paris. 1715
25Berühmter Blasinstrumentenmacher, Erfinder einer Schalmei usw. Da er bezeichnet wird als »homme unique pour la construction de toutes sortes d'instruments de bois, d'ivoire et d'érable«, glaubt man, daß er wohl auch Lauten gemacht habe. Dasselbe dürfte auch bei seinem Sohne Jean zutreffen. Nach Brossards (unhaltbarer) Behauptung hat der Gambist Hotteterre 1650 die Theorbe erfunden.
27Houyet, F. — Namur. 1680
28Ein Trumscheit von ihm befindet sich im Musikinstrumentenmuseum des Brüsseler Konservatoriums (Nr. 217) mit der Inschrift: F. Houyet me fit à Namur en 1680 (gedruckt).
30Houzé, Armand. — Tournay. 1824
31In der Sammlung Snoeck befand sich von ihm eine Taschengeige »en forme de violon« mit Ebenholzboden.
33Howe, R. — 1886
34Englischer Geigenmacher.
36Howell, Thomas. — ? 1835
37Ein Engländer, der sich eine ganz unmögliche neue Form der Geige, die er »erfunden« hatte, patentieren ließ.
39Howorka, Franz. — Wien. 1890. 1900
40Ein Blasinstrumentenmacher, der sich auch mit Geigenreparaturen befaßte, aber keine neuen Geigen gebaut hat.
42Hoyer. — Klingenthal
43Dieser Familie gehören die folgenden Geigenmacher an:
45Hoyer, Andreas. — 1729. † 1788
46Er erscheint in den Innungsbüchern zuerst 1729 als Meister und galt neben Caspar Hopf als der beste Geigenmacher Klingenthals. Er scheint auch in Nürnberg gearbeitet zu haben, vielleicht hat er die dortigen Märkte besucht. Übrigens war er auch ein tüchtiger Musiker und bekleidete seit 1776 die Stelle eines Organisten in seiner Heimatgemeinde. Außer Zetteln gebrauchte er auch eine Brandmarke mit seinem Namen in einer Schleife, die sich gewöhnlich außen am Boden findet. Ein gutes Violoncello von 1741 mit auffällig langen F-Löchern besitzt Architekt E. Heman
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- Hornsteiner, Kaspar
- Horváth, Balthasar
- Hosp, Georg (der Ältere)
- Hosp, Georg (d. J.)
- Houzé, Armand
- Howe, R.
- Howorka, Franz
- Andreas, Hoyer
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